Bitte beachten:

Mit deutsch- und volkstümelndem sowie rechtsextremem und faschistischem Gedankengut habe ich nichts am Hut und nichts zu tun!
Posts mit dem Label Hendrik Streeck werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hendrik Streeck werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 25. Februar 2021

Nachrichtenmosaik Corona – Folge 38

Gesammelte Informationen und Nachrichten zur Corona-Krise
(persönliche Anmerkungen und Äußerungen von mir sind kursiv gesetzt)

• Corona: Rückgang der Fallzahlen durch natürliche Immunität

Während Lockdowns kaum Wirkung zeigen, bremst nun der erhebliche Anteil derer, die nach einer Infektion immun sind, die Ausbreitung des Virus
Quelle: https://jg-nachgetragen.blog/2021/02/22/corona-rueckgang-der-fallzahlen-durch-natuerliche-immunitaet/

• Gesundheit ist mehr als Inzidenz und Mortalitätsrate

Unter dieser Überschrift erschien in der gedruckten Tageszeitung „Die Welt“ am 11. Februar 2021 ein Beitrag über den Mediziner und Hygieniker Max von Pettenkofer (1818 - 1901), der als Gegenspieler des Bakteriologen Robert Koch galt. In der Online-Variante des Textes ist die Überschrift abgeschwächt:

• Schon zu Cholera-Zeiten gab es einen Drosten und einen Streeck

Robert Koch war der Gründervater einer strengen Infektionslehre. Sein Gegenspieler, Max von Pettenkofer, sah die Sache anders. Er sprach sich für lockere Pandemiemaßnahmen aus. In Zeiten der Cholera ging er mit einem Selbstversuch in die Geschichte ein. …
Von Pettenkofer stammt der Satz: „Der Mensch, der höher stehen will als das Tier, muss bereit sein, auch Leben und Gesundheit für höhere, ideale Güter zu opfern.“ Der Mediziner äußerte den Satz, als er die Cholera studierte und erkannte, dass die bürgerliche Gesellschaft dazu neigt, sich vor Epidemien ängstlich und gelähmt in ihre keimfreien Behausungen zurückzuziehen. Vielleicht wäre Pettenkofer heute auch als „Querdenker“ beschimpft worden. Menschen, die lieber zu Hause blieben, als am Leben teilzunehmen, waren für ihn nicht gesund. Gesundheit war für ihn weit mehr, als sich nicht anzustecken. …
Pettenkofer fand sich bestätigt: Nicht Bakterien oder Viren an sich und allein machen krank, auch andere Faktoren spielen eine Rolle. Ohne eine gesunde Wirtschaft kein Gemeinwohl. Handel und Verkehr, Ideen, Religion, Wissenschaft, Kunst und „ihre tausendfachen Zweige und Anwendungen im Leben“ waren für Pettenkofer existenzielle Grundlagen der modernen Gesellschaft und genossen immer und ausnahmslos Vorrang. Ihnen sollte sich der Mensch widmen, mit Freude und Kraft.
… Pettenkofer lehnte den „Schutz des Lebens um jeden Preis“ ab: Für ihn lebten Menschen mehr als nur ein Leben ohne Sinn und Zweck, so geschützt es auch sein mochte.
Quelle: https://www.welt.de/kultur/plus226019703/Max-von-Pettenkofer-Schon-zu-Cholera-Zeiten-gab-es-einen-Drosten-und-einen-Streeck.html

• Streeck: „Wir dürfen unser Leben nicht von Viren bestimmen lassen“

Hendrik Streeck steht als Virologe seit einem Jahr an der vordersten Front der Pandemie. Und er steht unter Beschuss, denn er glaubt, dass wir mit Corona leben können. Ein Gespräch über die trügerische Hoffnung, das Virus werde verschwinden. …
WELT: In einem „Spiegel“-Interview mit Ihrem Fachkollegen Christian Drosten behaupteten die beiden Fragestellerinnen letzte Woche, Wissenschaftler wie Sie und Jonas Schmidt-Chanasit, die einige Maßnahmen kritisch sehen, hätten „größeren Schaden als Corona-Leugner angerichtet“.
Streeck: Das macht mich sprachlos. Man wird Arzt, weil man alles tun will, um Schaden vom Menschen abzuwenden: Primum nihil nocere, erstens nicht schaden. Was mich perplex macht, ist, dass die Redakteurinnen in diesem Zusammenhang selbst Falschaussagen verbreiten und etwa behaupten, es sei eine Tatsache, dass man Risikogruppen bei hohen Fallzahlen nicht schützen könne. Es gibt aber inzwischen viele Berichte von Orten, wo es gelingt, Altenheime auch in der gegenwärtigen Infektionslage zu schützen und Einträge weitgehend herauszuhalten. In Tübingen etwa, auch in einem Heim in der Nähe von Bonn. So zu tun, als gäbe es eine universelle Wahrheit und einen, der sie hütet, ist unwissenschaftlich. …
WELT: Als das Kanzleramt vor der letzten Lockdown-Verlängerung Wissenschaftler einlud, um die Ministerpräsidenten zu beraten, waren Sie nicht dabei.
Streeck: Ich hatte am Donnerstag vor diesem Termin ein Telefonat mit einem Ministerpräsidenten, der mich oder den Epidemiologen Klaus Stöhr in die Beratung holen wollte, und habe mir den entsprechenden Montag frei gehalten. Auch der Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher wollte Stöhr offenbar in die Runde holen, ebenfalls ohne Erfolg. Zwei Wissenschaftler, die eine andere Sichtweise vertreten, wurden von Ministerpräsidenten vorgeschlagen – und dennoch ignoriert. Wäre ich Ministerpräsident, würde ich mir wünschen, ein möglichst breites wissenschaftliches Bild und auch Für- und Wider-Argumente zu hören. …
Quelle: https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/plus225074107/Hendrik-Streeck-Wir-duerfen-unser-Leben-nicht-von-Viren-bestimmen-lassen.html

• Merkel droht Impfverweigerern mit Konsequenzen

…Berlin - Die ARD-Talksendung „Farbe bekennen“ mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Dienstagabend die stärkste Primetime-Sendung gewesen. 5,25 Millionen Menschen (15,6 Prozent) sollen schätzungsweise ab 20.15 Uhr das Erste eingeschaltet haben. Ein Schwerpunkt war das Thema Corona. In dem Interview bezog Merkel vor allem Stellung zum derzeitigen Impfdesaster. Fast untergegangen schien dabei eine Äußerung, die sie zum Thema freiwilliges Impfen machte. 
In Bezug auf Menschen, die nicht geimpft werden wollen, machte die Kanzlerin deutlich, dass diese mit möglichen Konsequenzen zu rechnen haben. „Dann muss man vielleicht Unterschiede machen und sagen: Wer das nicht möchte, der kann bestimmte Dinge vielleicht nicht machen“, brachte Merkel mögliche Einschränkungen ins Spiel. Wie diese genau aussehen werden, sagte sie sie nicht. …
Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/news/merkel-droht-impfverweigerern-mit-konsequenzen-li.137407
Zur Erinnerung aus dem Jahr 2020:

• Kanzleramt – keine Impfpflicht gegen Corona geplant

Noch ist ein Impfstoff gegen SARS-CoV-2 Zukunftsmusik. Doch Impfgegner machen schon mobil. Eine Impfpflicht ist zurzeit aber offenbar nicht geplant.
Quelle: https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Kanzleramt-keine-Impfpflicht-gegen-Corona-geplant-409566.html

• Israel verteilt Impfgeschenke ans Ausland

Laut Berichten soll es dafür anerkennende Gesten bezüglich einer israelischen Hauptstadt Jerusalem geben. Prag dementiert jeden Zusammenhang
Quelle: https://www.derstandard.at/story/2000124447702/israel-verteilt-impfgeschenke-ans-ausland

• Vorteile für Geimpfte: In der EU schon Realität

Die Bundesregierung lässt die Debatte über mehr Freiheiten für Geimpfte noch an sich abprallen. Die EU ringt um ein gemeinsames Vorgehen. Einzelne Mitgliedstaaten schaffen aber längst Tatsachen
Quelle: https://www.apotheken-umschau.de/Coronavirus/Vorteile-fuer-Geimpfte-In-der-EU-schon-Realitaet-562333.html

• Erleichterungen beim Reisen: Kurz fordert grünen Pass für Geimpfte

Während Gesundheitsminister Anschober bei Impfprivilegien bremst, fordert Kanzler Kurz von der EU ein einheitliches Vorgehen: einen gemeinsamen Impfpass für Freiheiten
Quelle: https://www.derstandard.at/story/2000124457980/gruener-pass-fuer-geimpfte-soll-wieder-reisen-ermoeglichen

• Berlin möchte über EU-Impfpass reden

In Israel sinkt die Verbreitung des Coronavirus durch Geimpfte. Das ist "eine ganz großartige Nachricht", sagt Deutschlands Europa-Staatsminister Roth. An einen europäischen Impfpass geknüpfte Reiseerleichterungen stehen damit wieder zur Debatte.
Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Berlin-moechte-ueber-EU-Impfpass-reden-article22380891.html
Anmerkung: Mir erklärte mal ein ehemaliger Abgeordneter des EU-Parlaments, dass in der EU nichts gegen den bundesdeutschen Willen geschehe.

• „Kein Pieks, keine Arbeit“ – Nun fordern britische Chefs den Impfzwang

Nachdem sie Lockerungen angekündigt hat, wächst in der britischen Regierung die Bereitschaft für Impfnachweise. Einige Unternehmen sind längst vorgeprescht – doch sie gehen damit ein juristisches Risiko ein. Die Alternative ist ein „grüner Pass“ nach israelischem Vorbild.
Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/article227016485/Lockerung-in-Grossbritannien-Nun-fordern-britische-Chefs-den-Impfzwang.html

• Firmen entwickeln digitalen Impfpass

Microsoft, Oracle und Salesforce arbeiten an einem digitalen Impfpass. Sie nehmen an, dass dieser in den kommenden Wochen wichtig werden dürfte - sobald mehr Menschen geimpft sind.
Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/digitaler-impfpass-101.html

• Digitale Identität: Leben in der überwachten Gesellschaft

Anfang der 80er-Jahre gab es wegen der Volkszählung noch Proteste, heute geben wir private Daten von ganz alleine preis. Der Staat will immer noch Daten über uns sammeln, die Gegenwehr der Bürger und Bürgerinnen ist bisher gering. …
Der Impfnachweis als Einstieg in die biometrisch basierte digitale Identität. Diese ihrem Anliegen höchst dienliche Idee verfolgt ID2020 auch in anderem Zusammenhang.
„Was die Coronapandemie angeht, wollen wir wohl alle möglichst schnell unser normales Leben wieder aufnehmen. Das jedoch hängt entscheidend davon ab, ob wir einen aktuellen Coronatest oder in Zukunft eine Impfung nachweisen können.“
Der Nachweis einer Coronaimpfung müsse Voraussetzung werden für grenzüberschreitendes Reisen, fordert ID2020-Partner Bill Gates am 24. März 2020 in einem Interview mit dem Onlinemedium TED Conferences. Und der Impfnachweis müsse zuverlässig sein, damit nicht unnötig Menschenleben gefährdet werden. Kein Papier, das man verlieren oder fälschen könne; nein, ein digitaler Impfnachweis auf biometrischer Basis ...
Quelle: https://www.deutschlandfunkkultur.de/digitale-identitaet-leben-in-der-ueberwachten-gesellschaft.976.de.html?dram:article_id=486012

• Martin Armstrong: Zweifel an den Impfstoffen, die sie Verschwörungstheorie nennen & Die Rückkehr zur Normalität

Das ganze Problem mit diesen COVID-Impfstoffen ist, dass die Politik COVID-19 usurpiert hat, um nicht nur Trump in den Vereinigten Staaten zu schlagen, der nach John Kerrys eigenen Worten die Vereinten Nationen abgelehnt hat, und dieser Amerikaner war "abwesend" bei der UN-Klimagenda. In Europa wurde COVID jedoch bewusst eingesetzt, um die Wirtschaft zu zerschlagen und diese "BUILD BETTER"-Agenda auf den Weg zu bringen, um den Great Reset zu verwirklichen. Darin liegt das Problem. Es gibt keine EXIT-Strategie, weil die Politik die Medizin korrumpiert hat.
Die Biden-Administration hat es sehr deutlich gemacht, dass Sie, selbst wenn Sie diese fragwürdigen Impfstoffe nehmen, für immer eine Maske tragen müssen und sich weiterhin sozial distanzieren. Es gibt keine klare Exit-Strategie, weil dieses Virus wurde von der Politik usurpiert und wird verwendet, um die Schafe von den unabhängigen Denkern zu trennen - Gott bewahre!
Es gibt Ärzte, die behaupten, dass dieses Virus nie isoliert oder gereinigt wurde. In der Tat, selbst als ich zu einem Lungenspezialisten ging und sagte, dass ich kein COVID habe, da ich 5 Mal getestet wurde und es immer NEGATIV war, antwortete er sofort, dass das nichts bedeutet, da die Tests nicht gültig sind. Es gibt Rechtsstreitigkeiten über den Test und dass er COVID nicht wirklich identifiziert. …
Der einzige Weg, wieder zur Normalität zurückzukehren, ist, alle Politiker aus dem Amt zu werfen, die diesen Betrug unterstützt haben. Sie haben die Menschen so terrorisiert, dass schon ein Abendessen in New York City dazu führt, dass Leute drohen, Sie zu töten, weil Sie alle in Gefahr bringen. Das ist totaler Wahnsinn.
Quelle: https://www.armstrongeconomics.com/international-news/politics/vaccine-concerns-that-they-call-conspiracy-theory-getting-back-to-normal/

Freitag, 12. Februar 2021

Nachrichtenmosaik Corona – Folge 31

Gesammelte Informationen und Nachrichten zur Corona-Krise
(persönliche Anmerkungen und Äußerungen von mir sind kursiv gesetzt)

• Köln: Mehrere Menschen sterben nach Impfung – Obduktion angeordnet

Die Kölner Staatsanwaltschaft hat drei erheblich vorerkrankte Menschen, die nach der Impfung gegen das Coronavirus gestorben sind, durch das rechtsmedizinische Institut untersuchen lassen. Behördensprecher Ulrich Bremer bestätigte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass Verstorbene obduziert wurden, „um auszuschließen, dass eine strafbare Fehlbehandlung vorliegen könnte“. Ob es einen kausalen Zusammenhang gibt, ist laut Rechtsmediziner noch offen. Er warnt vor Panikmache. … Laut Prof. Markus Rothschild, Direktor der Kölner Rechtsmedizin, handelte es sich in den drei obduzierten Fällen „um erheblich vorerkrankte Personen“. …
Quelle: https://www.ksta.de/koeln/corona-in-koeln-mehrere-menschen-sterben-nach-impfung---obduktion-angeordnet-38022776?cb=1612825880265
siehe auch:
https://www.t-online.de/region/koeln/news/id_89422658/staatsanwaltschaft-koeln-ermittelt-tod-nach-corona-impfung-.html

• Wissenschaftsjournalistin: Impfen ist nicht so schlimm und hat kaum Folgen

Die einen warten sehnsüchtig auf einen Impftermin, die anderen sind verunsichert.
In einem neuen Video hat sich die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim (MaiLab) nun mit den größten Impfmythen auseinandergesetzt.
Sie klärt unter anderem die Frage: Können genbasierte Impfstoffe unser Erbgut verändern?
… Den größten Komplex in Nguyen-Kims Video nimmt jedoch die Frage ein, ob Impfstoffe eigentlich das Erbgut verändern können – eine Theorie, die weitverbreitet ist, nicht zuletzt auch in vielen Verschwörungserzählungen. Auch diese Angst kann die Wissenschaftlerin nehmen.
Die mRNA des Impfstoffs komme mit unserer DNA gar nicht in Kontakt. Zudem könne die RNA auch nicht ohne Weiteres in DNA umgeschrieben werden. „Das Coronavirus bringt selbst seine RNA in unsere Zellen, wenn wir uns damit infizieren. (…) Das heißt, wer Angst vor Virengenen hat, müsste mehr Angst vor Corona haben als vor der Impfung“, erklärt die Wissenschaftsjournalistin.
Auch diese Angst sei laut Mai Thi aber unbegründet. In beiden Fällen – bei der Corona-Infektion und bei der Impfung – würden unsere Gene nicht verändert. …
Quelle: https://www.rnd.de/medien/corona-impfung-thema-in-neuem-mailab-video-was-hat-es-mit-impf-mythen-auf-sich-YJ3ACJAA2ZHXDAJRK2UGHR255U.html
Anmerkung: Solch ein Mosaiksteinchen gehört auch dazu. Zu den Aussagen fällt mir nur ein: Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie nicht Ihre Politiker oder Medien. Die wollen nur Ihr Bestes und haben nichts als Ihre Gesundheit im Sinn …
Vielleicht hat die Videomacherin zum Beispiel beim Thema Viren und Gene das nicht gewusst:

• Wie Viren sich in das menschliche Erbgut schlichen

Acht Prozent des menschlichen Genoms stammen ursprünglich von Viren, zeigt eine Studie. Im Lauf der Evolution haben sie wohl das Immunsystem gestärkt – und somit das Überleben des Menschen gefördert.
Quelle: https://www.welt.de/wissenschaft/article152985310/Wie-Viren-sich-in-das-menschliche-Erbgut-schlichen.html
Aber so eine vielbeschäftigte Videomacherin kann sich ja auch nicht um alles kümmern ...

• Jährlich neue Impfkampagnen: Corona-Mutanten schaffen Milliarden-Markt

Zunächst war die Entwicklung der Corona-Impfstoffe ein einmaliger, mit staatlichen Milliardenhilfen finanzierter Kraftakt. Doch nun wird immer deutlicher: Für die Pharmakonzerne entsteht ein dauerhafter Markt, der weit profitabler sein könnte als die aktuelle, globale Impfkampagne.
Quelle: https://www.n-tv.de/wirtschaft/Corona-Mutanten-schaffen-Milliarden-Markt-article22347267.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
Anmerkung: Na wer hätte das denn gedacht. Das ist natürlich nichts weiter als reiner natürlicher Zufall ... Aber wer sowas von Anfang an gesagt hat, der wurde aber ganz fix zum „Verschwörungstheoretiker“ erklärt, obwohl er nur die Bewegungsgesetze des Kapitalismus hinter dem Ganzen erkannt und darauf hingewiesen hat. Diese Unternehmen können gar nicht anders, wenn sie sich nicht selbst abschaffen wollten, was sie nie tun würden. Das ist kein Werk böser Menschen, sondern entspricht eben den kapitalistischen Bewegungsgesetzen, die nur eine wie auch immer geartete Revolution außer Kraft setzen kann. Und mit diesen gesellschaftswissenschaftlichen Erkenntnissen haben solche sogenannten Wissenschaftsjournalisten wie die obengenannte Videomacherin natürlich nichts am Hut … Und den „Aluhut“ tragen immer nur die anderen …

• Warum die Grippe „verschwunden“ ist

Warum ist die Grippe seit Beginn der Coronavirus-Pandemie verschwunden?
Im Jahr 2020, nach Beginn der globalen Coronavirus-Pandemie, verschwanden Influenzaviren auf mysteriöse Weise aus dem weltweiten Verkehr (siehe FluNet-Tabelle der WHO oben). Einige Skeptiker vermuteten, dass Influenza einfach als Covid eingestuft wurde, während viele Journalisten und „Faktenprüfer“ behaupteten, Influenza sei durch Gesichtsmasken und Sperren unterdrückt worden. …
Stattdessen wurden Influenzaviren einfach durch das infektiösere neuartige Coronavirus verdrängt. Dieser Verdrängungseffekt ist aus früheren Influenzapandemien bekannt …
Quelle: https://swprs.org/why-the-flu-has-disappeared/

• Streit um Corona-Lockdown: Ein Professor nervt den Bayerischen Ethikrat

Ein Professor legt sich quer: Der Ökonom Christoph Lütge ist Mitglied im Bayerischen Ethikrat, der die Söder-Regierung berät. Er fällt mit scharfer Kritik auf – vielen ist es zu scharf. …
München – Nach 6534 Tweets auf Twitter reichte es Christoph Lütge: Er werde jetzt mal „eine Pause einlegen“, schrieb der Professor für Wirtschaftsethik an der Technischen Universität München am vergangenen Samstag. Zuvor hatte er seine Positionen noch mal kurz zusammengefasst: Nein, Corona sei „nicht ungefährlich“, aber die meisten Maßnahmen wie Lockdown, Geschäftsschließungen und auch die Maskenpflicht halte er für „unnötig“ und „völlig unverhältnismäßig“. Und das müsse man ja wohl noch sagen dürfen, „ohne gleich in irgendwelche Ecken gestellt zu werden“. …
Quelle: https://www.merkur.de/bayern/ein-professor-nervt-den-ethikrat-90190132.html

• Innenministerium spannte Wissenschaftler für Rechtfertigung von Corona-Maßnahmen ein

Ein umfangreicher Schriftwechsel, der WELT AM SONNTAG vorliegt, zeigt: In der ersten Hochphase der Pandemie wirkte das Haus von Innenminister Horst Seehofer auf Forscher ein. Daraufhin lieferten sie Ergebnisse für ein dramatisches „Geheimpapier“ des Ministeriums.
Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article225864597/Interner-E-Mail-Verkehr-Innenministerium-spannte-Wissenschaftler-ein.html
Anmerkung: Das ist aber kaum überraschend. In dem „Schocktherapie“-Papier aus dem Innenministerium ist zu lesen, dass Wissenschaftler daran mitwirkten (siehe https://www.rubikon.news/artikel/psychologische-kriegsfuhrung). Und dass dafür auch solche aus bundesfinanzierten Instituten herhalten müssen, überrascht auch kaum.
siehe dazu auch:

• Bestellte Wissenschaft - Einige Fragen

Anmerkungen und Fragen an die Journalisten der WELT zum Panikpapier des BMI
Quelle: https://gunnarkaiser.substack.com/p/bestellte-wissenschaft-einige-fragen
Dazu passt auch das:

• Virologe Streeck: Politik entscheidet nicht nach wissenschaftlichen Kriterien

Der verlängerte Lockdown heizt die Debatte über die richtige Covid-Politik weiter an. „Welt”-Chefredakteurin Dagmar Rosenfeld bespricht im MorningBriefing Podcast mit Prof. Hendrik Streeck die offenen Fragen. Er ist Direktor des Institutes für Virologie an der Universität Bonn und eine wichtige Stimme in dieser Pandemie. Dass nun erst ab einer Inzidenz von 35 weiter gelockert wird, versteht er einerseits. Andererseits:
„Das ist kein wissenschaftlicher Wert, sondern ein politischer.“
Sind die Schulen ein Infektionstreiber? Wie viele Menschen stecken sich tatsächlich im öffentlichen Nahverkehr an? Fragen, auf die die Wissenschaft, fast ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie, immer
noch keine konkreten Antworten hat. Streeck sagt:
„Solche Fragen kann kein Institut alleine beantworten, sondern das muss interdisziplinär mit vielen verschiedenen Fachrichtungen und vielen verschiedenen Institutionen beantwortet werden.“
Der Staat sei gefordert.
Und weil, wie Streeck sagt, „irren nicht nur menschlich, sondern auch wissenschaftlich ist”, gibt er seine eigenen Fehlurteile unumwunden zu:
„Im Januar 2020 habe ich das Virus eher als harmlos eingeschätzt. Das würde ich jetzt so nicht mehr wiederholen.“
Quelle: https://news.gaborsteingart.com/online.php?u=9sVzL3L12870
Und das:

• Streeck: „Shutdown ist wie ein Medikament – wir müssen auch auf die Nebenwirkungen schauen“

In der Lockdown-Debatte wird nicht genug diskutiert, sagt Hendrik Streeck – zumindest nicht mit den richtigen Menschen. Im Gespräch mit FOCUS Online erklärt der Virologe, wieso es an relevanten Stimmen fehlt und wieso wir uns mit dem Gedanken anfreunden müssen, langfristig mit Corona zu leben. …
„Eine demokratische Gesellschaft kann nur in einer Diskussion einen Weg nach vorne finden“, führt der Mediziner aus. „Und diese so wichtige kommunikative Diskussion findet meiner Meinung nach im Augenblick nicht, oder zu wenig, statt.“ …
Quelle: https://www.focus.de/gesundheit/news/hendrik-streeck-im-gespraech-virologe-richtet-appell-an-bundesregierung-holt-kinderaerzte-und-psychologen-in-eure-gremien_id_12958550.html

• „No Covid“-Strategie: Rein in die grüne Zone

Verschiedene Zonen, Tests und Isolation von Infizierten: Wie Wissenschaftler das Virus nach Ende des Lockdowns im Zaum halten wollen.
Mit einem Maßnahmenpaket wollen 14 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diverser Fachrichtungen das Coronavirus in Deutschland unter Kontrolle bringen. Am Mittwoch veröffentlichte die Gruppe, zu der die Virologin Melanie Brinkmann, der Soziologe Heinz Bude und der Ökonom Clemens Fuest zählen, ein Papier mit Handlungsoptionen, mit denen es gelingen soll, die Pandemie nicht nur einzudämmen, sondern die tägliche Zahl der Neuinfektionen auch so niedrig zu halten, dass Lockerungen der Gegenmaßnahmen mit geringem Risiko für neue Ausbrüche möglich sind und die Schäden für die Gesellschaft minimiert werden. In ihrem Papier heißt es: "Der Ansatz der No-Covid-Strategie ist, im Sinne einer Schadensbegrenzung mit möglichst geringen gesundheitlichen, wirtschaftlichen und demokratischen Verlusten und Folgeschäden durch die globale Pandemie zu kommen." …
Quelle: https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/no-covid-coronavirus-strategie-lockdown-1.5202183
Anmerkung: Der beteiligte Soziologe Heinz Bude gehörte unter anderem zu jenen Wissenschaftlern, die für das BMI am Panik-Strategie-Papier von 2020 mitwirkten (siehe oben). Die am „No Covid“-Papier mitbeteiligte Virologin Melanie Brinkmann gehört zu den Regierungsberatern und erklärte kürzlich im Magazin „Der Spiegel“ vom 6. Februar 2021: „Wir, eine Gruppe von 13 Wissenschaftlern aus mehreren Disziplinen, glauben nicht an die Strategie, dass man mit dem Virus irgendwie leben kann, sondern dass man es besiegen muss.“ Zu den Mutationen behauptete sie: „Für Virologen ist es nur noch eine Frage von wenigen Wochen, bis sie sich auch in Deutschland durchgesetzt haben. Das habe ich klar gesagt: Die Mutante aus Großbritannien und andere werden uns überrennen, das Virus hat einen Raketenantrieb bekommen. Es geht nur noch darum: Können wir den Siegeszug der Varianten hinauszögern, Zeit gewinnen?“
Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/melanie-brinkmann-ueber-corona-mutanten-der-wettlauf-ist-laengst-verloren-a-00000000-0002-0001-0000-000175196841
Das ist Wissenschaft, wie Politik sie braucht … Es geht aber auch anders:

• Wissenschaftler warnen vor Panikmache mit Virusmutationen

Es besteht kein Grund, die SARS-CoV-2 Bekämpfungsstrategie oder spezielle Schutzkonzepte wegen der anteilmäßigen Zunahme der B.1.1.7 Variante oder anderer Varianten jetzt zu verändern.
Eine gering höhere Übertragbarkeit hatte bis jetzt keine substanzielle Auswirkung auf den Bekämpfungserfolg (Irland, England, Dänemark).
Die Wahrscheinlichkeit des Vorliegens einer erhöhten Sterblichkeit wird durch NERVTAG  als weniger als 50% eingeschätzt. Auf jeden Fall würde sie weiterhin auf sehr niedrigem Niveau bleiben.
Erhöhte Infektionsraten bei Kindern liegen nicht vor.
Die mRNA- und der Impfstoff von AstraZeneca sind wirksam gegen B.1.1.7. …
Quelle: https://covid-strategie.de/2021/02/06/sars-cov-2-varianten-unsere-risikoeinschaetzung/

• MdB Andrej Hunko (Linkspartei) über Widersprüche und Schieflagen

… F: Interessant, womit sich die Medien beschäftigen.
A: Auf das Verhalten im Privaten wird sehr viel mediale Aufmerksamkeit gelenkt, während die Arbeitswelt im Wesentlichen weiter funktioniert wie bisher. Da besteht in der Diskussion eine gewisse Schieflage, auch wenn die Kritik daran zuletzt lauter geworden ist. Es wird sehr moralisch auf das Verhalten des Individuums, besonders im privaten Bereich reagiert, aber nicht im Arbeitsbereich. Wenn die Menschen in vollen öffentlichen Verkehrsmitteln pendeln, weil sie zum Arbeitsplatz müssen, ist das Risiko sicherlich höher, als wenn sie an einem Wochenendtag wandern gehen.
F: Was soll mit den massiven Einschränkungen erreicht werden?
A: Ausdruck dieser Stimmungsmache ist für mich der aberwitzige Beschluss, im Falle von hohen Infektionsraten den Bewegungsradius auf 15 Kilometer einzuschränken. Das ist eine neue Forderung, die natürlich auf den privaten Bereich abzielt. Wenn ich beruflich unterwegs bin, kann ich auch weiter fahren. Das ist eine neue Qualität, das hat es so bisher noch nicht gegeben. Die Nachvollziehbarkeit dieser Massnahme fällt nicht nur mir schwer. …
Quelle: https://zeitgeschehen-im-fokus.ch/de/newspaper-ausgabe/nr-1-vom-19-januar-2021.html#article_1163
Anmerkung: Hunko wundert sich über das alte und bewährte Prinzip kapitalistischer Wirtschaft: Der Mensch wird in ungesunde Verhältnisse gezwungen und für die Folgen dann selbst verantwortlich gemacht. Daran ist nichts Verwunderliches, da wird nur das Prinzip, die Gewinne zu privatisieren und die Verluste zu sozialisieren, den Bürgern aufzubürden, im Kleinen umgesetzt. Es ist offener Kapitalismus, der sich in der bewusst erzeugten Corona-Krise zeigt und durchsetzt – und ohne Widerstand der Betroffenen bleibt. Und in der Linkspartei wird sich weiter gewundert, obwohl deren Mitglieder ja eigentlich Bescheid wissen müssten oder könnten …

• Covid – eine Krankheit nur dem Namen nach

Das nicht existierende Virus untergräbt alle anderen Geschichten. Jon Rappoport
Die offizielle Definition eines „Covid-19-Falls“ ist so weit gefasst, dass sie so ziemlich alles durch die Tür lässt. Ein Husten, oder Schüttelfrost und Fieber zum Beispiel. Beides reicht für eine Covid-Diagnose aus. Das Erfordernis eines positiven PCR-Tests für das Virus - selbst das ist nicht unbedingt notwendig. Außerdem … - ist die PCR-Methode mit irreparablen Fehlern behaftet, die zu Millionen von falsch-positiven Ergebnissen führen. Obendrein ist, wie ich schon geschrieben habe (mit Details), die Existenz des Sars-Cov-2-Virus selbst nicht bewiesen.
So ergibt sich ein perfektes Rezept für eine falsche Pandemie. …
Quelle: https://off-guardian.org/2021/02/03/covid-a-disease-in-name-only/

• Universität Wien verhängt Professor einen Maulkorb zu Corona

Professor Sönnichsen vom Zentrum für Public Health darf über Corona beruflich «nur noch die Meinung der Universität» vertreten.
Der deutsche Professor Andreas Sönnichsen war bis Januar 2021 Vorsitzender des Deutsches Netzwerks Evidenzbasierte Medizin (EbM-Netzwerk). An der MedizinischenUniversität Wien lehrt er am Zentrum für Public Health.
Sönnichsen gehört zu jenen Experten, welche die Massnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus für zu rigide halten. …
Quelle: https://www.infosperber.ch/freiheit-recht/buergerrechte/universitaet-wien-verhaengt-professor-einen-maulkorb-zu-corona/

• YouTube zensiert sogar die Aussage eines Arztes vor einem Ausschuss des US-Senats zu einem Covid-Medikament

Höchstwahrscheinlich ist die Massnahme Teil einer Kampagne gegen das Medikament Ivermectin
Quelle: https://corona-transition.org/youtube-zensiert-sogar-die-aussage-eines-arztes-vor-einem-ausschuss-des-us

aktualisiert: 12.2.21, 18:07 Uhr

Montag, 8. Februar 2021

Nachrichtenmosaik Corona – Folge 30

Gesammelte Informationen und Nachrichten zur Corona-Krise
(persönliche Anmerkungen und Äußerungen von mir sind kursiv gesetzt)

• Ein Jahr Corona und kein Ende: „Es fehlt eine transparente Gesamtstrategie!“

„Die „Infektionszahlen“ sinken, die Angst vor Mutanten steigt. Nach bald zwölf Monaten Pandemie zerstreuen die Bundesregierung und ihre Berater weiterhin jede Hoffnung auf eine rasche Entspannung der Lage. Statt Lockdown-Lockerung bestimmt die Gefahr einer „dritten Welle“ die Agenda. Für Statistikprofessor Gerd Bosbach fehlen dafür bisher belastbare Belege, so wie er überhaupt einen Mangel an Durchblick bei den Krisenmanagern feststellt. Statt wichtige Fragen zum Virus, der Ansteckungswege und Verbreitung zu erforschen, vergeude man Ressourcen bei der Kontaktverfolgung, schicke gesunde Menschen in Quarantäne und schössen in den Altenheimen die Todeszahlen in die Höhe. Im Interview mit den NachDenkSeiten rät der gelernte Mathematiker: „Wir müssen lernen, mit Corona zu leben.“ Mit ihm sprach Ralf Wurzbacher.“
Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=69596

• SPD-Abgeordneter über Corona-Gesetze: "So etwas in sieben Jahren Bundestag nicht erlebt"

„Der SPD-Bundestagsabgeordnete Marcus Held über sein Votum gegen die Novelle des Infektionsschutzgesetzes im November, die fehlende öffentliche Debatte und die Rolle des Parlaments“
Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Corona-Gesetze-So-etwas-in-sieben-Jahren-Bundestag-nicht-erlebt-5046756.html

• Virologe und Drosten-Vorgänger Detlev Krüger kritisiert Lockdown-Politik und fordert Schutz der Risikogruppen

„Der langjährige Leiter des Instituts für Virologie an der Charité, Detlev Krüger, zieht nach einem Jahr Corona-Maßnahmen kritische Bilanz und zeigt auf, wieso eine Ausrottung des Virus kein realistisches Impfziel ist. …
In weiten Teilen der Öffentlichkeit herrschen Angst oder sogar Panik, teilweise Hysterie. Die Gewalt der Bilder nutzend, zoomen Journalisten in das Innere von Intensivstationen oder auf Särge in Krematorien. Angst und Schrecken dürfen aber nicht zum bestimmenden Faktor unseres Lebens werden. Was wir brauchen, ist eine sachliche Diskussion der Probleme in der Wissenschaft und der Gesellschaft. Was wir brauchen, ist nicht der verängstigte und reglementierte Bürger, sondern eine sachlich informierte Öffentlichkeit, deren Mitglieder zu verantwortungsvollem Handeln in der Lage sind. …“
Krüger kritisiert unter anderem, dass der öffentliche Diskurs „durch die irreführende Nutzung von Begriffen erschwert“ wird. Dazu zählt er, dass offiziell und medial die positiv Getesteten fälschlicherweise sämtlich als „Covid-19-Fälle“ und damit als Kranke gemeldet werden. Das tägliche Zählen der nachgewiesenen Neuinfektionen und die daraus berechneten sogenannten „Inzidenzen“ hätten nur begrenzte Aussagekraft. Aus Krügers Sicht sind als Grundlage politischer Entscheidungen der Krankheitswert der Infektion und die Belastbarkeit der Kliniken relevanter. Er fordert eine offenere Diskussion als bisher, „um die besten Strategien im Kampf gegen die Pandemie zu finden. Dabei widerspricht es dem Sinn wissenschaftlichen Denkens und Verhaltens, das Vorbringen ‚unerwünschter‘ Meinungen und Vorschläge reflexhaft zu stigmatisieren.“
Der Virologe bezeichnet es als „wahrlich überlebenswichtig“, den potenziellen Nutzen der einzelnen Lockdown-Maßnahmen gegenüber den Kollateralschäden für die Gesellschaft abzuwägen. Er erinnert: „Es gibt außer Covid-19 noch andere Erkrankungen!“ Für ihn ist nicht die Zahl der festgestellten Neuinfektionen das eigentliche Problem, sondern die Zahl der Infektionen von Alten und Vorerkrankten. Letztere Infektionen würden „mit statistischer Grausamkeit zur Zahl der Patienten in den Kliniken und zu den Todesfällen“ führen. Aus seiner Sicht ist das strukturelle und personelle Problem in der Alten- und Krankenpflege einer der Gründe, „warum ein Virus, das für die große Mehrheit der Bevölkerung ziemlich ungefährlich ist, ein solch riesiges gesamtgesellschaftliches Problem schafft“. Krüger, der Impfungen grundsätzlich befürwortet, warnt vor eine Impfflicht, solange die vorhandenen Impfstoffe noch zu wenig hinsichtlich ihrer Nebenwirkungen und Schadfolgen erforscht sind. „Das Virus am Zirkulieren in der Bevölkerung zu hindern oder es gar ‚auszurotten‘, ist kein realistisches Impfziel.“ Der Virologe erwartet, „dass wir mit CoV-2 – genau wie mit den anderen Viren – noch lange leben müssen“.
Quelle: https://www.cicero.de/innenpolitik/ex-charite-virologe-drosten-vorgaenger-corona-schutz-vulnerablen/plus

• Virologe und Drosten-Nachfolger Hendrik Streeck findet inzwischen Lockdown-Politik richtig – wegen fehlender Daten

Streeck hat am 3. Februar 2021 der Nachrichtenagentur DPA ein Interview gegeben:
„ … Frage: Zugleich betonen Sie häufig, man dürfe die Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche - nicht als alleinigen Maßstab nehmen.
Antwort: Und meine damit, dass man noch weitere Parameter reinnimmt. Natürlich sollte man die Inzidenz nicht über Bord werfen. Aber als Arzt interessiert mich vor allem, ob ein Patient krank wird. Deswegen ist es so wichtig, die stationäre und intensivmedizinische Belegung einzubeziehen. Die Zahl der Neuinfektionen wird nie zuverlässig vergleichbar sein, weil sie von der absoluten Zahl an Tests abhängt - und wir haben zwischendurch die Teststrategie geändert. Wir brauchen also weitere, stabile Parameter.
Frage: Halten Sie denn die momentanen Maßnahmen, den Lockdown, für richtig?
Antwort: Da wir nicht genug über das Infektionsgeschehen wissen, bleibt uns gar keine andere Möglichkeit. Das ist allerdings der Hammer, mit dem wir zuschlagen. Uns fehlen Daten, was man guten Gewissens öffnen kann
In der momentanen Situation halte ich es für richtig, den Lockdown zu halten. Die Mutationen muss man genau ansehen, da sie ein Gefahrenpotenzial bedeuten können – aber heute sind sie dafür nur bedingt ein Argument, weil auch hier noch ausreichend Studien fehlen. …
Es ist leider ein Marathon. Wir dürfen dabei nicht den Fokus verlieren, um was es geht, und sollten unser Leben nicht von Viren bestimmen lassen. Aber ich erlebe wie Sie, dass Angst und Spaltungen entstanden sind, die gesellschaftlich schwierig geworden sind. Doch wir müssen für uns beantworten, wie wir unser Leben mit dem Virus gestalten wollen - denn es wird bleiben. …“
Quelle: https://www.apotheken-umschau.de/Coronavirus/Wie-Hendrik-Streeck-den-Lockdown-sieht-562291.html
Einen Tag später erklärte Streeck im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter anderem:
„ … Wir haben ein Virus, das nicht mehr weggehen wird, und dieses Virus ist leider für einige Menschen tödlich. Was wir dagegen nicht verstanden haben, ist, wo sich die Menschen infizieren und wo die schweren Verläufe entstehen. Der Medizinstatistiker Gerd Antes sagte es vor Kurzem so: „Wir haben nun fast ein Jahr lang wirklich alles versäumt, was als Vorbereitung nötig gewesen wäre.“ Was er damit sagt, ist, dass wir Daten brauchen, um kluge Entscheidungen treffen zu können. Daher bleibt uns bisher als einziges Mittel der Hammer, der Lockdown.
Dass im Herbst die Infektionszahlen steigen, sehen wir jedes Jahr für alle Coronaviren. Was wir im Sommer, auch bei einer Inzidenz von 10, aber nicht geschafft haben, ist, die Übertragung des Virus vollständig nachzuvollziehen. Wir wissen nicht, wie hoch die Übertragungsmöglichkeiten unter Einhaltung von Hygienekonzepten in Bars, Restaurants oder Ähnlichem sind. Die Daten des Robert-Koch-Instituts, sofern sie verallgemeinerbar sind, deuten darauf hin, dass das Risiko nicht sehr groß ist. Stattdessen scheinen die meisten Übertragungen in privaten Haushalten, wo niemand Maske trägt oder Abstand hält, zu geschehen. …
Was wir aber im Sommer versäumt haben, ist zu forschen. Deshalb müssen jetzt Entscheidungen immer noch zu sehr basierend auf Unwissen getroffen werden. …
Ich bin kein Fan des Wortes „alternativlos“, da wir immer Alternativen haben, wenn wir langfristig planen. Aber ja, weil wir nicht gelernt haben, wie sich das Infektionsgeschehen verhält, bleibt uns als einziges Werkzeug im Moment nur dieser Hammer. Das ist auch richtig, wir müssen die Menschen vor hohen Infektionszahlen bewahren. Aber nur, weil wir keine anderen Maßnahmen entwickelt haben. …“
Quelle: https://www.rnd.de/gesundheit/virologe-streeck-im-interview-wir-haben-nicht-gelernt-wie-sich-das-infektionsgeschehen-verhalt-EEKXCCZSZVAZPOCHPIF4H3OFJQ.html
Der Journalist Boris Reitschuster hat am 5. Februar auf einen interessanten möglichen Zusammenhang zwischen Streecks Positionen und seinem Privatleben aufmerksam gemacht:

• Man kennt sich – Personalien in Corona-Zeiten: Gatte von Virologe Streeck wechselt zu Spahn

Noch vor ein paar Wochen kritisierte der Virologe Hendrik Streeck die Corona-Politik der Bundesregierung heftig. ‘Wir dürfen unser Leben nicht von Viren bestimmen lassen‘, forderte er. In einem Interview mit der „Welt“ erklärte er, er sei explizit nicht einverstanden mit der weit verbreiteten These, es sei unmöglich, Risikogruppen gezielt zu schützen: Er verstehe nicht, warum man das nicht wenigstens probiere, „anstatt zu sagen, das geht nicht“. Er klagte über die einseitige Auswahl von Experten durch die Bundesregierung …
Doch kurz darauf schien der Virologe manchen wie ausgewechselt. Für RTL zerriss er Aussagen des Infektionsepidemiologen Sucharit Bhakdi und bezeichnete diesen als „Verschwörungstheoretiker“. Titel: „Nach Video von Prof. Bhakdi: Virologe Prof. Streeck entlarvt Corona-Lügen: ‘Einige Thesen sind brandgefährlich.‘“
Gestern schickte mir eine Mitarbeiterin einen Link auf einen Artikel zu Streeck, ganz verwundert, und mit der Frage, was mit ihm passiert sei. Die Überschrift: „Virologe Streeck: ‘Ich halte es für richtig, den Lockdown zu halten‘“. …
Heute Abend schickte mir eine Leserin einen weiteren Link. Auf einen Artikel von T-Online mit folgender Überschrift: „Streecks Ehemann Zubeil wechselt in Spahns Ministerium.“ Weiter heißt es da: „Paul Zubeil, Partner von Virologe Hendrik Streeck, tritt am Montag eine Stelle im Bundesgesundheitsministerium an. Das bestätigten er und das Ministerium T-Online. …
Zubeil sei bisher tätig gewesen beim Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen in Brüssel (UNPFA). UNPFA widme sich dem Thema Schutz vor Gewalt gegen Frauen und Kinder und Mutterschutz. Und weiter: „Der Fonds ist erheblich auf Spenden unter anderem von der Clinton- und der Gates-Stiftung angewiesen. Der Austausch mit diesen Organisationen ist im Gesundheitsministerium auch in der Unterabteilung für europäische und internationale Angelegenheiten angesiedelt.“ …“
Quelle: https://reitschuster.de/post/man-kennt-sich-personalien-in-corona-zeiten/

• Söder auf allen Kanälen. Warum eigentlich? Kraft welchen Amtes? Kraft seiner vermuteten Rolle bei der Personalplanung der CIA

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass bei unseren Öffentlich-rechtlichen Sendern Markus Söder immer mal wieder unmotiviert eingeblendet oder/und interviewt wird? Siehe dazu 2 Dokumentationen einer Google-Abfrage im Anhang. – Warum ist Söder dann, wenn die Kanzlerin und der derzeitige Sprecher der Ministerpräsidenten, der Berliner Regierende Bürgermeister Müller, die Ergebnisse ihrer Besprechungen verkünden, immer noch mit dabei? Da würde doch Merkel und Müller reichen. Ein mir gut bekannter Berliner Unternehmensberater mit Kontakten zu Superreichen und Super- Einflussreichen schickt gelegentlich seine Einschätzungen an einen kleinen Kreis von Menschen, darunter auch an die Macher der NachDenkSeiten. Seine Einschätzung vom vergangenen Samstag finden Sie im Folgenden. Albrecht Müller.
Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=69586 

• Blick aus den USA zu Merkels Plädoyer für verlängerten Lockdown

Der renommierte Finanzanalytiker Martin Armstrong schreibt in seinem Blog, dass er aus Deutschland erfahre, dass die Zustimmung zur fortgesetzten Lockdown-Politik von Kanzlerin Angela Merkel schwinde – „jetzt, wo Merkel zum ersten Mal ihr Gesicht gezeigt hat“. Er zitiert aus ihrer Fernsehansprache vom 18. März 2020, als sie unter anderem sagte:
„… Lassen Sie mich versichern: Für jemandem wie mich, für die Reise- und Bewegungsfreiheit ein schwer erkämpftes Recht waren, sind solche Einschränkungen nur in der absoluten Notwendigkeit zu rechtfertigen. Sie sollten in einer Demokratie nie leichtfertig und nur temporär beschlossen werden - aber sie sind im Moment unverzichtbar, um Leben zu retten. …“
Armstrong kommentiert das so:
„Angesichts der Todesfälle, die nicht schlimmer sind als die schlimme Grippe, und der tiefen Verstrickung der europäischen Führer mit Klaus Schwab, gibt es keine Rechtfertigung für diese Maßnahmen. Unter den Kommunisten gab es viel mehr Freiheit als das, was jetzt in Europa stattfindet. Merkels Auftritt könnte ihrer Karriere gerade in den Fuß geschossen haben.
Noch NIE in 6.000 Jahren hat eine Regierung ihr Volk wegen eines Virus eingesperrt. Selbst bei der Cholera-Pest in Neapel 1884 stellte die Regierung die Stadt unter Quarantäne, sperrte aber nicht ganz Italien ab.“
Quelle: https://www.armstrongeconomics.com/international-news/germany/merkels-plea-for-extended-lockdowns/
(Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version))
Anmerkung: Martin Armstrong hat erlebt, wie es ist, ins Visier der Mächtigen zu geraten und wie sie mit allen Mittel Existenzen zerstören. Nachsehbar ist das in dem Film „The Forecaster“. Siehe:
https://www.epd-film.de/filmkritiken/forecaster

Montag, 18. Januar 2021

Nachrichtenmosaik Corona – Folge 21

Gesammelte Informationen und Nachrichten zur Corona-Krise
(persönliche Anmerkungen von mir sind kursiv gesetzt)

• Virologe Hendrik Streeck : „Wir tappen im Dunkeln“

Der Virologe Hendrik Streeck hält weder den Inzidenzwert noch die tägliche Zahl der Neuinfektionen für sinnvolle Richtwerte bei der aktuellen Corona-Strategie. Im Interview erklärt er außerdem, warum die zweite Impfdosis nicht herausgezögert werden sollte und warum es angesichts der Mutation aus Großbritannien keinen Grund gebe, in Panik zu geraten.
Streeck: … Wie schon erwähnt ist die Aussagekraft der gemeldeten Neuinfektionen gering, der Wert wird nicht zuverlässig ermittelt. Am 3. November ist die Teststrategie angepasst worden – seitdem werden nur noch symptomatische Fälle getestet, die auch Kontakt zu Infizierten hatten. Dieser Wert ist nicht vergleichbar mit dem im Sommer, wo wir die Dunkelziffer durch massives Testen viel besser ausgeleuchtet haben. Außerdem verzerren die Antigentests, die nicht erfasst werden, das Bild. Die aktuellen Zahlen der Neuinfektionen vermitteln daher ein falsches Bild und sollten aus meiner Sicht daher nicht dem Zweck politischer Entscheidungen dienen. …
Quelle: https://rp-online.de/panorama/coronavirus/corona-in-nrw-virologe-streeck-ueber-impfung-und-mutation_aid-55658505

• BKK-Chef Knieps: „Im Kanzleramt herrscht in Sachen Corona Bunkermentalität“

Der Chef des Betriebskrankenkassen-Verbandes, der viele Jahre mit Kanzlerin Merkel in der Regierung zusammengearbeitet hat, kritisiert die Corona-Politik von Bund und Ländern scharf.
Franz Knieps spricht von gravierenden politischen Fehlentscheidungen, von falschen Zahlen und Zielen.
Er fordert unter anderem, die Schulen umgehend wieder zu öffnen.
Quelle: https://www.rnd.de/politik/bkk-chef-knieps-kritisiert-corona-politik-im-kanzleramt-herrscht-bunkermentalitat-7DRGYYDUJFEIPFUKNT2JN34HOE.html

• Boris Palmer kritisiert "kopflose Lockdown-Debatte"

Eine "kopflose Debatte über härtere Maßnahmen" kritisiert Boris Palmer, Oberbürgermeister der Stadt Tübingen. "Viele Todesfälle werden auch durch den Lockdown nicht verhindert", sagt der Grünen-Politiker bei "19 - die DUB Chefvisite". Palmer findet es "verräterisch, dass nur über schärfere und nicht über wirksamere Maßnahmen" gesprochen werde. Es gebe zum Beispiel "keine Belege" für eine erhöhte Infektionsrate in Deutschland durch die zuerst in England aufgetretene Coronavirus-Mutation. Trotzdem gehe es bereits jetzt um eine Verlängerung des Lockdowns bis März - "nur aufgrund einer Vermutung". …
Quelle: https://www.presseportal.de/pm/102491/4813275 

• Franziska Augstein: „Fortgeworfen vom Staat“

Grundrechte außer Kraft, Alte isoliert, Kinder ohne Bildung: Wie Covid-19 die Werte beschädigt, die das deutsche Gemeinwesen ausmachen.
… Was für die Öffentlich-Rechtlichen gilt, trifft auch auf viele andere Medien zu: Angstmache war und ist Programm. Jene Fachmediziner, die nach Auffassung von Journalisten Covid-19 nicht ernst genug nahmen, bekamen gelegentlich ein wenig Raum, ihre Ansichten darzulegen. Aber prominent wurden jene vorgestellt, die über Covid-19 reden, als befänden wir uns im 14. Jahrhundert und es handele sich um die Pest. So musste beim Publikum der Eindruck entstehen, jedes Opfer sei zu bringen, um dieser tödlichen Krankheit zu entgehen. …
Quelle: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/fortgeworfen-vom-staat-a-1f15a237-154f-4118-a015-e75df6ec633a 

• Panikorchester in der Endlosschlaufe

Es gab selten ein derart dominantes Medienthema wie die Corona-Krise. Die Medien haben mit ihrer Berichterstattung politischen Aktivismus und überzogene Maßnahmen begünstigt.
Das Coronavirus, seine Mutationen, das Drama um die Impfstoffbeschaffung und -verteilung sowie die verlängerten und verschärften Lockdowns halten uns weiter in Atem. Es gibt nur einen blinden Fleck: welche Rolle der Journalismus, zuvörderst die Leitmedien und das öffentlich-rechtliche Fernsehen, im ersten Pandemiejahr gespielt hat. Das wurde zu wenig ausgeleuchtet. Stattdessen wurden wir fast täglich mit Informationen dazu überschüttet, wie sich in den sozialen Netzwerken Desinformation und Verschwörungstheorien ausbreiten.
Zwar hat die Art und Weise, wie Leitmedien über die Corona-Krise berichten, nicht die Pandemie ausgelöst. Sie hat aber ganz gewiss die Erwartung mit erzeugt, eine Pandemie sei durch politische Massnahmen «kontrollierbar», und sie hat damit die angeblich «alternativlosen» politischen Reaktionen auf Covid-19 in den westlichen Demokratien mitgeprägt. …
Wir haben es fraglos mit einem Berichterstattungs-Overkill zu tun. Quantität ist in eine neue Qualität umgeschlagen. Zwar funktioniert so Aufmerksamkeitsökonomie. Aber das Problem dabei ist eben, dass Medienprofis uns über den Weltlauf informieren sollten – und offenbar nicht sehen wollen, was sie mit ihrem Tunnelblick anrichten.
Denn Politik agiert nicht im luftleeren Raum. So wie die Medien liefern, was ihre Nutzer wollen, kümmern sich Politiker um ihre Wähler. Diese wiederum laufen, vom Virus und von den Medien eingeschüchtert, eher dem strammen Markus Söder hinterher als dem vergleichsweise zaudernden Politikertyp eines Armin Laschet. …
Quelle: https://de.ejo-online.eu/qualitaet-ethik/panikorchester-in-der-endlosschlaufe

Doch all die kritischen Stimmen, sach- und fachkundig, und deren Argumente interessieren die Regierenden und ihre Helfershelfer nicht:

• Vize-Kanzler Scholz rechnet mit Lockdown bis Mitte Februar

Längerer Lockdown, nächtliche Ausgangssperre, FFP2-Maskenpflicht: All das will Vize-Kanzler Scholz im rbb-Interview nicht ausschließen. Am Dienstag beraten genau darüber Bund und Länder. Auch das Thema Home-Office wird dabei eine große Rolle spielen.
Quelle: https://www.rbb24.de/content/rbb/r24/politik/thema/corona/beitraege/2021/01/corona-regeln-shutdown-verschaerfung-verlaengerung-ffp2-maskenpflicht.html
Die Begleitmusik kommt unter anderem vom Bundesgesundheitsminister:

• Spahn warnt vor Gefahr von mutierten Viren

Dass sich ein Virus mit der Zeit verändert, sei normal. Doch dass es dabei so viel ansteckender werde, beunruhigt den Bundesgesundheitsminister. Jetzt will er die Labore dazu verpflichten, mehr Proben genetisch zu untersuchen.
Quelle: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/jens-spahn-warnt-vor-gefahr-von-corona-mutationen-17151850.html
Auch die machtorientierten Medien bieten Begleitmusik und verbreiten faktischen Unsinn entgegen aller Expertenwarnungen:

• Sicherer unterwegs mit FFP2-Masken

In der Corona-Krise schlägt jetzt die Stunde der FFP2-Maske, die nicht nur die Mitmenschen, sondern auch den Träger selbst vor Viren schützt. Apotheker-Preise muss dafür niemand zahlen, und mehrmals verwenden kann man sie auch.
Quelle: https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/wirtschaft/corona-krise-sicherer-unterwegs-mit-ffp2-masken-17151035.html

• Österreich als Vorbild?

"Düsterer Ausblick": Was der bis 7. Februar verlängerte Lockdown bedeutet
Kanzler Kurz rechnet mit "zwei bis drei harten Monaten". Ab 25. Jänner gilt: Zwei Meter Abstand und FFP2-Masken-Pflicht in Handel und Öffis. Schulschichtbetrieb ab 8. bzw. 15. Februar
Quelle: https://www.derstandard.at/story/2000123363091/duesterer-ausblick-was-der-verlaengerte-lockdown-bis-7-februar-bedeutet?ref=article

• Initiative „#ZeroCovid“ fordert auch Shutdown der Wirtschaft

Der aktuelle Lockdown geht Unterstützern der Initiative #ZeroCovid nicht weit genug.
Wissenschaftler, Aktivisten und Gesundheitspersonal fordern, Kontakte auch am Arbeitsplatz einzuschränken.
Für Einkommensschwache plant die Initiative ein soziales Rettungspaket.
Quelle: https://www.rnd.de/gesundheit/zerocovid-initiative-fordert-radikalen-shutdown-auch-fur-die-wirtschaft-EH4IOYUHQD3NWFXKXXON65R7S4.html

• Datenboulevardjournalismus der taz zu Corona

Nach fast einem Jahr Corona-Datenberichterstattung ist weiterhin zu beobachten, dass in zahlreichen Redaktionen viel Halbinformiertheit über Infektionszahlen und Co. verbreitet ist und folglich auch von ihnen verbreitet wird. Zur Klarheit und Beruhigung im Diskurs über die Lage trägt das nicht bei; vielmehr schürt es Aufgeregtheit und Verwirrung.
Jüngst lieferte die “taz” ein anschauliches Beispiel dafür. …
Quelle: https://www.datenjournalist.de/datenboulevardjournalismus-der-taz-zu-corona/


Doch selbst alternative und grundsätzlich kritische Medien folgen oft den offiziellen Sichtweisen auf die Corona-Krise und die Pandemie und diffamieren andere Sichtweisen und Erklärungen dafür. Ein Beispiel lieferte das Schweizer Online-Magazin „Infosperber“ am 17. Januar 2021 mit diesem Beitrag:

• „Schweizer Chefärztin verbreitet Hirngespinste zu Corona“

Darin heißt es unter anderem:
„Für eine Chefärztin einer Schweizer Privatklinik ist die Corona-Pandemie nur ein Ablenkungsmanöver für eine Verschwörung.
… Petra Wiechel stellt die Corona-Pandemie als Weltverschwörung dar. Sie schreibt: «2020 sollten wir als Menschen einer viralen Bedrohung gegenüberstehen, die so nie existiert hat! Sie ist eine politisch inszenierte Pandemie, dessen (sic) Werkzeug heute Covid 19 ist und morgen Covid 21.» Damit nicht genug: «Heute wissen wir um die Ursachen dieser weltweiten Pandemie, doch niemand erklärt sie uns aufrichtig und offen. Norwegen, als einziges nicht verschuldetes Land, schaut entspannt auf die Welt. Alle anderen Staaten sind hoch finanziell (sic) verschuldet und damit erpressbar geworden. Corona ist das grosse geplante Ablenkungsmanöver im Rahmen eines weltweiten wirtschaftlichen Umbruchs.»
Weiter sieht Wiechel einen Zusammenhang zwischen Covid-Erkrankungen und 5G-Mobilfunkstrahlung und bedient damit gleich die nächste Verschwörungs-Fantasterei. …“
Quelle: https://www.infosperber.ch/gesundheit/schweizer-chefaerztin-verbreitet-hirngespinste-zu-corona/
Nein, keinerlei Diskussion oder faktenbasierte Widerlegung ihrer Thesen, sondern Diffamierung folgt dem, auch auf Grund der Sicht der Ärztin auf Krankheiten, die nicht unbedingt der Schul- und Pharma-Medizin folgen. Eine Reihe von Kommentaren unter dem Beitrag sehen das ähnlich. So geht es zu, nicht nur in der Schweiz …

Sind die Corona-Maßnahmen gegen Covid-19 wirkungslos, wenn die gemeldeten Zahlen mal unhinterfragt akzeptiert werden, aber gegen Influenza erfolgreich? Die Frage stellt sich angesichts solcher Meldungen:

• Aktuell kein einziger Influenza-Fall in Österreich

Grund für das Ausbleiben von Ansteckungen seien die Corona-Maßnahmen, sagen Experten. Im letzten Jahr starben 840 Menschen an der Grippe
Quelle: https://www.derstandard.at/story/2000123371774/2021-noch-kein-einziger-influenza-fall-in-oesterreich?ref=article

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Nachrichtenmosaik Corona – Teil 7

 • Virologe Streeck empfiehlt Rückkehr zur Lebensnormalität

Das Magazin The European berichtet in seiner Online-Ausgabeam 5. Oktober von einem Vortrag des Virologen Hendrik Streeck auf einem Kongress in Hamburg Anfang Oktober:

„Der Direktor des Instituts für Virologie an der Uniklinik Bonn, Hendrik Streeck kritisiert, dass es in Deutschland im Kampf gegen die Corona-Pandemie ‚zu viel Angst‘ gebe. Das Risiko der Krankheit sei inzwischen gut kalkulierbar und legitimiere eine übertriebene Verbotspolitik nicht mehr, sagte Streeck auf dem Wirtschaftsforum ‚Neu Denken‘ in Hamburg.

Streeck erklärte, man habe in Deutschland derzeit eine völlig normale Sterblichkeitsrate. Bei der Hitzewelle 2018 und bei der Grippewelle 2017 habe man sehr viel deutlicher eine Übersterblichkeit gesehen. ‚Wir haben es mit einem ernstzunehmendes Virus zu tun, aber wir dürfen dieses Virus nicht mehr über-dramatisieren.‘

Streeck wies daraufhin, dass die Sterblichkeit von Corona-Infizierten sehr viel niedriger sei als man das im Frühjahr befürchtet hatte. ‚Dieses Virus ist tödlich nur für wenige. Genauso wie viele andere Viren auch,‘ meinte Streeck. Die zunehmenden Erkenntnisse der Wissenschaft sollten Mut machen: Es gebe fast keine Übertragung über Gegenstände. Auch gebe es im normalen Alltagsgeschäft – etwa im Einzelhandel – wenig Ansteckungsrisiken. Viele Infektionen verliefen komplett ohne Symptome. Nur noch fünf Prozent der Infizierten bräuchten überhaupt eine klinische Versorgung, weitaus weniger gar eine intensivmedizinische. …

Streeck plädiert für ein Ende des Krisen- und Panikmodus, der Umgang mit dem Virus müsse zur in ein normales Risikohandling wie bei vielen anderen Risiken des Lebens auch übergehen. Ängste zu schüren sei der falsche Weg, weil man damit die Gesellschaft spalte und die Akzeptanz für eigenverantwortliche Achtsamkeit schwäche. Maskenpflichten etwa an der frischen Luft seien unsinnig. ‚Wir brauchen einen Wechsel im Krisenmanagement. Wir dürfen die Krise nicht verwalten, sondern müssen Lösungen finden. Sorgsam pragmatische Lösungen‘, empfiehlt der Virologe.  Die Infektionszahlen dürften nicht mehr im Haupt-Fokus stehen. …“ 

Ähnlich hatte sich Streeck am 1. Oktober 2020 in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ geäußert, wie die bayrische Zeitung Merkur berichtete

Und während Streeck mahnt, die Infektionszahlen nicht zum alleinigen und angstmachenden Maßstab zu machen, macht die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) online am 6. Oktober 2020 genau das in einem Bericht über seine jüngsten Äußerungen:

Virologe Streeck rechnet mit massivem Anstieg der Infektionszahlen
… Der Bonner Virologe Hendrik Streeck rechnet mit einem massiven Anstieg der Infektionszahlen. Gleichzeitig betonte er, dass die Zahl der Neuinfektionen allein kein Grund zur Sorge sei. ‚20.000 Neuinfektionen pro Tag, das klingt erstmal nach Apokalypse, aber im Grunde sollte uns das keine Angst machen, weil ein milder Verlauf oder ein Verlauf ohne Symptome nicht so stark zum Infektionsgeschehen beiträgt‘, sagte der Virologe in der Sendung ‚ARD extra‘. Man müsse nun eine ‚achtsame Normalität‘ finden, in der jeder Mensch im Falle eines schweren Verlaufs die bestmögliche Versorgung habe. ‚Dieses Virus kann nicht mehr aus dem Menschen ausgetrieben werden und wir müssen anfangen mit dem Virus zu leben‘, so Streeck. …“ 

• Trotz Streeck: Deutsche müssen wohl noch Jahre mit Abstand und Masken leben, sagen Experten – trotz Impfstoff

„…Wie BW24* berichtet, könnten Deutsche trotz Impfstoff noch Jahre mit Maskenpflicht und Mindestabstand leben müssen. Das sagen Mitglieder der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts und verweisen auf die lange Zeit, die es dauern würde, bis ein relevanter Prozentsatz der Bevölkerung geimpft sei. …“
Merkur, 6.10.2020

• Und was meint Drosten, der mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnete Angstverbreiter …

Die Zeitung Merkur berichtet am 6. Oktober 2020 in ihrer Online-Ausgabe, wie der Virologe Christian Drosten die Entwicklung einschätzt:

„... Zwar ist die Mundschutzpflicht an die Entwicklung der Infektionszahlen gebunden – und diese können nicht vorhergesagt werden. Doch so manche Prognose ist in Umlauf, wie lange wir den Mundschutz voraussichtlich noch tragen werden. Auch Covid-19-Experte Christian Drosten, Institutsdirektor an der Charité in Berlin mit Forschungsschwerpunkt Virologie, nennt ein mögliches Szenario – das vielen nicht gefallen dürfte.
So blickt Virologe Drosten, der den weltweit ersten Corona-Diagnostiktest entwickelte, wenig optimistisch in die Zukunft: ‚In anderen Teilen der Welt (Anmerkung d. Redaktion: etwa Deutschland), in denen das Konzept darin besteht, eine weit verbreitete Virusübertragung zu vermeiden und auf den Einsatz eines Impfstoffs zu warten, können wir damit rechnen, dass wir bis Ende 2021 Masken tragen werden. Es ist unmöglich, genaue Vorhersagen zu machen, aber das nächste Jahr wird ein Jahr sein, in dem wir Masken tragen‘. Auch ein rascher Einsatz eines Impfstoffes würde Drosten zufolge nichts daran ändern: ‚Denn auch wenn wir mit den Impfungen beginnen, wird der größte Teil der Bevölkerung weiter Masken tragen müssen‘. Zwar ist Virologe Drosten zuversichtlich in Hinblick auf eine Covid-19-Impfung: ‚Im nächsten Jahr werden wir Impfstoffe haben‘, sagt er im Interview mit der Deutschen Welle. Jedoch kann es Drosten zufolge bis Ende nächsten Jahres dauern, bis bestimmte Teile der Bevölkerung damit versorgt werden können – daher auch die noch lange andauernde Empfehlung, Masken zu tragen. …“

In einem Interview mit Zeit online, veröffentlicht am 6.Oktober 2020, sagt der Ordens-Virologe unter anderem, dass er weiter Angst hat …:

„…Wenn ich den Pandemieverlauf betrachte, bin ich in einem Zustand der gespannten Aufmerksamkeit. Wir befinden uns in einer Phase, in der es vonseiten der Medizin keine größeren Probleme gibt – im Sinne überfüllter Krankenhäuser und Intensivstationen –, in der wir aber aufpassen müssen, dass es dazu auch nicht kommt. Bei diesem Virus muss man früh reagieren. …

ZEIT ONLINE: Das wichtigste Kriterium, ob strengere Maßnahmen eingeführt werden, ist weiterhin die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen. Aber nicht jede davon führt zu einer schweren Erkrankung. Wissenschaftler wie Hendrik Streeck fordern deshalb, stärker auch andere Kriterien mit heranzuziehen, etwa die Zahl der Krankenhauseinweisungen oder die Testpositivenrate, wie es etwa schon in Österreich passiert. Hielten Sie das für sinnvoller als die aktuelle Hotspotstrategie?

Drosten: Es stimmt natürlich: Nicht jeder Covid-19-Fall ist für das Ausbruchsgeschehen oder medizinisch gesehen gleich relevant. Die Fallsterblichkeit unterscheidet sich zwischen den Altersgruppen sehr stark. Alte Menschen sterben im Schnitt viel häufiger an einer Covid-Erkrankung als junge, auf die in den letzten Monaten besonders viele Infektionen entfielen. Ich kann deshalb verstehen, dass man gern einen Zusatzindikator hätte, etwa die Bettenbelegung. Mein Einwand ist, dass die Neuinfektionen selbst schon ein nachlaufender Parameter sind. …

Ich halte das Prinzip der Vorquarantäne für eine gute Idee. Also dass Menschen einige Tage, optimalerweise eine Woche, vor dem Familienbesuch mit Oma und Opa soziale Kontakte so gut es geht vermeiden. …

Ich kann auch nachvollziehen, dass Dinge verschleißen und dass man über den Sommer die Lage nicht ernst genommen hat, weil die Krankheit nicht so stark sichtbar war. Aber nun zeigt den Menschen der Blick ins europäische Ausland, dass es auch wieder schwierigere Situationen geben kann. Vielleicht sollten wir auch mehr auf die Südhalbkugel schauen, die den Winter schon hinter sich hat. Argentinien zum Beispiel, ein Land mit ähnlicher Altersstruktur wie Deutschland, hat die Pandemie trotz eines langen Lockdowns nur schwer unter Kontrolle gebracht. …

Dass die Bundeskanzlerin vor der Kamera schrittweise eine Verdoppelung der Fallzahlen vorrechnet, finde ich gut. ... Ein Wort von sehr hoher Stelle hat da einfach eine große Reichweite, und die Botschaften sind simpel. Es ist aber wichtig, dass sie gesendet werden.

ZEIT ONLINE: Müssten nicht auch Hausärztinnen und -ärzte die Menschen hier besser aufklären?

Drosten: Ja, das müssten sie unbedingt. Allerdings wundere ich mich manchmal schon, dass von dieser Seite bei der Aufklärung der Patientenschaft nicht nur Unterstützung kommt, sondern dass einzelne Niedergelassene offenbar Schutzmaßnahmen wie etwa Masken nicht für nötig halten oder in manchen Fällen sogar gezielt untergraben. …

die Daten bestätigen, dass die Sterblichkeit an Covid-19 mit dem Alter enorm zunimmt (MedRxiv: Levin et al., 2020). Es ist ein Virus, das in den letzten zehn Berufsjahren wirklich gefährlich wird – gar kein Vergleich mit der Influenza. Und das dann in den ersten zehn Rentenjahren absolut zu vermeiden ist. Diese Menschen dürfen sich nicht infizieren. Das muss diese Altersgruppe verinnerlichen und das ist noch nicht in ausreichendem Maße passiert, denke ich. …

Die krank machende Wirkung des Virus hat sich nach Datenlage nicht verändert, nur die Verbreitungsfähigkeit, und das minimal. Und so wird es wohl auch in nächster Zukunft bleiben. …

Es wird im nächsten Jahr ein Nebeneinander geben: Wir werden verschiedene Impfstoffe haben, die vielleicht sogar unterschiedlich wirksam sind und mit denen sich Teile der Bevölkerung impfen lassen können. Gleichzeitig werden aber Kontaktbeschränkungen und AHA-Regeln weiter wichtig bleiben.

Auch wenn wir sehen würden, dass aus einem völlig unerfindlichen Grund die Entwicklung eines Impfstoffs nicht gelingt, würde man auf Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen setzen. Das Virus würde andernfalls wieder harte Gegenmaßnahmen erzwingen, einfach weil es nicht tragbar ist, in einer Gesellschaft mit unserem Altersprofil diese Krankheit durchlaufen zu lassen. Die vergangenen und derzeitigen Maßnahmen stehen daher nicht infrage.

Das Wichtigste für mich ist wirklich, dass die meisten Menschen den Maßnahmen zustimmen – auch wenn es immer noch mehr sein könnten. Aber natürlich: dass der Bundespräsident mir und anderen wie dem Pianisten Igor Levit und der Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim das Bundesverdienstkreuz verleiht, ist noch einmal ein deutliches Zeichen. Dafür, dass es richtig gefunden wird, was wir machen. Das beruhigt mich in den Momenten, in denen ich angegriffen werde. Es macht mir immer wieder klar: Es ist schon richtig, was ich tue. …“ 

• Und was sagt die Statistik zum Beispiel über die Todesfallzahlen …

Das verrät unter anderem die Informationsplattform Corona Transition aus der Schweiz in einem Beitrag am 6. Oktober 2020 über die deutschen Zahlen, die Drosten „in einem Zustand der gespannten Aufmerksamkeit“ halten:

Todesfallzahlen in Deutschland verharren seit vier Monaten auf tiefem Niveau
Die aktuelle Datenauswertung von Statista belegt: Trotz Zunahme der Anzahl positiv Getesteter gibt es keinen signifikanten Anstieg der Todesfälle mit Covid-19.
Die Auswertung der Zahlen zu Covid-19 durch Statista zeigt auf, daß es spätestens seit Anfang Juni keinen signifikanten Anstieg der täglichen mit Covid-19 assoziierten Todesfälle mehr gibt. Die nachfolgende Grafik belegt auch, dass dieser Trend anhält, obwohl die ‚Neuinfektionen‘ – korrekt formuliert: die positiv Gestesten – statistisch betrachtet zunehmen. In der Grafik werden sie fälschlicherweise als ‚Krankheitsfälle‘ bezeichnet. …“ 

• Schweiz: Oberster Züricher Arzt sieht Maskenpflicht nur als symbolischen Akt

Bereits am 26. August 2020 berichtete die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) über die Sicht des Hausarztes Josef Widler , Präsident der Zürcher Ärztegesellschaft und damit  Vertreter von 6.000 Medizinern, auf die Pandemie und die Corona-Politik:

„…Widler kämpft öffentlich gegen die Angst vor Corona. Er glaubt, dass wir lernen müssen, mit dem Virus zu leben. Anstatt für strengere Lockdown-Massnahmen warb er für Vernunft. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund – und kritisiert auch die Gesundheitsdirektion.
Es ist nicht erstaunlich, dass gerade ein Hausarzt gegen den aus seiner Sicht ängstlichen Umgang mit dem Virus kämpft. Wer viele alte Menschen betreut, wird häufig mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert. …

In der Krise gingen die Menschen deutlich weniger zum Hausarzt. ‚Wir haben viel zu spät bemerkt, dass die Leute aus Angst mit ernsthaften Sachen nicht mehr zu uns gekommen sind‘, sagt Widler beim Gespräch in der Hausarztpraxis in Zürich Altstetten. Das sehe man am deutlichen Rückgang der gemeldeten Herzinfarkte und Hirnschläge. Einer seiner Patienten meldete sich beinahe zu spät wegen eines geplatzten Blinddarms. …
Widler kritisiert die Praxis, Pflege- und Altersheime in der Krise abzuschotten. ‚Wir schützen die Alten zu Tode‘, mahnt er. ‚Wenn das Grosi seinen Enkel ein halbes Jahr nicht sehen kann, ist das auch nicht so gesund.‘

Bei der Arbeit beobachtet er die Folgen des Lockdown. Die Isolation und die Angst setzten den Menschen zu. Angsterkrankungen träten häufiger auf. ... ‚Waren es die psychischen Schäden bei den alten Leuten wert, die Infektionen niedrig zu halten?‘, fragt Widler. ‚Ich finde nicht.‘ …

‚Testen, testen, testen‘ als Konzept hält er für falsch, denn als Arzt interessiere er sich nicht für die positiv Getesteten, sondern für die Kranken. …

Er stört sich daran, dass die Verwaltung den Ärzten Entscheidungen aufgedrückt habe und dass ‚Juristen und Polizisten‘ über die Gesundheit der Bevölkerung entscheiden würden. …

Früh in der Krise schloss Widler sich der damaligen Haltung des Bundesamts für Gesundheit an, dass Masken eine falsche Sicherheit vorgaukelten, weil man damit nicht primär sich selbst, sondern vor allem das Gegenüber schütze. Die meisten Ansteckungen, sagt Widler, erfolgten im eigenen Haushalt, darauf müsse man sich konzentrieren. Es gebe keine Zahlen zu Ansteckungen im öffentlichen Verkehr. ‚Das Tamtam, das man um die Maskenpflicht macht, ist momentan nicht richtig.‘

Deshalb hält er auch die nun beschlossene Tragpflicht in den Läden für ‚eher nicht so gescheit‘. Ihm fehle schlicht eine stichhaltige Begründung dafür, es handle sich wohl eher um einen symbolischen Akt. Der grosse Nutzen der Masken sei nicht belegt, ‚Tatsache ist ja zumindest, dass die Zahlen nicht gesunken sind, seit alle Leute im öV Masken tragen‘. Die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln sei viel zentraler. …

Seine lockere Art, mit der Krise umzugehen, eckt an. Nach Fernsehauftritten wurde Widler vorgeworfen, er verharmlose das Virus – auch von Ärzten. Widler sagt: ‚Covid-19 ist eine ernsthafte Krankheit, ich will dies überhaupt nicht bagatellisieren, aber Angst bringt nichts.‘ …“ 

Anmerkung: Widler ist Hausarzt, also einer von jenen, die der Ordens-Virologe so kritisiert.

• Die Reichen werden immer reicher – auch dank der Pandemie

Unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet am 7. Oktober 2020 über neue Erkenntnisse zu den Superreichen dieser Welt:
„Das Virus bringt Elend und Armut in die Welt. Unternehmen gehen Pleite, Arbeitsplätze verloren. Das ist die eine Seite der Pandemie. Auf der anderen Seite steht der Glanz jener Unternehmen, die von der Corona-Krise profitieren. Dies sind vor allem die Vorreiter aus der digitalen Welt, die mit zerstörerischer Kraft lang etablierte Geschäftsmodelle zum Kollaps bringen. Diesen Trend gab es schon vor Corona. Aber das Virus hat ihn beschleunigt.

… Nach einer Studie der Schweizer Großbank UBS und der Beratungsgesellschaft PWC sind die Vermögen der Ultrareichen bis Ende Juli 2020 auf ein neues Allzeithoch von 10,2 Billionen Dollar geklettert. Damit ist der bisherige Höchststand von 8,9 Billionen Dollar, der Ende 2017 erreicht wurde, deutlich übertroffen worden. Die Zahl der Milliardäre ist seither um 31 auf 2189 gestiegen. Davon leben 119 in Deutschland. 

Die Auswertung der Daten von mehr als 2000 Milliardären in 43 Ländern zeigt, dass die Superreichen nach dem Absturz der Börsenkurse im März in stark unterschiedlichem Ausmaß von dem danach folgenden Wiederaufschwung profitiert haben. An der Spitze der Erholung stehen die Milliardäre, die in der Technologie- und Gesundheitsbranche unterwegs sind. Deren Vermögen stiegen von Anfang April bis Ende Juli 2020 um 41 und 36 Prozent. Dies korreliert mit den gestiegenen Börsenkursen von Unternehmen wie Amazon, Netflix, Tesla und Facebook. Der Amazon-Gründer Jeff Bezos ist mit einem Vermögen von 189 Milliarden Dollar der reichste Mensch der Welt gefolgt von Bill Gates (124 Milliarden Dollar), Elon Musk (103) und Mark Zuckerberg (100). …“ 

Das Handelsblatt meldet dazu am selben Tag:
„…In Deutschland stieg das Nettovermögen der Ultrareichen nach einem Einbruch zu Beginn der Corona-Pandemie bis Ende Juli auf 594,9 Milliarden Dollar. Bei der letzten Untersuchung (Stichtag März 2019) waren es 500,9 Milliarden Dollar. Der Club der Superreichen wuchs seitdem von 114 auf 119 Mitglieder.
Den größten Zuwachs erzielten die deutschen Dollar-Milliardäre nach Ausbruch der Pandemie in den Bereichen Technologie (plus 46 Prozent), Gesundheitswesen (plus 12 Prozent) und Finanzwesen (plus 11 Prozent). Technologie-Pioniere wie Tesla-Lenker Elon Musk oder der chinesische Pharma-Unternehmer Zhong Huijhan konnten ihre Vermögen sprunghaft steigern. …“ 

• Und wie sieht es auf der Seite der Armen aus?

Das berichtete die Berliner Zeitung am 1. Oktober dazu:
Mehr Corona-Opfer durch Lockdown als durch das Virus: In Afrika wurden die Krisen massiv verschärft
… Detlef Müller-Mahn ist Professor für Humangeographie an der Universität Bonn und Sprecher des Sonderforschungsbereichs „Future Rural Africa“ der Universitäten Bonn und Köln, der sich mit der Zukunft des ländlichen Afrikas befasst. ...

Über unmittelbare Auswirkungen des harten Corona-Lockdowns kann der Geograf unter anderem aus dem östlichen Afrika berichten. ‚Was wir beobachten, ist eine massive Störung von Stadt-Land-Beziehungen als Folge des Lockdowns‘, sagt Müller-Mahn. Die Händler seien nicht mehr auf die Dörfer gefahren, um Gemüse zu kaufen. In den Städten habe es daraufhin eine Verknappung der Nahrungsmittel und eine Explosion der Preise auf das Zwei- bis Dreifache gegeben. Ein großer Teil der Bevölkerung könne sich bestimmte Nahrungsmittel und auch Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten. Der Lockdown sei auch genau zu jener Zeit passiert, als die Bauern dabei waren, die Felder für die nächste Aussaat vorzubereiten. Sie hätten dringend Dünger und Saatgut gebraucht, die nicht geliefert wurden. Neben den Nahrungssystemen seien also auch die Versorgungsketten unterbrochen worden. ‚Wir können noch gar nicht genau sagen, welche Konsequenzen das haben wird‘, sagt Detlef Müller-Mahn. Er sieht potenziell langfristige Auswirkungen, etwa durch ein wachsendes Misstrauen der Landbevölkerung gegenüber dem Staat, den Städten und städtischen Händlern.

Eine weitere Folge des Lockdowns: ‚Durch den fast kompletten Zusammenbruch des Tourismus haben viele Länder in Afrika eine wichtige Einnahmequelle verloren‘, sagt Müller-Mahn. Für Länder wie Namibia zum Beispiel sei das ein Desaster. Zumal das Land durch fortgesetzte Dürren ohnehin schon massive Probleme gehabt habe. Die Viehproduktion liege am Boden. Und an jedem Beschäftigten des Tourismus hingen zehn Familienangehörige, die von ihm leben. ‚Wir können das Ausmaß des wirtschaftlichen Einbruchs noch nicht genau bestimmen. Aber er wird wohl verheerend sein, in ganz Afrika.‘ …“

Dienstag, 29. September 2020

Nachrichtenmosaik Corona – Teil 5

• Steingart: Politik will weiter Retter spielen und betreibt dazu Panikmache

Aus dem MorningBriefing des Journalisten Gabor Steingart vom 25. September 2020:

„Europas größte Volkswirtschaft wird derzeit nicht nach Umsatz und Gewinn gesteuert, sondern nach dem R-Faktor. Deutschland erlebt die zweite Welle dessen, was Botho Strauß ein Erregungsgewitter nennt.
Die Kanzlerin sagt: »Man muss die Zügel anziehen, um bei Corona nicht in ein Desaster reinzulaufen.«
Der Virologe Christian Drosten souffliert ihr: »Die Pandemie wird jetzt erst richtig losgehen. Auch bei uns.«
Damit ist der Ton gesetzt. Deutschland wird in den emotionalen Lockdown geschickt, derweil die Intensivbetten deutlich unterhalb der Auslastungsgrenze belegt sind. Auch die Zahl der Neuinfektionen bewegt sich, trotz einer Vervielfachung der Testkapazitäten, unterhalb jener Zahlen, die im März gemeldet wurden. Damals waren es bis zu 6294 Neuinfektionen pro Tag, gestern lag diese Kennziffer laut Robert-Koch-Institut bei 2143.
Doch mit der Brille der Virologen betrachtet, lauert Gevatter Tod überall; im Fahrstuhl, im Reisebus, in der Konzerthalle. Aber auch in der Schule, am Fließband und im Einzelhandelsgeschäft halten sich die Killerviren versteckt und zirkulieren bösartig vor sich hin. Der andere ist nicht mehr zuerst Freund oder Kollege, Opa oder Liebhaber, sondern ein Infektionsherd.
Die Politik ist auch sieben Monate nach dem Ausbruch der Pandemie offenbar zu keiner realpolitischen Güterabwägung bereit, die medizinische, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Folgen zueinander ins Verhältnis setzt. Das Virus wird medial vergröbert und vergrößert, wodurch alle anderen Belange des Menschen geschrumpft werden.
Armageddon hat Hollywood in Richtung Berlin verlassen. Der Staat gefällt sich in der Retterpose. Und Chef-Virologe Drosten funktioniert als das, was Botho Strauß in „Lichter des Toren. Der Idiot und seine Zeit“ als „Behauptungshäuptling“ beschrieb….
Der Staat will sich jetzt spüren. Er will retten, er will verbieten und beides, das Gerettete und das Verbotene, möchte er anschließend engmaschig kontrollieren. Neue Berufsbilder entstehen: Der Maskenkontrolleur in der U-Bahn. Der Abstandsmesser im Einzelhandel. Beide waren in einem früheren Leben als Blockwart beschäftigt. ...“
Fazit: Das heimtückische Virus hat erkennbar nicht nur die Atemwege befallen, sondern auch die Vorstellung vom selbstbestimmten Individuum. Das Wort Eigenverantwortung trägt eine Maske. ...“

Anmerkung: Ich finde die Aussagen von Steingart interessant, nicht nur, weil ich am Morgen, bevor ich das MorningBriefing las, die Politik selbst ähnlich einschätzte, die Frage, warum die Regierenden ihren Kurs wider alle Fakten fortsetzen, ähnlich beantwortete. Interessant sind ebenso die Stimmen aus dem liberalen Bürgertum, die Steingart zitiert und die sich ebenfalls gegen die fortgesetzte Angstmache wenden. Ich habe mich wohl geirrt, als ich kurz zuvor Steingart zu dem Lager der medialen Panikmacher rechnete.

Ein Beispiel dafür, wie das Virus „medial vergröbert und vergrößert“ wird, wie Steingart feststellt, lieferte die Süddeutsche Zeitung (SDZ) am 24. September 2020 mit ihrem online veröffentlichten Beitrag „Rätsel mit Zahlen“. Darin wird versucht, die steigenden sogenannten Infektionszahlen und die anhaltend niedrigen Krankheits- und Todeszahlen im Zusammenhang mit Covid-19 zu erklären. Dieses Rätselraten ist schon länger in tonangebenden Medien zu finden, die anscheinend nicht wahrhaben wollen, dass vielleicht doch alles nicht so schlimm ist wie sie es seit Monaten den Menschen erklären. Und so wird in der SDZ am Ende des Rätselns zwar noch der Virologe Hendrik Streeck mit einer Aussage aus einer TV-Talkshow zitiert:
„Ich denke, es ist wichtig, dass wir auf verschiedene Faktoren gleichzeitig schauen“, wozu er „die stationäre Versorgung, intensivmedizinische Versorgung, Anzahl der Tests“ zählte. Doch die SDZ-Autoren meinten erwartungsgemäß, hinzufügen zu müssen:
„Zweifellos allesamt wichtige Indikatoren. Doch am wichtigsten bleibt der Blick auf die Neuinfektionen und deren Entwicklung. Denn wenn sie unkontrolliert steigen, gehen die anderen Zahlen früher oder später zwangsläufig ebenfalls nach oben.“
So sieht das auch die Kanzlerin und ihr vermutlicher Lieblings-Virologe …

Zu Rolle der Medien gab es von Steingart im MorningBriefing am 24. September einen interessanten Hinweis (): 
„Die Kanzlerin ist besorgt, fürchtet die neue Laxheit der Jugend und den Winter. Vorgestern rief sie überraschend eine vertrauliche Journalistenrunde ein, um die Medien auf stürmische Zeiten vorzubereiten. …“

• Merkel weiter im Panikmodus

Das meldete unter anderem die Rheinische Post online am 28. September 2020: 

„Wenn sich die Zahlen wöchentlich so weiterentwickeln würden wie bisher, werde es zu Weihnachten 19.200 Neuinfektionen am Tag geben, sagte Merkel am Montag nach Angaben aus Teilnehmerkreisen in einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über diese Äußerung Merkels berichtet. Die Kanzlerin forderte, man müsse in Deutschland alles tun, damit die Zahlen nicht weiter exponentiell stiegen. …“

Zuvor hatte Merkel die Berliner Corona-Politik kritisiert, wie unter anderem der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) am selben Tag berichtete:
„… "Es muss in Berlin was passieren", sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums. Demnach äußerte sie zugleich Zweifel, dass die Berliner Landesregierung ernsthaft versuche, Maßnahmen gegen die Ausbrüche einzuleiten. …“

Merkel reicht es nicht, dass der Berliner Senat neue Kontaktbeschränkungen vorbereitet, wie der RBB am 26. September 2020 berichtete:
„Die Menschen in Berlin müssen sich womöglich schon bald wieder auf Kontaktbeschränkungen einstellen. Details dazu werde der Senat am kommenden Dienstag erörtern, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) dem rbb am Freitag nach einem Treffen mit Bezirksvertretern. …
Denkbar sei nun, dass sich wie bis Ende Juni erneut wieder nur maximal fünf Menschen oder Personen aus zwei Haushalten treffen dürften, so Kalayci. Außerdem sei sie sich mit den Vertretern der Innenstadtbezirke einig gewesen, private Feiern einzuschränken. Hier könnte es eine Obergrenze von maximal 50 Personen im Freien und 25 Personen in geschlossenen Räumen geben. … Kalayci zeigte sich insgesamt besorgt: ‚Wir haben eine sehr ernste Lage in Berlin‘, so die SPD-Politikerin angesichts der stetig steigenden Zahl an Neuinfektionen. ‚Wir müssen handeln.‘...“

Auf Diskussionen dazu im Senat machte die Berliner Zeitung am selben Tag in ihrer Druckausgabe auf Seite 1 aufmerksam:
Danach würden selbst Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) und Kultursenator Klaus Lederer (Linkspartei) keine valide Datenbasis für den Kurs der Gesundheitssenatorin sehen. Die Zeitung weiter: „Kalaycis Problem ist groß: Sie kann nicht beweisen, dass sie recht hat. Sie hat keine entsprechenden Zahlen.“

Auf die Panikmache der Kanzlerin ging auch Gabor Steingart in seinem MorningBriefing am 29. September 2020 ein. Sein Fazit:
„Bürgerproteste und die Mahnungen vieler Ökonomen vor beschleunigten Wohlstandsverlusten finden im Bundeskanzleramt derzeit kein Gehör. Beide Ohren der Angela Merkel gehören den Virologen. Links flüstert Professor Drosten; rechts souffliert das RKI.“
 

• Virologe Streeck: „Es gibt zu viel Angst“ 

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck, Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Bonn, im Interview, Rheinische Post online am 29. September 2020:
„… nicht auszuschließen, Langzeitfolgen zu haben. Daher finde ich es wichtig, dass wir nicht nur auf die reinen Infektionszahlen schauen. Wir dürfen sie natürlich nicht außer Acht lassen. Aber wichtiger ist, dass wir aus den Daten lernen. Die Auslastung in der stationären Behandlung und der Anteil der belegten Intensivbetten müssen meines Erachtens nach im Verhältnis mit eingerechnet werden. Anhand dieser Daten müssen wir die Schwellenwerte definieren, ab denen Maßnahmen strikter werden. …

Wir hatten bislang nie einen exponentiellen Anstieg. Auch jetzt sehen wir eher einen linearen Anstieg. …

Ich glaube, im Gesundheitssystem sind wir sehr gut vorbereitet. Mental sind wir dagegen in Deutschland weniger gut vorbereitet, so empfinde ich es zumindest. Es gibt zu viel Angst. Und wir haben es über den Sommer hinweg nicht geschafft, pragmatische Lösungen zu finden, wie man in bestimmten Bereichen weiter machen kann, wenn die Infektionszahlen deutlich steigen. Da wurden Chancen ausgelassen. Meine Sorge für den Herbst ist, dass wir zu wenig über Lösungen diskutieren und zu viel darüber, wie wir das Leben wieder zurückfahren.

Anmerkung: Leider wendet er sich erneut nicht gegen jene, die die Angst bewusst erzeugen, eben die verantwortlichen Politiker, bis hin zur Kanzlerin Angela Merkel. Er müsste sagen: Es wird zu viel Angst gemacht. 
Das wäre vielleicht zu viel von dem Virologen Streeck erwartet. Aber es ist notwendig.