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Mittwoch, 18. Juni 2014

Nachrichtenmosaik Ukraine Folge 9

8. Fortsetzung der gesammelten Nachrichten und Informationen zu den Ereignissen in der Ukraine, ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit und fast ohne Kommentar (aktualisiert: 22:10 Uhr)

• UN: Kiewer Truppen sollen "internationale Standards" bei Kriegseinsatz einhalten
"Die Empfehlung der UN an die Machthaber in Kiew, deren Operation gegen die Volkswehr im Osten des Landes nach „internationale Standards“ durchzuführen, kann aus Sicht Moskaus als Ansporn zur straffreien Eskalation des Konflikts betrachtet werden.
„Diese heuchlerische Empfehlung löst nur Empörung aus“, erklärte der amtliche Sprecher des russischen Außenministeriums, Alexander Lukaschewitsch, am Mittwoch in Moskau. ..." (RIA Novosti, 18.6.14)

• UN-Beobachter werfen Aufständischen Menschenrechtsverstöße vor
"UN-Beobachter haben den prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine die Tötung von Zivilisten, Folter und weitere schwere Verletzungen der Menschenrechte vorgeworfen. Bewaffnete Gruppen in den Regionen Donezk und Luhansk hätten eine Atmosphäre ständiger Angst geschaffen, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der UN-Mission zur Überprüfung der Menschenrechtslage in der Ukraine.
Bei Kämpfen zwischen Separatisten und Regierungstruppen sowie bei Angriffen auf öffentliche Einrichtungen kamen den Angaben zufolge seit Mitte April mehr als 300 Menschen ums Leben, wobei die weitaus meisten Zivilisten waren. Weitere Hunderte Menschen, ebenfalls zumeist Zivilisten, seien verletzt worden. Entsprechende Angaben verschiedener ukrainischer Behörden konnten von den UN-Beobachtern allerdings nicht unabhängig überprüft werden, wie sie einräumten. ..." (Die Presse, 18.6.14)

• Mehr als 100 Zivilisten durch Kriegseinsatz getötet
"Mehr als 100 Zivilisten, darunter russische und italienische Staatsangehörige, sind laut Russlands Ermittlungskomitee beim Militäreinsatz im ukrainischen Osten ums Leben gekommen.
„Beim Beschuss der Städte Slawjansk, Kramatorsk, Donezk, Mariupol und anderer Ortschaften der selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk wurden mehr als 100 Zivilisten, darunter Bürger Russlands, und zwar die Journalisten (Igor) Korneljuk und (Anton) Woloschin sowie der Menschenrechtler (Andrej) Mironow, wie auch der Fotograf Andrea Rocchelli, ein Italiener, getötet“, sagte der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Wladimir Markin, am Mittwoch Journalisten. ...
Nach Angaben der russischen Ermittlungsbehörde haben die ukrainischen Einsatzkräfte Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad, ungelenkte Flugzeugraketen und andere schwere Waffen mit dem Ziel eingesetzt, „eine unbegrenzte Anzahl von Zivilisten aus politischem Hass zu töten“.
Mehr als 200 Zivilisten seien verletzt worden, sagte Markin weiter. Über 500 Wohnhäuser wurden völlig oder teilweise zerstört. „Infolgedessen verließen mehr als 50 000 Einwohner der genannten Republiken zwangsweise ihre Wohnorte und trafen in Russland ein.“ ..." (RIA Novosti, 18.6.14)

• 147 tote Angehörige der ukrainischen Truppen
Die in der Ostukraine eingesetzten ukrainischen Truppen hätten 147 Tote und 267 Verletzte gemeldet, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine am 18.6.14.

• NATO will "russische Spur" finden
"Der russische Nato-Botschafter Alexander Gruschko wirft dem Bündnis vor, im Ukraine-Konflikt mit Nachdruck nach einer „russischen Spur“ zu suchen und sich nicht auf Fakten, sondern auf Vermutungen zu stützen. ...
So würden unbestätigte Informationen verbreitet, laut denen russische Soldaten, Panzer und andere Waffen auf das ukrainische Territorium eingedrungen sein sollen, so Gruschko weiter. Dabei werde verschwiegen, dass das ukrainische Militär die russische Grenze mehrfach verletzt hat. Die russische Seite habe die Nato auf den Einsatz von Panzern, Kampfhubschraubern und anderen schweren Waffen das ukrainische Militär sowie auf zahlreiche zivile Opfer und die humanitäre Katastrophe im Südosten der Ukraine aufmerksam gemacht." (RIA Novosti, 18.6.14)
Prompt werden erneut zwei T-72 bei den Aufständischen in Donezk durch die Nachrichtenagentur Ukrinform am 18.6.14 gemeldet, mit dem Hinweis, dieser Typ werde nicht von der ukrainischen Armee benutzt.
Auf der Website LiveLeak.com wurden Fotos von einem Depot im ukrainischen Charkiv veröffentlicht, in dem 400 russische Panzer des Typs T-64 und anderer Modelle auf die Verschrottung warten. Der Autor des Beitrages vermutet, dass die wiederholt gemeldeten angeblichen russischen Panzer bei den Aufständischen entweder aus ukrainischen Armeebeständen entwendet wurden oder reparierte alte Panzer seien, wie die im Depot.

• Neuer Runder Tisch zu Ostukraine am 19. JuniDer ukrainische Präsident Petro Poroschenko will sich am 19. Juni mit Vertretern der ostukrainischen Regionen treffen, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine am 18.6.14. Die von Poroschenko ernannte Beauftragte für die Osturkaine Iryna Herashchenko habe einen Runden Tisch zugesagt. Poroschenko wolle sich mit "Vertretern der Wirtschaft und der politischen Elite von Donezk und Lugansk, mit rechtmäßig gewählten Bürgermeister der Städte", aber nicht mit Vertretern der Aufständischen treffen.

• Poroschenko ernennt neuen AußenminixterNeuer Außenminister der Ukraine soll der bisherige Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland und Sondergesandte für die Verhandlungen mit Russland, Pawlo Klimkin, werden. Das meldet u.a. Der Standard am 18.6.14

• 500 Bergleute in Donezk gegen fortgesetzten Krieg
"In Donezk findet am Mittwoch erneut eine Demonstration der Bergleute gegen die andauernden Kampfhandlungen in der Region statt. Rund 500 Kumpel haben sich im Zentrum der ostukrainischen Kohlebergbau-Metropole versammelt, wie ein Korrespondent der RIA Novosti vor Ort berichtet. Die Demonstranten, die verschiedene Bergbauwerke der Region vertreten, tragen Spruchbänder und Plakate mit den Aufschriften: „Anti-Terror-Operation stoppen“, „Für eine blockfreie Ukraine“ und „Wir fordern Ermittlung zur Tragödie in Odessa und Mariupol und Bestrafung der Schuldigen“. Die Grubenarbeiter haben vor, durch die Stadt zu marschieren und dann auf dem Lenin-Platz im Stadtkern eine Kundgebung abzuhalten. Bereits im Mai hatten rund 3000 Donezker Bergleute gegen den Krieg demonstriert.  ..." (RIA Novosti, 18.6.14)

• Aufklärung des Massakers von Odessa nicht unterstützt
Die Beobachtermission der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte (OHCHR) bedauere, dass das ukrainische Innenministerium und der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) nicht mit den UN-Experten bei der Untersuchung der Ereignisse in Odessa zusammenarbeitet. Das wird laut einer Meldung der russischen Nachrichtenagentur ITAR-TASS vom 18.6.14 in dem dritten Bericht der OHCHR-Mission festgestellt.Auf der Homepage der UNO in Genf kann der UN-Bericht gelesen und heruntergeladen werden.
 
• 1000 Schützenpanzer für Krieg in der Ostukraine
"Die ukrainischen Streitkräfte, die seit April gegen aufständische Regierungsgegner im Osten des Landes kämpfen, werden rund eintausend neue Schützenpanzer bekommen, wie Wladimir Tschepowy, Sprecher des ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsrates, am Mittwoch mitteilte. ..." (RIA Novosti, 18.6.14)

Poroschenko kündigt einseitige Waffenruhe an
"Staatschef der Ukraine Petro Poroschenko kündigt  bald eine einseitige Waffenruhe in der Ostukraine an. „Der Plan beginnt mit meinem Befehl über einen einseitigen Waffenstillstand. Danach müssen wir die Unterstützung des Friedensplans des Präsidenten von allen Teilnehmern der Ereignisse im Donbass erhalten. In sehr kurzer Frist“, sagte Poroschenko am Mittwoch." (Ukrinform, 18.6.14)
Bei Euronews wird das so wiedergegeben: "Ukraine kündigt einseitige Waffenruhe an – zum Waffenabgeben
... Staatspräsident Petro Poroschenko sagte in einer Rede vor der Militärakademie, diese Waffenruhe werde aber nur von kurzer Dauer sein.
Die aufständischen Kämpfer müssten in dieser Zeit ihre Waffen abgeben; wer wolle, könne die Ukraine verlassen. ..."
"Russland hat die von Poroschenko angekündigte einseitige Feuerpause als unzureichend bezeichnet. "Wir erwarten einen allumfassenden Waffenstillstand und keine kurze Feuerpause", sagte Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch.
Poroschenko müsse den Separatisten einen Dialog anbieten und nicht bloß fordern, dass diese sich ergeben. "Der ukrainische Präsident hat mehr versprochen", sagte Lawrow der Agentur Interfax.
Die Aufständischen lehnten den Vorstoß des ukrainischen Staatschefs ab. "Sie stellen das Feuer ein, wir geben die Waffen ab und sie schnappen sich uns. Das ist sinnlos", sagte der Separatistenführer Denis Puschilin. Poroschenkos Plan sei "nur eine weitere populistische Erklärung". ..." (Der Standard, 18.6.14)

• Slawjansk soll eingekesselt werden
Die ukrainischen Truppen werden Slawjansk einkesseln und die bewaffneten Aufständischen "liquidieren". Das kündigte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko laut der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine am 18.6.14 an. Die von Kiew eingesetzten Kräfte würde die Stadt immer mehr einschließen. Zivile Opfer sollten ebenso wie solche unter den Kiewer Truppen vermieten werden. Poroschenko appellierte an die Truppen, "strenge militärische Disziplin und Zusammenhalt mit anderen Einheiten der Streitkräfte" einzuhalten, auch wenn viel "Heldentum" gebraucht werde.

• Poroschenko: Das Militär ist Nr. 1 in der Ukraine
Die Armee wird laut Petro Poroschenko die erste Prioriät "für mich, für die ukrainische Regierung, den ukrainischen Haushalt und die ukrainische Bevölkerung" haben. Das erklärte er laut der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine am 18.6.14 vor Absolventen der Universität des ukrainischen Verteidigungsministeriums.
Poroschenko sieht laut Interfax-Ukraine die Ukraine in einem Krieg neuen Typs "mit dem Einsatz von professionellen subversiven Gruppen, Söldnern, Freiwilligen und der lokalen Bevölkerung". Die Freiwilligen und die lokale Bevölkerung seien einer "Gehirnwäsche als Teil des Informationskrieges" unterzogen worden.
"Pjotr Poroschenko hat nach Angaben der Agentur Unian eingestanden, dass sich die Ukraine in einem Krieg befindet und dass ihre Armee zu diesem Krieg nicht bereit war. Nach den Worten des ukrainischen Präsidenten kämpft die örtliche Bevölkerung wegen „gewaschener Gehirne“ gegen die Kiewer Armee. ..." (RIA Novosti, 18.6.14)

• Gespräch zwischen Poroschenko und Putin zu Waffenruhe
"Der russische Präsident Wladimir Putin und sein ukrainischer Kollege Petro Poroschenko haben per Telefon Beratungen über eine mögliche Waffenruhe im der Ukraine aufgenommen. Die beiden hätten über einen "möglichen Waffenstillstand im Südosten der Ukraine" gesprochen, teilte der Kreml am Dienstag mit. Schwere Gefechte und die Explosion einer wichtigen Gas-Pipeline erschwerten die Friedensbemühungen allerdings." (Der Standard, 18.6.14)

• Poroschenko erwartet Selbstauflösung des Parlaments"Staatschef der Ukraine Petro Poroschenko erwartet einen Beschluss des Parlaments über die vorgezogenen Parlamentswahlen. „Ich warte auf die eigene Entscheidung des Parlaments“, sagte Poroschenko vor der Presse in der Nationalen Tschernajchowsjkyi –Verteidigungsuniversität am Mittwoch.
„70 Prozent der Ukrainer fordern, laut Umfragen, die Neuwahlen“, sagte Poroschenko. Beim Parlament wurde bereits zwei Gesetzentwürfe über eine Selbstauflösung der Werchowna Rada eingebracht." (Ukrinform, 18.6.14)

• Poroschenko: Aufständische sind russische Söldner und sollen nach Russland gehen
"Präsident Petro Poroschenko erklärt, im Zuge seines Friedensplans für die Regelung der Situation im Osten einen Korridor für den Abzug der russischen Söldner nach Russland zu machen. Das sagte er zu Journalisten.
„Von meiner Seite werde ich einen Korridor anbieten, damit die russischen Söldner mit Waffen das ukrainische Territorium verlassen können“, sagte Poroschenko, den die Nachrichtenagentur ukranews zitiert. Der Präsident bemerkte, dass er hoffe, seinen Plan kurzfristig zu realisieren." (Ukrinform, 18.6.14)

• Parlament will "ausländische Hilfe im Kampf gegen Terroristen"
"Das Parlament plant heute, die Beschlussentwürfe über die Bitte um Unterstützung im Kampf gegen die pro-russischen Terroristen zu behandeln. Dies steht auf der Tagesordnung der heutigen Parlamentssitzung, schreibt Nachrichtenagentur Unabhängiges Nachrichten-Büro (NB).
Insbesondere planen die Abgeordneten, an die UN-Generalversammlung und den UN-Sicherheitsrat, den Europarat und die OSZE im Zusammenhang mit Russlands Unterstützung des Terrorismus in den östlichen Regionen der Ukraine zu appellieren und aufzurufen, die staatliche Souveränität schützen zu helfen." (Ukrinform, 18.6.14)

• Kramatorsk unter Artilleriebeschuss
"Die Stadt Kramatorsk im Norden des Gebietes Donezk ist erneut einem Artilleriebeschuss  ausgesetzt worden, wie örtliche Einwohner RIA Novosti mitteilten.
Haubitzengeschosse trafen das Zentrum von Kramatorsk, die Siedlung Oktjabrski und den Raum des Werkes „Kondiziner“. Auch ein Eigenheim wurde beschädigt. Ein Geschoss traf ein fünfstöckiges Wohnhaus, das zum Teil einstürzte.
Angaben über Opfer liegen nicht vor. ..." (RIA Novosti, 18.6.14)

• Aufständische in der Defensive
"In der Ostukraine sind die Aufständischen erkennbar in der Defensive. Nachdem die Kiewer Seite schon vor Tagen mitgeteilt hatte, daß sie einen Großteil des Grenzstreifens zwischen den Bezirken Donezk bzw. Lugansk und Rußland zurückerobert habe, bestätigte am Dienstag ein Sprecher der »Volksrepublik Donezk« den wesentlichen Inhalt dieser Darstellung. Die Streitkräfte der Aufständischen seien bemüht, wenigstens einige Übergänge freizuhalten. Kiew wirft Moskau vor, über diese Übergänge Mate­rial und Kämpfer in die Aufstandsregion einzuschleusen.
In den Städten des Donbass mehren sich unterdessen die Zerstörungen an der zivilen Infrastruktur. Immer wieder werden Wohnviertel beschossen. Die Wasserversorgung von Donezk, Kramatorsk und einigen kleineren Orten ist durch Luft- und Artillerieangriffe unterbrochen. In Donezk gibt es nach russischen Agenturberichten nur noch stundenweise Strom. Die Rebellen posteten Bilder von Volltreffern auf Sanitätsstationen und Kirchen.
Angesichts der nicht mehr zu übersehenden Zerstörungen hat die Kiewer Propaganda ihre Stoßrichtung geändert. Sie macht jetzt die Aufständischen für solche Vorfälle verantwortlich. ..." (junge Welt, 18.6.14)

• Psychokrieg gegen Abgeordnete und fortgesetzter Krieg in der Ostukraine
"Zur höchsten ukrainischen Volksvertretung kamen Abgeordnete und Gäste am Dienstag nach Art des Gassenlaufs. Ein Spalier von »Selbstverteidigungs-« und sonstigen Kräften des Maidan zwang auf einen »Weg der Schande«. Tritt für Tritt führte der über die Porträts von Volksvertretern aus den Parteien der Regionen und der Kommunisten zum Parlamentseingang. Nicht nur eine »Lustration« soll die von der Macht vertriebenen Abgeordneten endgültig hinaussäubern, wie rund 1500 Demonstranten forderten. Der Ruf nach vorgezogenen Parlamentswahlen wird lauter.
Die Partei Udar beantragte die Selbstauflösung der Rada. Ein solches Vorgehen ist allerdings in der Verfassung nicht vorgesehen. Zudem gibt es offenbar größere Differenzen über das künftige Wahlrecht. Darüber wird weiter zu debattieren sein - wie über die Einführung des Ausnahme- oder Kriegszustands im Osten des Landes. Eine Explosion der Gasleitung Urengoi-Ushgorod im zentralukrainischen Poltawa meldete UNIAN. Die Ursache blieb bis zum Abend ungeklärt, beunruhigte entscheidenden Gremien aber sicher zusätzlich.
Im Donbass läuft der vom Präsidenten verkündete »Gegenangriff«. Nach offiziellen Verlautbarungen war gegen Mittag der Bezirk Swerdlow im Gebiet Lugansk »von Terroristen gesäubert«. In den Grenzregionen wurde gekämpft, »um die Sicherung der Staatsgrenze wieder herzustellen und Terroristen zu vernichten«, berichtete Espresso-TV aus dem Hauptquartier der Grenztruppen. Die »Vernichtung von 80 Terroristen in den östlichen Gebieten der Ukraine« vermeldete der Sicherheitsrat am Nachmittag als Bilanz der letzten 24 Stunden. ..." (Neues Deutschland, 18.6.14)

• Poroschenko ohne Ideen für Frieden
"Schon nach seinem Wahlsieg hatte der Oligarch Poroschenko verkündet, in wenigen Tagen die Ukraine zu befrieden. Es sollte mal schnell die "Antiterroperation" (ATO) verstärkt werden, während man den Separatisten, die die Waffen niederlegen und die keine Gewalt angewendet haben, Amnestie versprach. Daraus wurde freilich nichts, weil das Misstrauen vieler Menschen in der Ostukraine zu groß ist, die kriegerischen Auseinandersetzungen nicht zu Verhandlungen beitragen und in der Westukraine auch immer mehr Milizen entstanden sind, die an der "Ostfront" kämpfen wollen.
Nun also erklärte Poroschenko erneut, dass die Kämpfe in der Ostukraine noch diese Woche enden sollen. Und der neue Präsident hat auch eine neue Strategie: Die vermutlich weitgehende Kontrolle der Grenze zu Russland durch Separatisten soll beendet werden. Vermutet oder propagiert wird – auch seitens des Westens und vor allem seitens ukrainischer Nationalisten wird Propaganda für die eigenen Interessen mit dem entsprechendem Aufbau von Feindbildern und Gerüchten gemacht -, dass Moskau die Separatisten materiell, finanziell und personell unterstützt. Wirkliche Beweise konnten allerdings noch nicht geliefert werden, beispielsweise was die russischen Panzer angeht, die Separatisten besitzen und die von Russland über die Grenze ins Land gekommen sein sollen. ..." (Telepolis, 17.6.14)

• Außenpolitiker aus SPD, Linkspartei und Grünen suchen gemeinsame Ukraine-Position
"Im Streit um die Ukraine-Politik sind SPD, Linke und Grüne im Bundestag mehrfach heftig aneinander geraten. Jetzt suchen Politiker aus den drei Parteien den Konsens.
Vor einer im Juli geplanten rot-rot-grünen Diskussionsrunde zum Thema erklärten die Bundestagsabgeordneten Niels Annen (SPD), Stefan Liebich (Linke) und Manuel Sarrazin (Grüne), es müsse in dem Konflikt endlich darüber gesprochen werden, was die Menschen in der Ukraine wollen und nicht zuerst darüber, was Russland, die Europäische Union oder die USA wollen. ...
"Einseitige Grenzverschiebungen, zumal unter Androhung von Militär, wie bei der Krim geschehen, sind unakzeptabel und völkerrechtswidrig", heißt es weiter in den Thesen von Annen, Liebich und Sarrazin. Ebenso seien die Waffenlieferungen an die Separatisten "nicht akzeptabel und müssen umgehend eingestellt werden". Die drei Außenpolitiker betonen: "Alle Seiten sind dazu aufgefordert, zur Beruhigung Lage beizutragen und die territoriale Integrität der Ukraine zu schützen." ..." (Der Tagesspiegel online, 17.6.14)

• Pipeline explodiert
"Die aus Russland führende Exportgaspipeline Urengoi-Pomary-Uschgorod ist am Dienstag in der Zentralukraine explodiert. Das berichtete das Internetportal 112.ua unter Berufung auf das ukrainische Innenministerium.
Die Leitung, über die Gas nach Europa gepumpt wird, detonierte im Raum der Stadt Lochwiza im Gebiet Poltawa, etwa 200 Kilometer westlich von Charkow. Augenzeugen zufolge stiegen die Flammen auf bis zu 200 Meter hoch. Nach vorläufigen Angaben wurde niemand betroffen. ..." (RIA Novosti, 17.6.14)

• "Beauftragte für friedliche Lösung der Situation im Donbass" ernannt
"Präsident der Ukraine Petro Poroschenko hat Iryna Heraschtschenko als Beauftragte für die friedliche Lösung der Situation in den Regionen Donezk und Luhansk eingesetzt.
Die Beauftragte sollte die Position des Staatschefs hinsichtlich der Deeskalation der Lage, Erreichung des öffentlichen Verständnisses, der Sicherheit für friedliche Bevölkerung, des Schutzes der territorialen Integrität und Souveränität  des Landes vertreten, heißt es in der Pressemeldung der Präsidialbehörde. Der Posten ist ehrenamtlich." (Ukrinform, 17.6.14)

• Ultimatum an Aufständische: Waffen abgeben und Land verlassen
"Die ukrainische Staatsmacht beabsichtigt, den Terroristen eine letzte Chance zu geben, ihre Waffen niederzulegen und das Gebiet der Ukraine zu verlassen. Dafür haben sie 5 bis 7 Tage. Das erklärte auf dem Briefing nach der Sitzung des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Andrij Parubij.
„Wir sind bereit, den Kämpfern eine Chance zu geben, ihre Waffen niederzulegen und das Gebiet der Ukraine zu verlassen…“, sagte er. Parubij fügte hinzu, dass die Variante mit Niederlegung von Waffen innerhalb von 5 bis 7 Tagen vom Präsidenten der Ukraine Petro Poroschenko vorgeschlagen wurde." (Ukrinform, 17.6.14)

• Lawrow warnt vor ethnischen Säuberungen
"Für den Südosten der Ukraine werden laut Russlands Außenminister Sergej Lawrow Pläne ethnischer Säuberungen ausgeheckt. „Präsident Pjotr Poroschenko darf sich nicht von jenen gängeln lassen, die derartige Szenarien erwägen“, sagte der russische Chefdiplomat am Dienstag vor der Presse in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku.
„Der Tod des russischen Fernsehreporters Igor Korneljuk in der Ukraine ist ein weiteres ernsthaftes Signal an jene, die mit einem militärischen Sieg im Südosten (der Ukraine) und mit einer Säuberung dieses Territorium rechnen… Dieses Signal gilt auch den westlichen Gönnern Kiews, die ihre blinde Unterstützung für diese gewaltsamen Handlungen einstellen und die Machthaber in Kiew dazu bewegen sollten, Poroschenkos Versprechen einzuhalten und einen gesamtnationalen Dialog unter Teilnahme aller Regionen, einen Dialog über die Zukunft dieses Landes aufzunehmen“, fuhr Lawrow fort. ..." (RIA Novosti, 17.6.14)

• Ukraine hat unbezahltes Gas gebunkert
"Vor dem Lieferstopp hat es die Ukraine laut Regierungschef Arsenij Jazenjuk geschafft, 14 Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas in eigene Untergrundspeicher zu pumpen. Die Reserve dürfte bis Dezember reichen.
„Er habe eine gute und eine schlechte Nachricht“, sagte Jazenjuk am Dienstag in der Rada (Parlament in Kiew). „Die schlechte Nachricht ist, dass Gazprom das Gas abgestellt hat. Die gute aber: Wir haben jetzt Sommer und 14 Milliarden Kubikmeter Gas in Reserve.“ Laut Andrej Kobolew, Chef des ukrainischen Energieversorgers Naftogas, reichen die Reserven bis mindestens Dezember.
Die Ukraine bezahlt seit Monaten keine Erdgaslieferungen aus Russland und hat Schulden in Milliardenhöhe angehäuft. Nach wochenlangen ergebnislosen Verhandlungen, die zuletzt unter Vermittlung der EU geführt wurden, stellte der russische Lieferant Gazprom am gestrigen Montag die Ukraine auf das Vorkasse-Verfahren um. ..." (RIA Novosti, 17.6.14)
Im "Gas-Streit" wird immer wieder behauptet, die russische Gazprom verlange mit 385 Dollar je 1000 Kubikmeter Erdgas einen zu hohen Preis im Vergleich zu dem, was andere zahlen müssen. Die Fakten widerlegen das:
- Polen zahlt im Schnitt 550 US-Dollar für 1000 Kubikmeter Gas (RIA Novosti, 6.11.12)
- Der Preis für Griechenland wurde auf 395 Dollar pro 1.000 Kubikmeter gesenkt (finanzen.net, 25.2.14)
- "Russische Medien spekulieren über einen Nachlass von 5 Prozent auf rund 380 Dollar pro 1000 Kubikmeter in Europa" (Manager Magazin online, 6.6.13)
- Der Gaspreis für Serbien wurde 2012 von den zuvor geplanten 545 auf 478 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter gesenkt (RIA Novosti, 29.12.11) Der wurde 2013 nochmal um 13 Prozent gesenkt (RIA Novosti, 27.3.13)
- Litauen zahlt 370 Dollar je 1000 Kubikmeter (RIA Novosti, 14.5.14)
- Der Durchschnittspreis lag 2011 bei 390 Dollar (RIA Novosti, 3.2.12)
- Gazprom "rechnet nur noch mit einem durchschnittlichen Abgabepreis von 360 Dollar pro 1000 Kubikmeter Gas - nach 386 Dollar für 2012 und 383 Dollar für 2011. ...
Den Durchschnitt für die europäischen Abnehmer schätzen Experten auf 413 Dollar. Fünf Länder dürften sogar 500 Dollar und mehr geblecht haben. Am tiefsten musste wahrscheinlich Mazedonien mit 564 Dollar pro 1000 Kubikmeter in die Tasche greifen, gefolgt von Polen (525 Dollar), Bosnien (515 Dollar) und Tschechien (503 Dollar). Auch in Bulgarien war das Gas mit etwa 501 Dollar überdurchschnittlich teuer. ...
Im ersten Halbjahr 2012 stiegen in vielen europäischen Ländern im Zusammenhang mit der europäischen Banken- und Staatsschuldenkrise die Erdgaspreise stark an. Noch 2008 lagen sie bei 500 Dollar je 1000 Kubikmeter. ...
Das im Gegenzug mit 313 Dollar billigste Gas hätte Gazprom im ersten Halbjahr 2012 nach Großbritannien geliefert, ..." (Iswestija, 1.2.13, auf deutsch hier)

• EU hilft Ukraine über die Runden
"Die EU-Kommission hat am Dienstag vereinbarungsgemäß eine weitere Tranche in Höhe von 500 Millionen Euro im Rahmen der makrofinanziellen Hilfe an die Ukraine überwiesen. Zuvor hatte die EU diese Summe selbst auf dem Markt geliehen.
Es handelt sich dabei um die erste Kredittranche des zweiten makrofinanziellen Hilfsprogramms der EU für die Ukraine, heißt es am Dienstag in einer Mitteilung des Gremiums.
Zuvor hatte die EU-Kommission bekannt gegeben, im Laufe des Jahres insgesamt 1,61 Milliarden Euro Hilfsgelder an die Ukraine überweisen zu wollen. ..." (RIA Novosti, 17.6.14)

• Russische Journalisten nach Granatbeschuss gestorben
"Der russische TV-Sender Vesti hat den Tod seines zweiten Journalisten bei einem Granatbeschuss im Raum der ostukrainischen Stadt Lugansk bestätigt. „Der Videotechniker der (Holding) WGTRK Anton Woloschin ist tot“, berichtete der Sender am Dienstagabend auf seiner Internetseite vesti.ru.
Woloschin galt seit Dienstagmittag als vermisst. Der Reporter Igor Korneljuk war bei dem Granatbeschuss schwer verletzt worden. Er starb eine halbe Stunde später auf dem Operationstisch. Kameramann Viktor Denissow blieb unversehrt." (RIA Novosti, 17.6.14)

• Nationalgarde tötet laut Augenzeugen Zivilisten
"Die ukrainische Nationalgarde erschießt Zivilisten in der blockierten Stadt Schtschastje in der Ostukraine. Das teilte der Regierungschef der selbsternannten Volksrepublik Lugansk, Wassili Nikitin, am Dienstag in einem Interview für den lettischen Rundfunksender Baltkom unter Berufung auf Augenzeugen mit.
„Die Nationalgarde unternahm eine regelrechte ‚Safari-Jagd auf Menschen‘. Leichen liegen direkt auf der Straße… Leider sind wir nicht in der Lage, sie zu bergen. Wir versuchten mehrmals, eine Vereinbarung (mit der Nationalgarde) zu erzielen. Aber unsere Parlamentäre wurden kaltblutig erschossen“, sagte Nikitin. ..." (RIA Novosti, 17.6.14)
Zur Erinnerung: ""Ukrainische Nationalgarde" schießt wild um sich" (Die Welt online, 12.5.14)
Wer in der unkrainischen Nationalgarde Uniformen und Waffen trägt, kann u.a. hier nachgelesen werden.

• Antikriegskonferenz linker Gruppen in Minsk
Über eine Anti-Kriegskonferenz von linken Aktivisten aus Weißrussland, Russland und der Ukraine in Minsk vom 7. bis 8. Juni 2014  berichtete "berlino1010" auf freitag.de.

Sonntag, 15. Juni 2014

Nachrichtenmosaik Ukraine Folge 5

4. Fortsetzung der gesammelten Nachrichten und Informationen zu den Ereignisen in und um die Ukraine, ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit und fast ohne Kommentar

• Merkel und Hollande verlangen von Russland "strenge" Grenzkontrollen
"Nach dem Flugzeugabschuss in der Ostukraine haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatschef François Hollande gemeinsam mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert. Sie verlangten von dem Kreml-Chef effektivere Kontrolle an der russischen Grenze zur Ukraine. Hintergrund sind vermehrte Hinweise auf Lieferungen von schweren Waffen an die Separatisten.
Sprecher der deutschen und der französischen Regierung erklärten am Samstag, Merkel und Hollande hätten in dem Gespräch mit Putin ihre Bestürzung über den Vorfall ausgedrückt. Dieser zeige die Dringlichkeit eines Waffenstillstandes auf, den der ukrainische Präsident Petro Poroschenko angekündigt hatte.
Es sei wichtig, die Voraussetzungen für eine Deeskalation in der Region zu schaffen, hieß es weiter. Vor allem müsse verhindert werden, dass Kämpfer und Waffen über die Grenze in die Ukraine gelangten. ..." (Spiegel online, 14.6.14)
Nein, kein Wort an Poroschenko, den Militäreinsatz zu beenden und keine neuen Truppen in die Ostukraine zu schicken, um so den Waffenstillstand und eine freidliche Lösung möglich zu machen ...

• NATO hat angeblich Beweise für russische Panzer - Eine False Flag-Operation?
"Die Nato erhebt schwere Vorwürfe gegen Russland, die zu einer erheblichen Verschärfung der Ukraine-Krise führen könnten: Russische Panzer und gepanzerte Fahrzeuge sollen die südöstliche Grenze zur Ukraine überschritten haben und dort zur Unterstützung der Aufständischen im Einsatz sein. Die westliche Allianz hat dazu am Samstag Aufnahmen veröffentlicht.
Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hatte am Freitag nur von Berichten über solche Vorgänge gesprochen, aber schon da hinzugefügt, dass es eine „ernsthafte Eskalation der Krise“ darstellen würde, sollten sie sich als wahr herausstellen. Einen Tag später präsentierte die Nato dann selbst Material, das die russische Intervention belegen soll. ..." (FAZ, 14.6.14)
In dem Beitrag heißt es u.a. weiter: "Um deutlich zu machen, dass es sich um einen russischen Panzer handelt, hat die Nato ihrem Material Fotos des Panzertyps T-64 hinzugefügt, den sowohl die russische als auch die ukrainische Armee benutzen. Der russische Panzer hat erkennbar ein anderes Tarnmuster und eine andere Panzerung als die ukrainische Version. Danach wäre der Panzer in Sneschnoje russischer Herkunft. Es handelt sich um ein Modell, das die russischen Streitkräfte selbst schon ausgemustert haben, von denen aber noch gut 2000 vorhanden sein sollen."
Immerhin wird die ukrainische Bahuptung von T-72-Panzern widerlegt und wie von mir auf den Typ T-64 hingewiesen (siehe hier). Der Hinweis der NATO laut FAZ auf das Tarnmuster und die Panzerung ist aber weiter nicht korrekt, denn wer sich die Videos ansieht, auf die ich hingewiesen habe, das von dem angeblichen russischen Panzer und das von der ukrainischen Armee vom gleichen Panzertyp, sieht: gleiche Farbe, gleiche Panzerung. Es bleibt der Verdacht eines Fake, einer False flag-Operation.

Gemeinsame ukrainisch-russiche Bemühungen um Zivilisten zu evakuieren
Die Beauftragten des ukrainischen und des russischen Parlamentes, Lutkovska Valeria und Ella Pamfilowa, wollen mit Hilfe einer gemeinsamen Mission Zivilisten aus den umkämpften Gebieten in den Regionen Donezk und Lugansk evakuieren. Das teilten die beiden Parlamentarierinnen laut Interfax-Ukraine am 14.6.14 in Charkow mit.

Ukrainische Militärs wegen Befehlsverweigerung entlassen
"
212 Offiziere der ukrainischen Weltraumtruppen sind entlassen worden, nachdem sie sich trotz der ausgerufenen teilweisen Mobilmachung nicht an den bestimmten Sammelpunkten eingefunden hatten, wie die staatliche Weltraumagentur am Samstag auf ihrer Webseite mitteilt.
Unter den gekündigten Offizieren sind sechs Obersten, 91 Oberstleutnants, 105 Majore und zehn Hauptleute.
Laut früheren Berichten hatte Alexander Turtschinow, ehemaliger ukrainischer Übergangspräsident, am 1. Mai wegen der zugespitzten Lage  im Südosten des Landes die Einberufung von Bürgern in die Armee angeordnet. Laut dem diesbezüglichen Erlass soll die teilweise Mobilmachung in allen 24 Regionen des Landes durchgeführt werden. ..." (RIA Novosti, 14.6.14)

• Russland warnt Ukraine vor Grenzverletzungen
"Russland wird alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um weitere Verletzungen der russischen Grenze durch die Ukraine zu unterbinden, wie das russische Außenministerium am Samstag mitteilt.
Das Außenamt äußert große Besorgnis über die Situation an mehreren Abschnitten der russisch-ukrainischen Staatsgrenze, die sich in der letzten Zeit wegen provokatorischer Handlungen der ukrainischen Seite merklich verschärft habe.
Laut dem Ministerium hat ein ukrainischer Schützenpanzer mit acht Insassen am Freitag, dem 13. Juni, die Staatsgrenze beim Ort Kamenno-Tuslowka (Russland) verletzt und ist rund 150 Meter weit in das russische Territorium eingedrungen.
Am 5. Juni hatte ein ukrainischer Kampfjet Su-27 den Luftraum über dem Ort Kuibyschewo verletzt und war 1,5 Kilometer weit geflogen.  Am 12. Juni wurde im selben Raum ein Hubschrauber Mi-8 mit ukrainischen Erkennungszeichen in einer Höhe von 50 Meter gesichtet. Die Maschine war bis zu drei Kilometer weit ins Landesinnere geflogen. Ferner wurden Panzermanöver zwischen den Grenzorten Djakowo (Ukraine) und Nowaja Nadeschda (Russland) registriert. ..." (RIA Novosti, 14.6.14)

• Poroschenko droht mit Vergeltung für Flugzeugabschuss
"Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat nach dem Abschuss eines Militärflugzeugs mit Vergeltung gedroht. "Die Terroristen werden die angemessene Antwort erhalten", sagte er am Samstag. Die Tat sei ein "zynischer Akt des Terrors, der bestraft werden wird". ..." (Spiegel online, 14.6.14)

Kampfflugzeuge gegen Aufständische in Horlivka
"Zwei ukrainische Kampfjets haben die von Terroristen besetzte Polizeizentrale in der Stadt Horliwka angegriffen. Darüber berichtet Gorlovka.ua.
„Beim Angriff am heutigen Morgen auf die Polizeizentrale in Horliwka sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Sechs Menschen wurden verletzt“, teilt Gorlovka.ua. unter Berufung auf die Gebietsverwaltung Donezk mit. In zwei Stockwerken der Zentrale brach Feuer aus." (Ukrinform, 14.6.14)

Volkswehr Lugansk bestätigt Abschuss von Flugzeug
"Die Volkswehr des ostukrainischen Gebietes Lugansk hat nach eigenen Angaben ein ukrainisches Militär-Transportflugzeug vom Typ Il-76 abgeschossen. Die Maschine sei auf dem Gelände des Lugansker Flughafens gefallen, hieß es.
Ein Sprecher des Stabs der Bürgerwehr von Lugansk bestätigte am Samstag  gegenüber RIA Novosti, dass „das Flugzeug von einer Rakete abgeschossen wurde. Am Bord hatten sich vermutlich Militärs befunden.“  
Wie Medien früher unter Berufung auf die im Osten der Ukraine eingesetzten Armeeinheiten berichteten, könnten bei dem Absturz einer Il-76 49 Insassen getötet worden sein. ..." (RIA Novosti, 14.6.14)

• Transportflugzeug über Luhansk abgeschossen
"Das ukrainische Militärflugzeug vom Typ Iljuschin IL-76 sei in der Nacht zum Samstag beim Anflug auf den Flughafen in Lugansk von Terroristen abgeschossen worden.
Wie das Verteidigungsministerium mitteilt, hätten die Terroristen „zynisch und heimtückisch“ mit einer Flakkanone und einen großkalibrigen Maschinengewehr die Transportmaschine der ukrainischen Luftstreitkräfte abgeschossen. An Bord der Maschine hätten sich Soldaten, Ausrüstung sowie  Lebensmittel befunden. Die Soldaten sollten die Einheiten vor Ort ablösen.
Nach Angaben der Staatanwaltschaft in der südlichen Region der Ukraine waren an Bord der Maschine 40 Soldaten und 9 Crewmitglieder. Alle seien ums Leben gekommen. ..." (Ukrinform, 14.6.14)

• Russland mit Resolutionsentwurf im UN-Sicherheitsrat
"Russland hat am Donnerstag einen neuen Entwurf einer Resolution des UN-Sicherheitsrates zur Situation in der Ost-Ukraine vorgestellt. Er sieht eine Feuereinstellung zwischen den Kräften der Behörden und der Volkswehr und eine Unterstützung der OSZE-Roadmap vor.
Gemäß dem Resolutionsentwurf fordert der UN-Sicherheitsrat, dass „sich alle Konfliktparteien solcher Handlungen enthalten, die das Leben und die Sicherheit der Zivilbevölkerung, die zivile Infrastruktur und die humanitäre Hilfe gefährden“. 
„Wir rufen entschieden auf, die Gewalt unverzüglich einzustellen und einer anhaltenden Feuereinstellung zuzustimmen“, heißt es im Resolutionsentwurf." (RIA Novosti, 13.6.14)

• Grenze zu Russland soll völlig abgeriegelt werden
"Bis zum kommenden Samstag soll die Grenze zu Russland völlig abgeriegelt werden.
Dies teilte Assistent des Innenministers der Ukraine Anton Heraschtschenko auf einer Pressekonferenz, berichtet Hromadske-TV. ..." (Ukrinform, 13.6.14)

• Oligarchengouverneur fordert Elektrozaun und Minen an der Grenze zu Russland
" ... Der Gouverneur der Region Dnepropetrowsk, Igor Kolomojski, schlug vor, die Grenze zwischen der Ukraine und Russland mit einem Elektrozaun zu sichern. Die mit Stacheldraht verstärkte Absperrung sei nötig, um die Ukraine vor Eindringlingen aus dem Nachbarland zu schützen. Angeblich plant er, vor dem Zaun Gräben auszuheben und ferngesteuerte Minen verlegen zu lassen.
Staatschef Poroschenko äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorhaben. Das Projekt könnte binnen sechs Monaten realisiert werden. Die Kosten in Höhe von hundert Millionen Euro sollen demnach durch Spenden gedeckt werden. Der russland-kritische Oligarch Kolomojski zählt zu den reichsten Männern der Ukraine. Er war im März von der pro-westlichen Führung in Kiew als Gouverneur eingesetzt worden." (ARD, 13.6.14)

Freitag, 13. Juni 2014

Nachrichtenmosaik Ukraine Folge 4

3. Fortsetzung der gesammelten Nachrichten und Informationen zu den Ereignisen in und um die Ukraine, ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit (aktualisiert: 21:19 Uhr)

• Von Kiewer Machthabern eingesetzte Truppen auf dem Vormarsch
"Bei schweren Gefechten in der Ostukraine eroberten Truppen Kiews nach eigenen Angaben am Freitag die 500000-Einwohner-Stadt Mariupol (Foto: Die Geste gilt Einwohnern am Straßenrand). Die Einheiten setzten demnach Granatwerfer und gepanzerte Fahrzeuge ein. Mindestens fünf Aufständische seien getötet und vier Soldaten verletzt worden, erklärte Innenminister Arseni Awakow, der eigenhändig auf dem Rathaus die ukrainische Flagge hißte. Auf einem im Internet verbreiteten Video war zu hören, daß unter den Eroberern auch Englisch gesprochen wird. Bei Kämpfen im Gebiet Donezk erlitten die Widerstandskämpfer laut Mitteilungen des Verteidigungsministeriums bedeutende Verluste. So seien bei Stepanowka am Vortag mehr als 40 Aufständische getötet worden. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko erklärte: »Der heldenhafte Kampf der ukrainischen Armee hat die Lage in Mariupol stabilisiert.« Am Mittwoch hatte der Verteidigungsminister Kiews, Michail Kowal, in einem privaten Fernsehsender, Poroschenkos Kanal 5, angekündigt, man werde nach der »Befreiung« für Einwohner der Ostukraine Lager für »Überprüfung« (Filtration) und Umsiedlung einrichten.
An der Grenze zu Rußland brachten ukrainische Grenztruppen nach eigenen Angaben einen rund 120 Kilometer langen Gebietsstreifen, den sie aufgegeben hatten, unter ihre Kontrolle. Die Rebellen beherrschen demnach aber weiterhin 184 Kilometer. ..." (junge Welt, 14.6.14)

• Gespräche zu Waffenruhe für Fluchtkorridore gescheitertGespräche für eine Waffenruhe zwischen den aufständischen Milizen und den ukrainischen Truppen für die angekündigten Fluchtkorridore für Zivilisten u.a. aus Slawjansk seien gescheitert, meldete die Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine am 13.6.14. Während der ukrainische Inneminister Arsen Awakow die Milizen beschuldige, für das Scheitern verantwortlich zu sein, habe der Leiter des Obersten Rates der "Volksrepublik Donezk", Denys Pushylin, erklärt, die Truppen hätten trotz Zusage der Waffenruhe das Feuer auf die Milizen eröffnet. "Wir waren uns einig, das Feuer einzustellen und koordinierten diese Frage.", wird Pushylin zitiert. Doch in derselben Nacht sei Slawjansk wieder unter schweres Feuer genommen worden.

• Kidnapper der OSZE-Beobachter unbekannt
Keine der bekannten Gruppen von Aufständischen habe sich dazu bekannt, die beiden Gruppen von OSZE-Beobachtern entführt zu haben, zu denen Ende Mai in der Ostukraine der Kontakt abbrach. Das erklärte laut Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine am 13.6.14 der Sprecher OSZE-Überwachungsmission in der Ukraine, Michael Bociurkiw, in Kiew.

• Angeblich Waisenkinder aus Snizhne nach Russland gebracht
Das ukrainische Außenministerium habe bestätigt, dass 16 Waisenkinder aus der Stadt Snizhne illegal nach Russland gebracht wurden, so die Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine am 13.6.14.


• Mariupol von ukrainischen Truppen angegriffen
""Die Operation begann um 04.50 Uhr", so der Innenminister, Arsen Avakov, auf Facebook." Das berichtet der Guardian am 13.6.14 auf Grundlage einer Reuters-Meldung. Awakow habe mitgeteilt: "Es läuft alles nach Plan und war erfolgreich. Alle Schlüsselpunkte, die von den Terroristen gehalten werden, wurden unter Kontrolle gebracht." Das Gebiet sei abgesperrt. An der Operation seien die Nationalgarde, Einheiten des Innenministeriums und "Spezialkräfte" beteiligt. Dem Bericht zufolge meldeten die Aufständischen in Mariupol fünf Tote.
Die Stadt hat den größten Hafen des Landes  am Asowschen Meer. Sie ist laut Guardian strategisch wichtig, weil über den Hafen Stahl exportiert wird und weil sie an den Hauptrouten von der süd-östlichen Grenze zu Russland in den Rest der Ukraine liege.

• "Slawjansk: Kein Wasser, kein Strom und zwei tote Kinder"
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Tausende von Flüchtlingen - vor allem Frauen mit Kindern - sind in den letzten zwei Wochen aus den ostukrainischen Kriegsgebieten nach Russland aber auch in ukrainische Regionen geflüchtet. Kiew bestreitet die Flüchtlingswelle. Ukrainischer Verteidigungsminister will Ost-Ukrainer "filtern".
Täglich rollen Busse mit Flüchtlingen aus den beiden ostukrainischen Städten Slawjansk und Lugansk Richtung Russland. Vor Beschießung sind die Busse nicht sicher, denn die vom ukrainischen Präsidenten, Petro Poroschenko angekündigten humanitären Korridore, gibt es immer noch nicht. Doch die Busse fahren trotzdem. Viele Männer bleiben, um die Wohnhäuser zu bewachen. ..." (Ulrich Heyden, Telepolis, 12.6.14)


• Ukrainische Truppen rücken auf Donezk vor
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Die ukrainische Armee ist in den letzten Tagen um 20 bis 30 Kilometer in Richtung Donezk im Osten der Ukraine vorgerückt. Das teilte ein Vertreter der Führung der selbsternannten Volksrepublik Donezk am Donnerstag mit.
In den zurückliegenden 24 Stunden seien keine ernsthaften Zusammenstöße zwischen den ukrainischen Sicherheitskräften und der Volkswehr im Raum von Donezk registriert worden. Die Armee habe neue Checkpoints in Vororten von Donezk eingerichtet, hieß es. ..." (RIA Novosti, 12.6.14)


• Angeblich russische Panzer in die Ukraine eingerollt
Für Aufsehen und Diskussionen sorgte am 12.6.14 eine Meldung u.a. der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine, dass u.a. drei russische Panzer über die Grenze in die Ukraine eingerollt seien. Einer der Panzer sei in dem Ort Snizhne gesehen worden. Ein entsprechendes Video ist u.a. in der Online-Ausgabe der britischen DailyMail zu sehen. Angeblich handelt es sich bei den Panzern um solche des Typs T-72. Das behauptet den Berichten zu Folge Dmytro Tymchuk von der ukrainischen "Information Resistance group". Dieses Panzermodell, entwickelt in der Sowjetunion, sei bei der ukrainischen Armee nicht mehr im Dienst, sondern Teil der Reserve, aber dafür weiterhin bei der russischen Armee im aktiven Gebrauch. Laut Tymchuk könne es sich auch um ukrainische Panzer handeln, die auf der Krim von der russischen Armee übernommen worden sind.
Sollten die Informationen stimmen, wären sie ein Beleg, dass sich Russland mindestens indirekt inzwischen militärisch einmischt, indem es die Aufständischen mit Panzern ausstattet. Doch es deutet Einiges daraufhin, dass hier mit Falschinformationen der Informationskrieg angeheizt wird: Auf den Videos aus Snizhne ist ein Panzertyp zu sehen, der nicht dem Modell T-72 entspricht, sondern dem Modell T-64BV. Und genau dieses ist sehr wohl im Dienst der ukrainischen Armee, wie zumindest ein Video der ukrainischen Armee von 2010 zeigt. Erkennbar ist der Typ u.a. an der reaktiven Zusatzpanzerung als Schutz für die Ketten, die von vorn bis über die Mitte an der Seite über den Panzerketten angebracht ist.
Das ist in der jungen Welt vom 14.614 zu den erwähnten angeblichen russischen Panzern zu lesen: "Poroschenko hatte sich am Vortag bei einem Telefonat mit seinem Amtskollegen Wladimir Putin über das angebliche Eindringen russischer Panzer auf ukrainisches Staatsgebiet beschwert. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen äußerte sich prompt »besorgt« über diese Meldungen. Er sagte in Brüssel: »Wenn sich diese Berichte bestätigen, würde das eine ernste Eskalation der Krise in der Ostukraine bedeuten.« Laut dpa verwiesen Beobachter darauf, daß es sich um erbeutete Panzer aus ukrainischen Beständen handeln könnte."
Ja, ich musste lachen angesichts von so viel "besorgter" Unwissenheit ...

• Lawrow: Friedenseinsatz in Ukraine noch nicht notwendig
"Vom Einsatz einer Friedensmacht in der krisengeschüttelten Ukraine ist nach Ansicht von Russlands Außenminister Sergej Lawrow noch keine Rede. Die Situation habe ihren Höhepunkt noch nicht erreicht, sagte der russische Chefdiplomat am Donnerstag vor der Presse in Moskau.
Angesichts der jüngsten Erklärung des ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko gebe es noch Hoffnung darauf, dass die Gewalt im Osten der Ukraine eingestellt und ein Dialog aufgenommen werde. Lawrow zufolge wurde der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin beauftragt, den Entwurf einer Resolution zur Lage in der Ukraine im Weltsicherheitsrat einzubringen. ..." (RIA Novosti, 12.6.14)
In der entsprechenden russischen RIA Novosti-Meldung wird Lawrow so zitiert: "О миротворческих силах мы речи не ведем. Не считаем, что дело дошло до такой точки." Das heißt sinngemäß, dass der Einsatz von Friedenstruppen noch nicht beredet wurde, weil es dafür noch keinen Grund gab. Dann folgt das mit der Hoffnung auf eine friedliche Lösung.

• Mehr Sanktionen gegen Russland gefordert
Falls Russland nichts dafür tut, die Situation im Donbass-Gebiet zu deeskalieren, will die Ukraine mehr Sanktionen gegen das Nachbarland fordern. Das meldete u.a. die Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine am 12.6.14. Außenminister Andriy Deschytsia habe gesagt, Russland verstehe nur "starke Worte" oder die "Anwendung von Gewalt".

• Aufständische wollen Union mit Russland
"Die selbsternannte Volksrepublik Donezk im Osten der Ukraine strebt wie das benachbarte Lugansk eine Union mit Russland an. Das beschloss das Donezker Kabinett am Donnerstag.
„Die Union soll nach Plänen bis Ende 2016 ins Leben gerufen werden. Mit der Ukraine und anderen Staaten sollen dann Verträge über bilaterale Beziehungen geschlossen werden“, hieß es in dem Beschluss.
Darüber hinaus will Donezk bis August dieses Jahres die Grenze zu Russland öffnen. ..." (RIA Novosti, 12.6.14)

• Lawrow warnt vor Osterweiterung der NATO
"Als kontraproduktiv hat Sergej Lawrow die Ost-Erweiterung der Nato und das Heranrücken der militärischen Infrastruktur an die Grenzen Russlands bezeichnet. Die Sicherheit im euroatlanischen Raum muss laut dem russischen Außenminister für alle Länder gleich und unteilbar sein.
Alle euroatlanischen Länder haben im Rahmen der OSZE diese Verpflichtung übernommen, sagte Lawrow am Montag bei einem Besuch in Finnland. „Kein Staat darf seine eigene Sicherheit auf Kosten anderer verstärken.“ In diesem Zusammenhang seien die Versuche, die Nato weiter nach Osten zu erweitern und die militärische Infrastruktur an die russischen Grenzen näher zu verlagern, kontraproduktiv. ..." (RIA Novosti, 9.6.14)

• Rasmussen: Ukraine kann NATO-Mitglied werden
"Für europäische demokratische Länder, die den unbedingt nötigen Anforderungen entsprechen, sei die Tür für den Beitritt zur NATO immer offen. Das hat NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in seinem exklusiven Interview für TSN.Tyzhdenj-Sendung erklärt.
„Unsere Tür ist immer für europäische demokratische Staaten offen, die den unbedingt nötigen Anforderungen entsprechen. Noch 2008 haben wir es beim Gipfel in Bukarest beschlossen, die Ukraine werde zur NATO-Mitgliederin, wenn sie es wollen und den entsprechenden Kriterien entsprechen wird. Die Ukraine hat aber beschlossen ein blockfreies Land zu bleiben. „Und wir beachten das vollkommen. Wir werden auch die Zusammenarbeit im Rahmen des Ausschusses Ukraine-NATO, der bereits existiert, fortsetzen“, - erklärte Rasmussen." [Rechtschreibung wie im Original] (Ukrinform, 9.6.14)

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wird im Rahmen der Möglichkeiten laufend aktualisiert