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Mit deutsch- und volkstümelndem sowie rechtsextremem und faschistischem Gedankengut habe ich nichts am Hut und nichts zu tun!
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Samstag, 23. Februar 2013

Syrien: Kriegstreiber versuchen alten Gaunertrick

Immer wieder angedroht, bisher nicht offen durchgeführt, aber noch nicht vom Tisch: Eine direkte Intervention des Westens in Syrien nach dem Muster "Haltet den Dieb!"

Bisher ist es nicht zu einer offenen Intervention in Syrien gekommen. Der offene und verdeckte Krieg in und gegen Syrien ist schlimm genug, ebenso, dass er immer noch nicht beendet ist. Doch die Gefahr einer Intervention ist längst noch nicht vorbei. Wiederholt wurde und wird über sie diskutiert, wird sie ins Spiel gebracht. Erst waren es die angeblich von der Armee und Regierungskräften verursachten Massaker in Hula, Homs und anderswo, dann wurden die Chemiewaffen der syrischen Armee als Grund genannt. Auch dann wird darüber fabuliert und damit gedroht, wenn dem Anschein nach den von den führenden westlichen Staaten und deren arabischen Partner unterstützten und geführten „Rebellen“ eine Niederlage droht. Nun schon seit zwei Jahre lang versuchen sie bisher erfolglos, aber dafür um so blutiger, Syriens Präsident Bashar al-Assad zu stürzen. Dieses Ziel, das sie mit ihren westlichen und arabischen Fördern und Unterstützern teilen, haben sie immer noch nicht erreicht. Am 28. Mai 2011 hatte der damalige französische Präsident Nicolas Sarkozy das erste Mal von Assads Sturz gesprochen. Am 18. August 2011 folgte im das erste Mal US-Präsident Barack Obama. Fast ließe sich sagen, dass die westlichen Regimewechsler im Fall Syrien gescheitert sind. Laut der libanesischen Zeitung Al-Akhbar sagte Assad Ende Januar, dass die syrische Armee die Situation unter Kontrolle habe und der Krieg innerhalb von zwei Wochen beendet sein könne, wenn die Türkei aufhört, die „Rebellen“ zu unterstützen.

Das wäre nicht im Sinne der westlichen Regimewechsler, die in Syrien erreichen wollen, was ihnen in Libyen mit dem Einsatz der eigenen Bomben gelang. Und so ist in der FAZ vom heutigen 23. Februar 2013 unter dem Titel „Syrische Falle“ zu lesen: „Als neue Option zur Beendigung des Bürgerkrieges wird über eine Intervention diskutiert“ (nicht online verfügbar). FAZ-Autor Lothar Rühl schreibt, dass für die „ratlose“ westliche Politik seit der Münchner Sicherheitskonferenz Anfang Februar 2013 „die militärische Option der Kriegsbeendigung durch eine Intervention von außen wieder mehr in den Vordergrund“ getreten sei, weil angeblich „andere Perspektiven“ fehlen. Rühl hält eine „Intervention aus der Luft“ für möglich: „Die Luftstreitkräfte der Vereinigten Staaten und der Nato wären dazu in der Lage“, wie der Krieg gegen Libyen gezeigt habe. Noch würden westliche Politiker und Militärs zögern, aber ihre arabischen Verbündeten wie die Herrscher Katars drängeln dem Autor zufolge. Sie sind unzufrieden, da die von ihnen finanzierten, ausgebildeten und unterstützten „Rebellen“ in Syrien ihre Aufgabe bisher nicht erfüllten.

FAZ-Kriegshetzer Rühl zählt zum Dilemma der internationalen Politik, die sich in der „syrischen Falle“ befinde, die angebliche Gefahr durch die syrischen Chemiewaffen. Ebenso gehöre die Gefahr einer regionalen Ausweitung des Konfliktes dazu, aber auch die eines Sieges der ungeliebten, aber wieder einmal nützlichen militanten Islamisten. Ein solcher wird befürchtet, aber wahrscheinlich auch erhofft: „Damit verstärken sich die Gründe für eine ausländische Intervention mit dem Ziel, eine neue Lage zu schaffen, in der Verhandlungen zur Beendigung des Bürgerkrieges und der Massaker an der Bevölkerung möglich würden.“ Nur so könne verhindert werden, dass der Krieg in Syrien weitergeht und ausweitet. Womit wie beim alten Gaunertrick "Haltet den Dieb!" das, wofür der Westen und seine arabischen Verbündeten von Anfang an verantwortlich ist, nun als Anlass herhalten muss, endlich eingreifen zu können. Der FAZ-Beitrag ist ein weiterer Beleg für die perverse westliche Kriegslogik. Anders kann ich das nicht bezeichnen. Dazu gehört auch, dass die USA mit ihrem Vetorecht verhinderten, daß der UN-Sicherheitsrat den schweren Anschlag in Damaskus am 21. Februar verurteilte. Inzwischen kündigt die vom Westen zusammengezimmerte syrische „Nationale Koalition“ an, in den von ihr kontrollierten Territorien des Landes eine eigene Regierung zu installieren.

Überschrift geändert 0.03 Uhr

Donnerstag, 31. Mai 2012

Syrien: Wie längst nicht mehr zugeschaut wird


Bei SPIEGEL online wird behauptet, "Die Welt schaut nur zu" bei dem, was in Syrien geschieht. Auch in der taz heißt es: "Die Welt schaut Assads Massakern zu". Die Fakten sprechen längst eine andere Sprache, aber das scheint bei dem angeblichen Nachrichtenmagazin, das längst auch ein "Meinungsmedium" ist, und seiner Online-Redaktion ebenso wenig angekommen zu sein wie bei den einstigen Alternativjournalisten. Damit sind sie leider nicht allein.
Wie "die Welt" längst mitmischt in Syrien, darauf habe ich schon mehrmals hingewiesen. Und damit das im reißenden Medien-Mainstream nicht ganz untergeht, hier nochmal als kleiner Ausschnitt die Übersetzung der Informationen von der den laut junge Welt israelischen Geheimdiensten zugeordneten israelischen Website DEBKAfile, die ich gestern im Originalzitat eingestellt hatte:
30. Mai 2012: "US-Präsident Obama legte kürzlich sein Veto gegen einen detaillierten französisch-saudi-arabischen Plan ein, Präsident Bashar Assads Herrschaft mit einen massiven Luftschlag gegen seinen Palast zu beenden, mit dem auf einen Schlag er selbst, seine Familie und sein engster Führungskreis beseitigt worden wären. Das berichten militärische und geheimdienstliche Quellen von debkafile.
Ihr Plan galt dem Präsidentenpalast auf dem Berg Qassioun nordöstlich von Damaskus, den französische Kampfflugzeuge vom Flugzeugträger „Charles de Gaulle“, gelegen vor der syrischen Mittelmeerküste, und Bomber aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien überfliegend, angreifen sollten. Sie sollten den Palast zwölf Stunden lang in mehreren Einsätzen bombardieren, während gleichzeitig amerikanische Kampfjets von einem im Mittelmeer oder im Roten Meer kreuzenden US-Flugzeugträger die syrische Luftabwehr zerstören sollten, die zu den modernsten und dichtesten Abwehrsystemen in der Region zählt.
US-Kampfflugzeuge sollten auch die syrische Luftwaffe am Boden halten und daran hindern, die ankommenden Bomber abzuwehren.
Dieser Plan wurde Präsident Obama zum einen von Nicolas Sarkozy, bevor er aus dem Amt gewählt wurde, vorgestellt, und zum anderen auch vom saudi-arabischen Verteidigungsminister Prinz Salman, der am 12. April für eine persönliche Präsentation ins Weiße Haus kam. ... "

28. Mai 2012: "Unsere militärischen Quellen berichten, dass zur gleichen Zeit syrische Rebellen begonnen haben, mit deutschen HK MG4-Maschinengewehren syrische militärische Ziele anzugreifen. Diese Waffen sind bei der deutschen Bundeswehr im Einsatz. Es ist das erste Mal, dass deutsches Militärgerät im Nahen Osten in den 67 Jahren seit Ende des Zweiten Weltkrieges gesehen wurde. Es ist nicht bekannt, wie die syrischen Rebellen die Waffen beschafften und wer sie mit Munition versorgt."

22. Mai 2012: "Obama billigt insgeheim modernste Anti-Panzer-Waffen für syrische Rebellen
... Am Sonntag sagte Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen beim NATO-Gipfel in Chicago, dass die Allianz „nicht die Absicht“ habe, militärisch gegen das Regime von Präsident Bashar Assad vorzugehen. Aber er sagte nichts darüber, dass einzelne NATO-Mitglieder ihre Besorgnis über die eskalierende Gewalt in Syrien in militärische Aktionen umsetzen. Vor allem aber hat er nicht erklärt, warum in den letzten Tagen schwere T 72-Panzer der syrischen Armee auf offener Straße in Flammen aufgingen.
Militärische Quellen von debkafile offenbaren die Ursache: Die syrischen Rebellen haben ihre ersten "dritten Generation" Anti-Panzer-Waffen erhalten, vom Typ 9K115-2 Metis-M und Kornet E. Sie werden von den Geheimdienste von Saudi-Arabien und Katar geliefert, nachdem ihnen Präsident Barack Obama in einer geheimen Botschaft empfahl, sich an dem Versuch, Assad zu stürzen, militärisch zu beteiligen.
Am Samstag, dem 19. Mai, sagte Präsident Obama in einer Rede vor dem G-8-Gipfel in Camp David, dass "Bashar al-Assad abtreten muss." ...
Die Anti-Panzer-Raketen über Kanäle in Saudi-Arabien und Katar an die Rebellen zu liefern ist nur eine Facette des ausgeweiteten US-Planes für die syrische Krise, berichten unsere militärischen Quellen. Der türkische Geheimdienst erhielt grünes Licht dafür, die syrischen Rebellen mit IED-Bomben (Improvised Explosive Device - selbsgebaute Sprengfallen, meist am Straßenrand eingesetzt), zugeschnitten für den syrischen Schauplatz, zu bewaffnen und in türkischen Militäreinrichtungen die Dissidenten in der Verwendung dieser Sprengfallen intensiv zu trainieren. Dies ist gleichbedeutend mit der ersten direkten militärischen Intervention Ankaras in Syrien. ..."
Die Übersetzung habe ich selbst vorgenommen.

Mittwoch, 30. Mai 2012

Interessantes zur Einmischung in Syrien

findet sich unter anderem auf der israelischen Website DEBKAfile, die so für sich wirbt: "We provide backstage windows on intelligence, international terror, Islamic extremism, major conflicts, security and key political events"
Der Grundtenor der Berichte ist erwartungsgemäß alles andere als syrienfreundlich. Nicht besser ergeht es dem Iran.
Im Folgenden seien ausschnittsweise einige der DEBKA-Informationen zusammengetragen (chronologisch rückwärts), soweit sie frei online zugänglich sind, was immer nur begrenzte Zeit der Fall ist:
30. Mai 2012: "US President Obama recently vetoed a detailed Franco-Saudi plan for ending President Bashar Assad’s rule by means of a massive air strike against his palace that would at one fell swoop wipe him, his family and top leadership circle out, debkafile’s military and intelligence sources report.
Their plan was for the presidential palace situated atop Mount Qassioun northeast of Damascus to be devastated by French warplanes taking off from the Charles de Gaulle aircraft carrier off Syria’s Mediterranean coast and Saudi and United Arab Emirates bombers flying in through Jordan.They would bomb the palace for 12 hours in several sorties while at the same time American fighter jets launched from a US aircraft carrier cruising in the Mediterranean or Red Sea would shut down Syria’s air defenses, which are considered among the most sophisticated and densely-arrayed in the region.
US warplanes would also keep the Syrian Air Force grounded and prevented from repulsing the incoming bombers.
This plan was presented to President Obama separately by Nicolas Sarkozy before he was voted out of office and Saudi Defense Minister Prince Salman, who arrived at the White House on April 12 for a personal presentation. ..."
28. Mai 2012: " ...Our military sources report at the same time that Syrian rebels have started using German HK MG4 machine guns in their attacks on Syrian military targets. These weapons are in service with the German Bundeswehr. It is the first time German military hardware has been seen in the Middle East in the 67 years since World War II ended. It is not known how the Syrian rebels procured the guns and who is supplying them with ammo."
22. Mai 2012: "Obama secretly approves top-of-the-line anti-tank arms for Syrian rebels
... Sunday, at the NATO summit in Chicago, Secretary Anders Fogh Rasmussen said firmly that the alliance has "no intention" of taking military action against President Bashar Assad's regime. But he said nothing about individual NATO members translating their concern about the escalating violence in Syria into military action. Above all, he did not explain why Syrian army heavy T-72 tanks have in recent days started bursting into flames on the open roads.
debkafile’s military sources disclose the cause: The Syrian rebels have received their first “third generation” anti-tank weapons, 9K115-2 Metis-M and Kornet E. They are supplied by Saudi and Qatari intelligence agencies following a secret message from President Barack Obama advising them to up the military stake in the effort to oust Assad.
Saturday, May 19, President Obama said in a speech to the G-8 summit at Camp David that “Bashar al-Assad must leave power.” ...The anti-tank missiles reaching the rebels through Saudi and Qatari channels are only one facet of the unfolding US plan for the Syrian crisis, our military sources report. Turkish intelligence has been given the green light to arm Syria rebels with IED roadside bombs tailored for the Syrian theater and intensively train the dissidents in their use at Turkish military facilities. This is tantamount to Ankara’s first direct military intervention in Syria. ..."