Obwohl die Covid-19-Epidemie offensichtlich abebbt, nicht anders
wie eine Grippewelle, hält die Regierung an ihren wenig gelockerten
Maßnahmen fest. Kritik an den Daten und Test-Methoden ist in den
Mainstream-Medien nur wenig zu vernehmen und wird dort schnell als
„gefährlich“ und als „Verschwörungstheorie“ diffamiert.
Dabei zeigen fundierte Analysen, dass die von der Regierung
verwendeten Daten und Werte unsicher und ungenau sind – doch genau
die können dazu benutzt werden, die Pandemie und die Krise zu
verlängern.
Die
regierende Politik begründet die fortgesetzten Beschränkungen des
öffentlichen Lebens in der Corona-Krise weiterhin mit unsicheren
Daten und anscheinend willkürlich wechselnden Kriterien. Mit den
Maßnahmen soll angeblich verhindert werden, dass sich das Virus
Sars-Cov 2 und die von ihm angeblich ausgelöste Krankheit Covid-19
ungehindert ausbreiten. Doch alle vorhandenen Angaben selbst des
tonangebenden Robert-Koch-Instituts (RKI) deuten daraufhin, dass die
aktuelle Corona-Epidemie wie eine Grippewelle von allein
zurückgegangen ist und die massiven Beschränkungen dabei keine
Rolle spielten.
Nichtsdestotrotz
setzt die Bundesregierung ihren Kurs fort, alle bisherigen
Kollateralschäden ignorierend, und hat am Dienstag die
Kontaktbeschränkungen bis Ende Juni verlängert. Die unklaren
Datenlage und die für die normale Bevölkerung verwirrenden
Zahlenspiele scheinen dabei das Mittel zu sein, die am 11. März von
der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgelöste Pandemie und die
dadurch ausgelöste Corona-Krise immer weiter zu verlängern. Darauf
deuten Studien und Analysen kritischer Wissenschaftler hin.
Bundesländer
wie Thüringen scheren derzeit anscheinend aus diesem Kurs aus und
wollen die landesweiten Beschränkungen Anfang Juni aufheben. Der
thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linkspartei) erlebt
deshalb so etwas wie einen veritablen politischen „Shitstorm“,
unter anderem aus dem CSU-regierten Bayern. Fakt ist: Das Festhalten
von Kanzlerin Angela Merkel an dem eingeschlagenen Kurs, unterstützt
nicht nur von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, wird laut
mehrerer Umfragen von einer Bevölkerungsmehrheit unterstützt.
Anscheinend wirkt die gezielte politische und mediale Angstmache vor
dem unsichtbaren, vermeintlich allgegenwärtigen Virus.
Drosten-Aussagen
widerlegt
Bei
dieser Angstmache spielen die unsicheren Daten und die für die
meisten unverständlichen Zahlenspielerein, so die um die sogenannte
Reproduktionszahl R, eine wichtige Rolle. Dazu gehören die
Ergebnisse der Virus-Teste nach der PCR-Methode, die der Virologe
Christian Drosten bereits im Januar mitentwickelt hat.
Sie bilden die Grundlage für die täglich gemeldeten
Infiziertenzahlen.
Auch
wenn der Anteil der positiv Getesteten nie höher als zehn Prozent
war und derzeit bei unter drei Prozent liegt, wird weiter gegenüber
der Bevölkerung Angst geschürt. Frühzeitig haben Kritiker wie der
erfahrene Lungenarzt und Epidemiologe Wolfgang Wodarg darauf
hingewiesen, dass der verwendete PCR-Test nicht so sicher ist, wie
Charité-Virologe
und Regierungsberater Drosten
behauptet.
Der äußerte
sich in seinem Podcast im Norddeutschen Rundfunk (NDR) am 18.
März zu Wodargs Vorwurf. Bei „Hunderten von Proben mit anderen
Corona-Viren und anderem Erkältungsvirus“ sei „nicht ein
einziges Mal hat es da eine falsch positive Reaktion gegeben“, so
der Virologe. Der Test reagiere „gegen kein anderes Corona-Virus
des Menschen und gegen kein anderes Erkältungsvirus des Menschen“.
Doch
inzwischen sind diese Aussagen widerlegt, unter anderem durch
Testergebnisse, bei denen nicht nur Tiere, sondern sogar Obst als
Corona-positiv angezeigt wurden. Ein Anfang Mai veröffentlichte
Studie
der Gesellschaft zur Förderung der Qualitätssicherung in
medizinischen Laboratorien e.V. (INSTAND) bestätigt ebenfalls, dass
die PCR-Teste nicht so sicher sind wie behauptet. Grundlage ist ein
sogenannter Ringversuch, an dem bundesweit zahlreiche Labore
beteiligt waren. Dabei wurde der „Drosten-Test“ auch auf Proben
mit anderen bei Menschen vorkommenden Corona-Viren angewendet.
Corona-freie
Proben als infiziert gemeldet
Zu
den Ergebnissen gehört, dass der Test nicht zu 100 Prozent Proben
mit anderen Corona-Viren als negativ auswies. So wurde beim Virus
HCoV 229E nur 92,4 Prozent der Proben als negativ erkannt, das heißt,
7,6 Prozent wurden als mit Sars-Cov 2 infiziert ausgegeben. Bei
Proben mit dem Virus HCoV OC43 waren es 97,8 Prozent negative
Ergebnisse und selbst bei Proben ohne Corona-Viren wurden nur 98,6
als solche erkannt, das heißt, 1,4 Prozent wurden als infiziert
ermittelt. Das wird als „falsch positiv“ bezeichnet, das heißt
Proben bzw. Menschen werden als infiziert gemeldet, die es gar nicht
sind. Selbst bei Proben mit Sars-Cov 2 schwanken die
Positiv-Ergebnisse zwischen 99,7 Prozent und 93 Prozent.
Was
aussieht wie zu vernachlässigende kleine Prozent-Anteile und von
INSTAND unter anderem mit Fehlern in den Laboren erklärt wird, hat
aber konkrete Folgen für die gesamte Bevölkerung der
Bundesrepublik. Schon ein falscher Wert von 1,4 Prozent hat massive
Konsequenzen für mehr als 80 Millionen Menschen hierzulande, wie der
Mathematiker Klaus Pfaffelmoser in einem Beitrag
für das Online-Magazin „Multipolar“ zeigt: Damit können die
Pandemie und die Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens von
den Regierenden unendlich fortgesetzt werden.
Bei
100.000 durchgeführten Testen werden bei einer Fehlerquote von 1,4
Prozent immerhin 1.400 Getestete als positiv gemeldet, obwohl sie es
gar nicht. Darauf macht die „Multipolar“-Redaktion im Vorspann
des Beitrages aufmerksam. Das
sei in der aktuellen Situation dramatisch, da in der
20. Kalenderwoche
vom 11. bis 17. Mai nur noch 1,7 Prozent der Getesteten als positiv
gemeldet wurden. Das sind 1.700 von 100.000 Menschen, von denen dann
1.400 als „falsch positiv“ getestet gelten müssen.
Damit
werde die Zahl kaum noch aussagefähig, so die Magazin-Redaktion, die
außerdem feststellt:
„Die
Ergebnisse lassen sich bei Bedarf leicht manipulieren, je nachdem,
wie viele Tests durchgeführt werden – was politisch beeinflusst
werden kann. Der von Politikern diskutierte Grenzwert von 35
Infizierten auf 100.000 Einwohner ließe sich beispielsweise auch
ganz ohne tatsächlich Infizierte allein schon durch Ausnutzung des
Messfehlers erreichen, indem man 2.500 Tests je 100.000 Menschen
durchführt. Das entspräche einer Verfünffachung der aktuellen
Testanzahl.“
„Grundsätzlich
fehlerbehaftet“
Autor
und Mathematiker Pfaffelmoser belegt das in seinem Beitrag mit
umfangreichen Berechnungen und Grafiken, gestützt auf die Ergebnisse
der INSTAND-Studie. „Die Messungen mit dem PCR-Test sind
grundsätzlich mit Fehlern behaftet“, hebt er hervor. Die
Test-Qualität werde bestimmt durch die Sensivität, die angibt, wie
viele der getesteten Personen positiv ist, einschließlich der Zahl
derer, die als „falsch negativ“ gemeldet werden, also bei denen
die Infektion nicht erkannt wird. Der andere entscheidende Wert ist
derjenige der Spezifität, die angibt, wie viele Personen der Test
als nicht infiziert, also negativ, erkennt. Dazu gehören die „falsch
positiven“ Ergebnisse, die Infektionen melden, wo keine sind.
Beide
Werte
müssen so nah wie möglich an 100 Prozent liegen, schreibt
Pfaffelmoser, damit sie als ausreichend aussagefähig und sicher
gelten. Er verweist dabei auf die erwähnte Studie zum PCR-Test, bei
der selbst 1,4 Prozent der Proben ohne irgendeinen Corona-Virus als
infiziert gemeldet wurden. Wie andere Experten weist er daraufhin,
dass die genaue Qualität der seit Januar eingesetzten PCR-Teste
„sich nicht eindeutig bestimmen“ lässt. Er geht in seinen
Berechnungen von der beim INSTAND-Ringversuch ermittelten „Falsch
positiv“-Rate von 1,4 Prozent aus.
„Das
bedeutet, dass selbst wenn Sars-Cov 2 verschwunden ist, bei 100.000
Tests immer noch 1.400 Infizierte gemessen werden“, betont der
Mathematiker. Und: „Die Güte des PCR-Tests zur Bestimmung von
Sars-Cov-2 hat Auswirkungen auf die Kenngrößen, die zur Bestimmung
der politischen Maßnahmen herangezogen werden.“ Er verweist auf
die Daten
des RKI, wonach bis zum 20. Mai der Anteil der positiv Getesteten auf
1,7 Prozent gesunken war, nachdem der Höhepunkt in der 14.
Kalenderwoche Ende März/Anfang April bei 9 Prozent lag. „Der
Anteil der positiv Getesteten bewegt sich bereits auf den Anteil der
zu erwartenden falsch positiv Getesteten zu“, so Pfaffelmoser.
Er
macht deutlich, dass im eingetretenen Fall, dass die reale Zahl der
Infizierten sich auf 0 zu bewegt, deren ermittelte Zahl sowie der
daraus errechnete Wert der Reproduktionszahl R von der Anzahl der
Teste abhängig ist. Und die wird gegenwärtig in der Bundesrepublik
weiter erhöht. Anfang Mai haben Bund und Länder als Grenzwert für
Beschränkungen den Wert von 50 Infizierten je 100.000 Einwohner
vereinbart.
Spiel
mit den Grenzwerten
Einige
Bundesländer, voran Bayern, senkten den Wert der Alarmstufe sogar
auf 35. Um diese Grenzwerte zu erreichen, genügen laut Pfaffelmoser
3.500 bzw. 2.500 Teste pro 100.000 Einwohnern. In der 20.
Kalenderwoche meldete das RKI knapp 426.000 Teste, das sind bezogen
auf die Gesamtbevölkerung von rund 82 Millionen Bundesbürgern 520
Testungen je 100.000 Einwohner. Ausgehen von den aktuellen Werten
bedeutet das 0,33 Infizierte je 100.000 Einwohner. Da aber anlass-
bzw. symptombezogen getestet wird, liegen die entsprechenden Anteile
in den verschiedenen Regionen höher oder niedriger, was besonders
für die sogenannten Hotspots gilt.
Pfaffelmoser
setzt sich auch mit dem Wert R auseinander. Er zeigt, dass dieser
ebenso wie die gemeldete Zahl der Infizierten anhand der Teste „bei
einem geringen Anteil von akut Infizierten an der Gesamtbevölkerung
keinen Aussagewert“, um die Epidemie einschätzen zu können. Aber
er warnt:
„Durch
Änderung der Anzahl der Messungen können die Kenngrößen so
beeinflusst werden, dass die willkürliche Verhängung von
Maßnahmen möglich ist. Diese Aussagen würden auch dann gelten,
wenn die ganze Bevölkerung zu 100 Prozent wirksam gegen Covid-19
geimpft wäre.“
Pfaffelmosers
Analyse bestätigt unter anderem die Sicht von Wodarg. Dieser
kritisiert die PCR-Testmethode
seit langem und
verweist
auf seiner Webseite
ebenfalls auf die INSTAND-Analyse der PCR-Teste und stellt fest: „Ein
Test mit einer Rate von 1,4 Prozent falsch positiver Ergebnisse würde
in einer Kirche mit 200 Gläubigen etwa 3 Personen (2,8) finden, die
dann zu Anlass genommen würden, die ganze Gemeinde zur Bekämpfung
von Covid-19 in Quarantäne zu schicken.“ Er fügt hinzu:
„Wenn
Menschen in der Kirche noch andere Coronaviren in sich trügen, die
ja längst nicht alle ausgestorben sind, würde sich die
Falsch-Positiv-Rate der Sars-Cov 2-Tests vervielfachen. Mal davon
abgesehen, dass selbst ein echter Virennachweis nichts über
Erkrankungsrisiken aussagen könnte.“
Bei
solchen Test-Ergebnissen sei kein Virus mehr nötig, „um Angst und
Schrecken in der Bevölkerung aufrecht zu erhalten“, so Wodarg.
„Man muss nur genügend häufig die teuren, nichtssagenden Tests
benutzen. Und da man mit diesem Test viel Geld verdienen kann, ist
die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas passiert leider recht groß.“
Die Folge seien „Dauerpandemien“:
„Der
wirkliche Erreger dieser Pandemie ist dann aber kein Mikroorganismus,
sondern es ist die sich ausbreitende Blindheit der verantwortlichen
Wissenschaftler, Journalisten und politischen Entscheidungsträger.“
Bestätigt:
Mangelhafter Test
Eine
Gruppe von Gesundheitsexperten um den Medizinwissenschaftler Matthias
Schrappe hatte in einem zweiten Thesenpapier
zur Covid-19-Pandemie Anfang Mai ebenfalls deutlich Zweifel an der
Testmethode geäußert. Sie erinnern an folgenden Fakt: „Der
Nachweis der Infektion erfolgt in der Praxis über den PCR-Nachweis
des Virusgenoms. Dieser Nachweis ist nicht identisch mit der
Infektiosität.“
Die
Experten schreiben zudem von einer „mangelnden Spezifität“ des
Drosten-Tests auch im späteren Infektionsverlauf: „In diesem Fall
ist die Ausscheidung des Virus bereits beendet (die Viruskultur ist
dann negativ), die PCR jedoch noch positiv – hinsichtlich der
Infektiosität falsch-positiv.“ Das sei der Fall, weil bei einem
Infizierten selbst dann immer noch Virus-Teile nachgewiesen werden,
wenn er nachweislich nicht mehr ansteckend ist.
In
einem Kommentar zum „Multipolar“-Beitrag des Mathematikers
Pfaffelmoser widerspricht ein Leser dem Autor und behauptet, „im
allgemeinen“ werde davon ausgegangen, „dass die Spezifität des
PCR-Test 100 Prozent ist“. Das kann er nicht weiter belegen, weil
es dafür keine Belege gibt, wie andere Experten nachweisen. In einem
Blogtext
zum Thema vom 21. Mai schreibt der Gesundheitswissenschaftler Joseph
Kuhn, dass die Spezifität des Testes auf 99 Prozent geschätzt wird.
Er
berechnet ebenfalls die möglichen Zahlen, ausgehend von einer
Infektionsrate von einem Prozent, und kommt bei der Rate von einem
Prozent falsch positiver Ergebnisse auf 990 Personen von 100.000
Getesteten, die als infiziert gemeldet würden, obwohl sie es nicht
sind. Ausgehend von einer klinischen Sensitivität des Tests von 75
Prozent, würden außerdem 250 Infizierte von 10.000 nicht als solche
erkannt.
Kuhn
schreibt, dass damit mehr als die Hälfte aller PCR-Teste falsche
Ergebnisse liefere, wenn 750 tatsächlich Infizierte und 990
Nichtinfizierte als positiv registriert werden. Der Experte
relativiert seine Erkenntnisse gleich wieder, wenn er beachtet haben
will: „Die absolute Zahl der falsch Positiven ist gegenüber der
Zahl der durchgeführten Tests sehr klein. Es werden also nicht
massenhaft
falsch positive Ergebnisse produziert.“
Fehlende
genaue Angaben
Doch
es gibt zum PCR-Test „keine brauchbaren analytischen Daten“,
stellt der Chemiker Gunnar Jeschke in einem privaten Blogtext
auf freitag.de fest. Er verweist auf eine entsprechende Studie
der chilenischen Wissenschaftlerin Vivienne Bachelet. Jeschke
arbeitet an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich
in der Schweiz.
Selbst
die selbsternannten Faktenchecker von „Correctiv“ hätten zu der
Frage nach der genauen Test-Fehlerqutoe vom RKI die Antwort bekommen:
„Leider können wir das nicht auf eine Zahl begrenzen, dazu haben
wir nicht die nötigen Daten.“ Nachfragen im Labor von Drosten und
anderen Laboren ergaben ebenfalls keine genauen Angaben. Zumindest
wurde vom Labor der Technischen Universität (TU) Dresden mit einer
„Spezifität sicher im Bereich >95/98 Prozent“ gerechnet, wie
auf der „Correctiv“-Webseite nachlesbar ist. Das bestätigt die
Werte, von denen der Mathematiker Pfaffelmoser in seiner Analyse
ausgeht.
Jeschke
gibt in seinem Blogbeitrag eigene Berechnungen wieder, bei denen er
von einer Falsch positiv-Rate von 1,9 Prozent ausgeht. Er macht
darauf aufmerksam, dass die Zahl der infizierten Personen überschätzt
wird. „Die analytische Spezifizität müsste utopisch gut sein,
damit die gegenwärtig berichteten kleinen Zahlen positiver Tests
wirklich zuverlässig wären“, stellt der statistikerfahrene
Chemiker fest. Er stützt sich zwar hauptsächlich auf die Werte des
Schweizer Kantons Genf, hat aber die RKI-Daten ebenfalls ausgewertet.
Sein Fazit: „Die Daten streuen erheblich, auch wenn die Zahl der
täglichen Neuinfektionen gleichbliebe. Deshalb kann man den auf der
Basis solcher Daten berechneten R-Wert: Getrost vergessen.“
Er
betont, dass der millionenfach eingesetzte PCR-Test, mit dem nach dem
Virus Sars-Cov 2 gesucht wird, „auch zwei Monate nach dem Ausrufen
der Pandemie am 12. März immer noch nicht ordentlich charakterisiert
ist“. Das heißt, es gibt immer noch keine wirklich handfesten
Angaben, wie sicher er ist und wie hoch die Sensitivität und
Spezifität des Tests sind. Jeschke geht davon aus, „dass die
Spezifizität nicht sehr viel schlechter sein kann als in meiner
Annahme“.
„Der
Kaiser ist nackt“
Er
fordert, dass die erfolgten Testungen noch einmal überprüft werden,
mit den üblichen B-Proben:
„Wichtig
sind Kontrollen der positiv verlaufenen Tests gesellschaftlich
deshalb, weil eine unnötige Verlängerung von Restriktionen
Milliardenschäden und nicht zuletzt soziale Schäden verursacht. Man
muss also wissen, wann die Epidemie abgeklungen ist und dass kann man
nur, wenn man falsch positive Tests auch als falsch erkennt. Wenn die
Zahl sehr klein ist, kann es sogar nötig sein, einen dritten Test zu
machen.“
Der
Chemiker weist auf einen Umstand hin: „Auffällig ist, dass das RKI
mit der Abnahme des Anteils positiver Tests nicht die Testzahlen
wieder verringert hat, wie es der Kanton Genf tat und weiter tut.“
Das kann ein Indiz dafür sein, dass der von Pfaffelmoser befürchtete
Zweck der Test-Ergebnisse, auch der „falsch positiven“, um jeden
Preis erreicht werden soll.
Jeschke
schreibt in seinem Text: „Die Epidemie ist im kontinentalen
Westeuropa vorbei oder nahezu vorbei und das hat nichts mit den
verfügten Lockdowns zu tun. Man sollte das nicht weg zu lügen
versuchen“, fordert er. Und fügt hinzu, „man sollte vor allem
nicht Beschränkungen aufrechterhalten, nur damit keiner merkt, dass
der Kaiser nackt war. Stattdessen ist es nötig, die gegenwärtige
Situation und danach auch den Epidemieverlauf so genau wie möglich
zu analysieren, damit man in Zukunft angemessen auf solche Ereignisse
reagieren kann.“
Diffamierte
Kritiker und nützlicher Drosten
Es
deutet allerdings manches daraufhin, dass die Bevölkerung weiterhin
nicht bemerken soll, „dass der Kaiser nackt ist“. Wer auf diesen
Fakt hinweist, wird öffentlich verleumdet, diffamiert und notfalls
aus Kreisen ausgeschlossen, deren anerkanntes Mitglied er bisher war,
wie es Wolfgang Wodarg ergeht. Er soll vom Vorstand der Organisation
Transparency International abgewählt werden, wird gemeldet.
Dort war Wodarg für Korruption im Gesundheitswesen zuständig.
Er
hatte 2019 unter anderem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)
für offensichtliche Lobby-Politik kritisiert
und an Folgendes
erinnert:
„Bereits
als Bundestagsabgeordneter hatte Spahn nebenbei als Teilhaber einer
Lobbyagentur eine übermäßige Nähe zu Klienten aus dem Medizin-
und Pharmasektor.“
Während
Kritiker Wodarg ins Visier genommen wird gilt PCR-Tester Drosten als
Medienliebling.
Nur selten wird hinterfragt, was der vielplaudernde und
regierungsberatende
Virologe mit seinen vermeintlichen Erkenntnissen und Ratschlägen
anrichtet. Auf jeden Fall scheint sein Test der regiernden Politik
ebenso nützlich zu sein wie seine Ratschläge, wie die Gesellschaft
weiterhin eingeschränkt und kontrolliert werden sollte.
Dieser Text ist zuerst leicht redaktionell bearbeitet unter dem Titel "Der Evidenz-Betrug" im Online-Magazin Rubikon erschienen.
Man kann den NSA-Skandal in Deutschland nur verstehen, wenn man weiß, wie sich über sechzig Jahre ein im Geheimen operierender deutsch-alliierter nachrichtendienstlicher Komplex entwickelt hat, der machtvoller ist als die jeweilige Exekutive und erst recht als die Legislative und Judikative. Die Exekutive ist mehr oder weniger zu einer Verschworenen der Geheimdienste geworden. Das Interesse an einer wirksamen Kontrolle tendiert fast gegen null. Nur in Zeiten öffentlicher Erregung ändert sich das ein wenig."
Die Dokumente, auf die sich Foschepoth in den Interviews bezieht, sind in seinem Buch in der Quellendokumentation ab Seite 274 zu finden (2. Auflage).
Ein interessanter Aspekt: "Die Alliierten haben der deutschen Wiedervereinigung nur zugestimmt, weil sich Deutschland verpflichtete, bestimmte Rechte seiner Souveränität nicht wahrzunehmen. Daher konnten die Geheimdienste der USA und Großbritanniens in Deutschland ungehindert und legal weiterspionieren. Ohne dieses Zugeständnis hätte die damalige britische Premierministerin Thatcher die deutsche Einheit vermutlich verhindert.
... Die Amerikaner haben sich die Wiedervereinigung mit der Weiterführung der alliierten Vorbehaltsrechte bezahlen lassen, sagte der Geheimdienst-Experte und Buchautor Erich Schmidt-Eenboom den Deutschen Wirtschafts Nachrichten." (Deutsche Wirtschafts-Nachrichten, 10.7.13)
aktualisiert: 30.10.13; 13:49 Uhr