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Donnerstag, 4. Februar 2021

Nachrichtenmosaik Corona – Folge 28

Gesammelte Informationen und Nachrichten zur Corona-Krise
(persönliche Anmerkungen von mir sind kursiv gesetzt)

• EMA: 26.849 gemeldete negative Corona-Impfeffekte

Die EMA hat ein Dashboard eingerichtet, auf dem Anzahl die gemeldeten Impfschäden – und nebenwirkungen, aufgegliedert nach Altersgruppen beobachtet werden kann. Stand 31. Januar 2021 sind der EMA 26.849 adverse Impfeffekte der BioNTech/Pfizer Corona-Impfung gemeldet worden. Circa die Hälfte davon werden als schwer kategorisiert (siehe Reiter “Reactiongroup”, dann “Seriousness”). Als “schwerwiegende unerwünschte Wirkung” definiert die EMA: “Eine Nebenwirkung, die zum Tod führt, lebensbedrohlich ist, einen Krankenhausaufenthalt oder die Verlängerung eines bestehenden Krankenhausaufenthalts erfordert, zu einer anhaltenden oder erheblichen Behinderung oder Invalidität führt oder ein Geburtsfehler ist.”
Quelle: https://2020news.de/ema-26-849-gemeldete-impfschaeden/

• Umfrage: Mehrheit glaubt nicht an Pandemie-Ende 2021

Die Mehrheit der Deutschen bezweifelt, dass die Corona-Pandemie bis zum Jahresende überwunden sein wird. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Statista glauben 59 Prozent der Befragten nicht an ein Ende der Pandemie 2021. Ein Drittel (33 Prozent) zeigte sich dagegen optimistisch. Acht Prozent machten keine Angaben.
Quelle: https://www.np-coburg.de/inhalt.yougov-umfrage-corona-mehrheit-glaubt-nicht-an-pandemie-ende-2021.59401d88-7754-42a1-80c5-9563ecbd13a9.html

• „Auch die Maßnahmen-Befürworter verlieren das Vertrauen“

Sinkende Disziplin bei den Corona-Maßnahmen, wachsender Vertrauensverlust: Professorin Cornelia Betsch stellt in ihrer regelmäßigen Bürgerbefragung beunruhigende Trends fest. Der Regierung rät sie zu einem Strategiewechsel, der die Motivation der Bevölkerung steigern könnte.
Cornelia Betsch ist Professorin für Gesundheitskommunikation an der Universität in Erfurt. Sie leitet die Cosmo-Studie, eine Art Gradmesser für die Empfindungen der deutschen Bevölkerung in der Corona-Krise. …
Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article225516683/Corona-Massnahmen-Auch-die-Befuerworter-verlieren-das-Vertrauen.html
Anmerkung: Die Umfrage wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mitfinanziert. Prof. Bertsch macht sich große Sorgen um die Disziplin der Bürger und will der Bundesregierung helfen, ihre Politik besser zu verordnen. 
siehe auch:

Auf der Basis der aktuellen Ergebnisse der zwei-wöchentlichen COSMO Befragung (Welle 34, 26.01.21 & 27.01.21, 1001 Befragte, deutschlandweite nicht-probabilistische Quotenstichprobe, die die erwachsene Allgemeinbevölkerung für die Merkmale Alter x Geschlecht und Bundesland abbildet) leitet das COSMO Konsortium folgende Empfehlungen zur weiteren Gestaltung der COVID-19 Lage in Deutschland ab. …
Quelle: https://projekte.uni-erfurt.de/cosmo2020/web/summary/34/

• Thüringen verlängert Lockdown-Regeln bis 19. Februar

Mit Blick auf die anstehenden Beratungen von Bund und Ländern am 10. Februar verlängert Thüringen schon jetzt den Lockdown. Dadurch soll genügend Zeit bleiben, um die Beschlüsse aus der Schalte im Freistaat umzusetzen.
Quelle: https://www.np-coburg.de/inhalt.vor-bund-laender-treffen-thueringen-verlaengert-lockdown-regeln-bis-19-februar.933a5d2e-6850-4e0d-b1d9-b4eb1c355baa.html
Anmerkung: In Thüringen stellt Bodo Ramelow von der Linkspartei den Ministerpräsidenten dar …

• Umweltinstitut: Masken gefährden die Gesundheit

Das Hamburger Umweltinstitut hat am 3. Februar 2021 einen „gesunden, biologisch abbaubaren Mund- und Nasenschutz“ vorgestellt. Es will damit die Regierungspolitik unterstützen. In der Begründung gibt es aber wichtige Hinweise auf die gesundheitsschädigende Wirkung der mitverordneten OP- und FFP2-Masken, die viele auch freiwillig tragen:
Untersuchungen des Hamburger Umweltinstituts haben gezeigt, dass bestehende Masken teilweise erhebliche Mengen Schadstoffe abgeben. Dies sind zum einen flüchtige organische Kohlenwasserstoffe oder auch Formaldehyd. Gleichzeitig werden gesundheitsschädliche, vermeintlich antimikrobiell wirkende Zutaten wie Silberchlorid hinzugegeben, welche der Hautflora erheblichen Schaden zufügen können, beziehungsweise die Entsorgung der Masken zusätzlich erschweren. Darüber hinaus können dadurch Resistenzen von Krankheitskeimen entstehen, sodass in der Tat eine neue Entwicklung für Masken notwendig scheint. …
aus Asien stammenden Masken nie unter Umwelt- und Gesundheitsaspekten entwickelt: Es entstehen erhebliche Mengen an Mikroplastik, welches im mikroskopischen Versuch nachgewiesen wurde, sowie gesundheitsschädliche Emissionen. …
Quelle: http://www.hamburger-umweltinst.org/

• Künstler und Corona-Kritik: Wo seid ihr alle hin?

Zahlreiche Künstler schweigen zu den aktuellen Vorgängen – im besten Fall: Viele Kulturschaffende unterstützen sogar die destruktiven Lockdown-Thesen von „Zero Covid“. Das ist die Fortsetzung eines bekannten Phänomens: Die Ignoranz der sozialen Fragen durch Teile des Kulturbetriebs. Von Tobias Riegel.
Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=69497

• Biologe Clemens Arvay: „Ich lasse mir von der Wikipedia nicht meine Identität stehlen“

Die Wikipedia feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen, doch es gibt wenig Grund zum Feiern. Erst vor wenigen Wochen attestierten Forscher der Europa-Universität Viadrina der Wikipedia „verworrene“ und „intransparente“ Strukturen und kamen zum Schluss, dass die Wikipedia keine seriöse Quelle mehr sei. Wie unseriös die Wikipedia in Teilen arbeitet, zeigt das Beispiel des österreichischen Biologen Clemens Arvay. Nachdem er sich kritisch zur Corona-Impfstoffentwicklung geäußert hat, wurde er Opfer einer regelrechten Rufmordkampagne, die immer absurdere Züge annimmt. Im Gespräch mit den NachDenkSeiten schildert Arvay, wie sein Wikipedia-Eintrag von interessengesteuerten Nutzern manipuliert wurde und wird und warum der Kampf gegen derartige Kampagnen einer Sisyphos-Arbeit gleicht. Von Jens Berger.
Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=69475
siehe unter anderem von Clemens Arvay:

• Genetische Impfstoffe gegen ­COVID-19: Hoffnung oder Risiko?

Es wird häufig davon ausgegangen, dass sich das globale Sozialleben erst normalisieren wird, wenn ein Impfstoff gegen SARS-CoV2 zur Verfügung steht. Fast die Hälfte der Impfstoffkandidaten sind genetische Impfstoffe, welche einige gesundheitliche Risiken bergen.
Quelle: https://saez.ch/article/doi/saez.2020.18982
siehe auch:

• Zur Entwicklung genetischer Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 – technologische Ansätze sowie klinische Risiken als Folge verkürzter Prüfphasen

… Durch die Verkürzung üblicher Beobachtungszeiträume erhöht sich das Risiko, dass Nebenwirkungen während der klinischen Prüfung unerkannt bleiben. Somit tangieren die beschleunigten Testphasen auch die gesundheitspolitische Verantwortung bei der staatlichen Vorsorge. Ein weiteres Problem ergibt sich daraus, dass derzeit fast alle Impfstoffe an jüngeren Erwachsenen und nicht an älteren Menschen mit deutlich höherem Risiko für schwere Verläufe getestet werden. Auch wird ein sehr wichtiger Wirksamkeitsendpunkt der Impfstoffe, die „sterile Immunität“, in den laufenden Studien kaum berücksichtigt. Würde durch eine Impfung eine anhaltende sterile Immunität erreicht – die ideale Wirkung einer Impfung – könnten Infektionsketten unterbrochen werden. Die bisher publizierten Ergebnisse der laufenden Impfstudien lassen das aber kaum erwarten.
Quelle: https://www.researchgate.net/publication/345950519_Zur_Entwicklung_genetischer_Impfstoffe_gegen_SARS-CoV-2_-_technologische_Ansatze_sowie_klinische_Risiken_als_Folge_verkurzter_Prufphasen

• Diffamierungskampagne gegen Mitglied des Corona-Untersuchungsausschusses 

Die Rechtsanwältin und Volkswirtin sowie Hutmacherin Viviane Fischer ist Mitglied des Corona-Untersuchungsausschusses (https://corona-ausschuss.de/). Das Gremium klärt seit Juli 2020 die Vorgänge und Hintergründe der Corona-Krise auf. Fischer ist in das Visier eine medialen Hetzkampagne geraten, die in der Tageszeitung Der Tagesspiegel Mitte Januar gestartet wurde, welche „Die Welt“ fortsetzte und nun von der „Berliner Zeitung“ weitergeführt wird. Dabei werden falsche Behauptungen ebenso aufgestellt wie beleidigende und diffamierende Urteile über die Anwältin und andere Personen veröffentlicht.
siehe:

• Parteigründung via Livestream – Polizei löst auch zweites Treffen auf

Quelle: https://www.tagesspiegel.de/berlin/corona-verharmloser-in-berliner-bar-parteigruendung-via-livestream-polizei-loest-auch-zweites-treffen-auf/26819364.html

• Im Lockdown ging ihr der Hut hoch

(Titel in der Printausgabe: Die Alu-Hutmacherin)
Quelle: https://www.welt.de/vermischtes/plus225702535/Hutmacherin-Rike-Feurstein-kaempft-gegen-die-Corona-Politik-Angela-Merkels.html

• Wie aus der Hutmacherin Rike Feurstein eine Corona-Verharmloserin wurde

Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/wie-hutmacherin-rike-feurstein-zur-querdenker-anwaeltin-viviane-fischer-wurde-li.137364
Das sind Beispiele für üblen Kampagnen-Journalismus, der nicht nur gegen journalistische Regeln, sondern auch die des guten Geschmacks und des normalen Benehmens verstößt. Das geschieht natürlich nicht zum ersten Mal und Viviane Fischer ist nicht die Erste, der das widerfährt. Doch dafür kann es kein Verständnis geben. Das hat ebenso wenig mit einem demokratischen, offenen Diskurs zur Corona-Krise zu tun, bei dem Befürworter und Kritiker der politisch verordneten Maßnahmen gleichermaßen zu Wort kommen sollten, ohne Diffamierung und Hetze. Leider sind solche Kampagnen gegen Kritiker ein übliches Vorgehen von Herrschenden und Mächtigen sowie von deren politischen und medialen Helfern und daher wenig überraschend.
Hier gibt es eine prägnante Kurzbeschreibung von Diffamierung:

Bei einer Diffamierung redet eine Person einer anderen Person gezielt schlecht nach, um die Ehre dieser Person zu verletzen oder Gerüchte zu verbreiten. Dabei kann es auch zum Gebrauch von Schimpfwörtern und Unterstellungen kommen.
Diffamierungen werden besonders häufig in der Politik zur Verleumdung von staats- und parteipolitischen Gegnern genutzt. Hierbei werden sowohl psychische als auch physische Methoden eingesetzt. Das endgültige Ziel der Verleumdung ist es, die Zielperson zu ruinieren oder mundtot zu machen. …
Quelle: https://www.fromm-seminare.de/rhetorik-und-management-seminar-glossar/diffamieren/
Wie alt und auch bewährt diese Methode des Rufmords ist, zeigt unter anderem ein Buch von Anabelle Thurn über „Rufmord in der späten römischen Republik – Charakterbezogene Diffamierungsstrategien in Ciceros Reden und Briefen“.
Quelle: https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110599886/html
siehe dazu auch einen interessanten aktuellen Beitrag aus der Zeitschrift „Cicero“:

• Gute Hetze, böse Hetze

In einem Gespräch mit dem „Spiegel“ lässt der Virologe und Regierungsberater Christian Drosten zu, dass zwei seiner Kollegen von den Interviewerinnen diffamiert werden. Der Fall zeigt allzu deutlich, mit welchen Bandagen inzwischen im Streit um die Deutungshoheit gekämpft wird. …
Den absoluten Tiefpunkt des Gesprächs erreichen die beiden Spiegel-Kolleginnen mit einer Frage, von der ich zuerst tatsächlich dachte, es handele sich um ein Fake. Aber was ich zunächst nur als einen Ausschnitt mitbekommen hatte, steht so tatsächlich wortwörtlich im Spiegel: „Einen größeren Schaden als Corona-Leugner haben im vergangenen Jahr wohl Experten angerichtet, die immer wieder gegen wissenschaftlich begründete Maßnahmen argumentiert haben, zum Beispiel Jonas Schmidt-Chanasit und Hendrik Streeck.“ …
Drosten lässt die als Frage getarnte Diffamierung von Streeck und Schmidt-Chanasit nicht nur unwidersprochen durchgehen, er bestätigt sie auch noch implizit. …
Wer derart eindeutig und geradezu heimtückisch Partei ergreift, rechnet offenbar nicht einmal ansatzweise damit, dass sich halbwegs kritische Leser für dumm verkauft fühlen könnten. Zu groß ist die Selbstgewissheit hinsichtlich des eigenen Mediums, der eigenen Meinung, der eigenen (und nicht zu hinterfragenden) Präferenz für bestimmte Experten. So ruiniert man den Ruf einer ganzen Branche. Es sollte niemand behaupten, Kampagnen-Journalismus sei dem Boulevard vorbehalten.
Quelle: https://www.cicero.de/innenpolitik/diffamierung-drosten-streeck-schmidt-chanasit-spiegel-social-media

aktualisiert am 5.2.21, 8:48 Uhr

Montag, 1. Februar 2021

Wie die Politik die Gesundheit der Bürger gefährdet: Die FFP2-Maskenpflicht

GASTBEITRAG Von Tilo Gräser

Immer mehr Menschen tragen verordnet oder freiwillig medizinische Masken, die sogenannten OP-Masken und die FFP2-Masken, weil diese vor dem Virus Sars-Cov-2 schützen sollen. Während bundesweit noch die Wahl zwischen beiden Maskentypen bei der Tragepflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften gilt, muss in Bayern die FFP2-Maske getragen werden. Doch es gibt berechtigte Zweifel gerade an dieser, ob sie den angeblichen Zweck eigentlich erfüllt. Es deutet sich an, dass die Maskenpflicht eher eine weitere Maßnahme ist, die mehr Schaden anrichtet als Nutzen zu stiften.

Die sogenannte Maskenpflicht gehört zu den politisch verordneten Maßnahmen, mit denen das Virus Sars-Cov-2, seine Mutationen und die von ihm laut Weltgesundheitsorganisation WHO ausgelöste Krankheit Covid-19 eingedämmt werden soll. Es gibt bisher keine nachweisbare Wirkung der Pflicht, Masken der verschiedenen Formen als vermeintlichen Schutz vor einer Ansteckung zu tragen. Davon zeugen nicht nur die hohen Zahlen der mit dem PCR-Test ermittelten vermeintlichen Infektionen, wenn diese als gegeben angesehen werden. Ein anderer Beleg ist, dass die anscheinend rat- und hilflose Politik von Bund und Ländern nach der lange Zeit verpflichtenden „Mund-Nasen-Bedeckung“ mit verschiedenen Mitteln am 18. Januar 2021 die Pflicht für die Bürger vereinbarten, im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) und in Geschäften medizinische Schutzmasken (OP- oder FFP2-Masken) zu tragen.

Zuvor hatte Bayern wie auch Österreich bereits eine entsprechende FFP2-Maskenpflicht beschlossen, auch wenn eine Reihe von Experten das unter anderem als „Aktionismus“ und gar als „Populismus und Blödsinn“ beziehungsweise als nicht sinnvoll bezeichneten. Die Kritik der Experten hält Medienberichten zufolge an.

Kein Schutz vor Viren?


Interessanterweise hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) nach der von Bundes- und Landesregierungen vereinbarten Pflicht zum Tragen medizinischer Masken auf ihrer Webseite den Hinweis auf Einschätzungen zu Schutz- und Nebenwirkungen unter anderem von FFP2-Masken mit Datum vom 22. Januar 2021 geändert. Das ist hier zu finden. Die entsprechende Tabelle mit den Einschätzungen ist geändert worden. Die in der Fassung vom 30.9.2020 noch zu findende Spalte „Private Nutzung“ ist in der neuen Fassung gelöscht. In der vorherigen Fassung (hier noch zu finden) war zu lesen, dass die FFP2-Masken nicht zur privaten Nutzung empfohlen werden. Diese Aussage war vom Robert-Koch-Institut (RKI) zitiert worden, ist aber in der neuen Fassung der Hinweise zu Infektionsschutzmaßnahmen vom 22.1.2021 ebenfalls gelöscht worden. Das RKI warnte in seinen früheren Hinweisen vor den nachgewiesenen gesundheitlichen Folgen des zu langen und falschen Gebrauchs der Masken. Eine Erklärung für die Änderungen geben die beiden bundesfinanzierten Einrichtungen nicht.

Nun kursiert seit in den sogenannten sozialen Medien das Foto einer Gebrauchsanweisung für FFP2-Masken, auf der klar zu lesen ist, dass dieser Maskentyp nicht gegen Viren schützt, wie auch nicht gegen radioaktive Partikel und Enzyme. Das sorgt für entsprechende Aufmerksamkeit und wird als Beleg für den Widersinn der verschärften Maskenpflicht gesehen. Dem widersprechen unter anderem die selbsternannten Faktenchecker der Plattform „Correctiv“ in einem Beitrag vom 27. Januar 2021. Sie versuchen, die Behauptung von der fehlenden Schutzwirkung zu widerlegen und haben dafür bei Experten und Behörden sowie Firmen nachgefragt. Dabei wird unter anderem der Virologe Andreas Podbielski zitiert, der die bayrische FFP2-Maskenpflicht als „Blödsinn“ bezeichnete. Er erklärte laut „Correctiv“, dass die Masken wahrscheinlich nicht auf die Schutzfunktion vor Viren geprüft worden seien: „Das bedeutet nicht zwingend, dass sie nicht die entsprechende Qualität haben oder wirksam sind – aber sie sind nicht geprüft.“

Der Beitrag versucht zu erklären, dass die FFP2-Masken dennoch vor der Ansteckung durch Sars-Cov-2 und dessen Mutanten schützen können, da diese laut RKI hauptsächlich durch Aerosole aus der Atemluft übertragen werden. Vor solchen Luftpartikeln, die größer seien als die Viren selbst, würden diese Masken schützen, heißt es bei „Correctiv“, das sich dabei auf ein Material des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zum Maskenschutz beruft. Auch ein Sprecher der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua) bestätigt danach, „dass das ausreichende Schutzniveau gegen Sars-Cov-2 durch derart geprüfte FFP2- und FFP3-Masken erreicht werde“. Damit ist anscheinend die Aussage des Fotos der Masken-Gebrauchsanweisung widerlegt und sind diese Masken also doch sinnvoll.

Mehr Risiken als Nutzen?


Doch das dürfte nicht stimmen, wie zum einen die fehlende Evidenz der Theorie von der hauptsächlichen Virusübertragung durch Aerosole zeigt. Das „Deutsche Ärzteblatt“ berichtete am 14. Juli 2020 von einer Studie von Michael Klompas von der Harvard Medical School und Co-Autoren, der zufolge es keinen Beweis dafür gibt, dass es zu Infektionen über Aerosole kommen kann. „Trotz der experimentellen Daten zu einer möglichen aerosolbasierten Übertragung ließen sich die Infektionsraten in der Bevölkerung nur schwer mit einer aerosolbasierten Ansteckung über größere Distanzen vereinbaren“, zitiert das Fachmagazin aus der Studie.

Zum anderen informieren Gebrauchsanweisungen verschiedener Hersteller von FFP2-Masken darüber, dass diese Masken, „gegen feste und flüssige Partikel, nicht aber gegen radioaktive Stoffe, luftgetragene biologische Arbeitsstoffe der Risikogruppe 3 und Enzyme“ schützen, wie es zum Beispiel die Firma „Dräger“ in einem Dokument erklärt. Die Firma  ist führend in der Herstellung von Beatmungsgeräten für Intensivstationen. Ähnliches schreibt die Firma „Moldex“ auf ihrer Webseite dazu. Zu den „luftgetragenen biologischen Arbeitsstoffen der Risikogruppe 3“ gehören aber gerade krankheitsauslösende Viren, wie unter anderem die bundeseigene Anstalt Baua in einem Material ausführlich beschreibt. Auf der Webseite „Lungenärzte im Netz“ der Deutschen Lungenstiftung ist zu lesen, dass die Coronaviren durch „die luftgetragene Übertragung über Aerosole“ weitergegeben werden können.

Das deutet daraufhin, dass die FFP2-Masken anscheinend tatsächlich nicht die Schutzwirkung haben, die ihnen von Politik und Medien zugeschrieben wird, und eine mutmaßliche Ansteckung durch Viren nicht verhindern können. Die verschärfte Maskenpflicht gefährdet stattdessen die Gesundheit der Bürger: Der Virologe Podbielski hatte laut der Münchner „Abendzeitung“ (AZ) vom 15. Januar 2021 dazu erklärt: „Das ist belastend, und ich sehe den Sicherheitsgewinn außerdem nicht, sondern haufenweise Risiken.“ Eine FFP2-Maske habe einen größeren Atemwegswiderstand, weshalb im Arbeitsschutzgesetz vorgeschrieben sei, nach zweistündigem Tragen eine Pause einzulegen. Die AZ gab Podbielskis Aussagen so wieder: „Selbst gesunde Menschen seien nach dieser Zeit körperlich erschöpft. Bei kranken oder älteren Menschen verstärke sich dies noch. Es bestehe die Gefahr, dass sich die Atemkapazität erschöpfe und es im schlimmsten Fall zu einem Kreislaufkollaps kommen könne.“

Tödliche Folgen?


Auch andere Experten haben darauf hingewiesen, so Christoph Spinner, Infektiologe an der TU München, der sich in verschiedenen Medien gegen eine FFP2-Maskenpflicht aussprach. Weil das Atmen mit der FFP2-Maske deutlich schwerer falle, sei sie im Grunde nur für gesunde Menschen geeignet, zitierte ihn der „Donaukurier“ am 28. Januar 2021. „Und selbst Menschen ohne gesundheitliche Probleme müssten bei FFP2-Masken regelmäßig Trage-Pausen einlegen.“ Das bayrische Gesundheitsministerium reagierte darauf mit dem Hinweis, die Tragezeiten der Maske beim Einkaufen oder im ÖPNV seien „schlicht zu kurz“, um schädlich zu wirken. Der Bayrische Verwaltungsgerichtshof habe auf Grundlage dieser Sicht in einem Urteil die Maskenpflicht bestätigt.

Es gibt zahlreiche Hinweise von Wissenschaftlern und Arbeitsschutzexperten, dass die FFP2-Masken nur schützen können, wenn sie ordnungsgemäß getragen werden. Das ist beispielsweise bei Bartträgern schon nicht möglich ist. Werden die Vorgaben beim Tragen der Masken nicht eingehalten, können diese schaden, heißt es. Angesichts der vielen Menschen, die freiwillig solche Masken längst nicht nur bei kurzen Aufenthalten in Geschäften oder in Bussen und Bahnen tragen, sondern selbst dort, wo das nicht verpflichtend ist, sei noch aus einer weiteren Gebrauchsanleitung für die Masken der Firma „Nematec Display Factory“ zitiert: „Eine falsche Anwendung bzw. eine Missachtung der hier angegebenen Anweisung zur Anwendung der Atemschutzmaske kann die Wirksamkeit dieser Maske stark reduzieren. Eine falsche Anwendung kann zum Beispiel Übelkeit, Ohnmacht bzw. Bewusstlosigkeit, Hyperventilation oder auch den Tod zur Folge haben.“

„Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihre Regierung oder einen von dieser bezahlten Wissenschaftler oder Juristen“ – so ließe sich im Fall der FFP2-Masken ein Standardspruch zu Arzneimitteln abwandeln. Ob den Antworten zu vertrauen ist, muss jeder und jede für sich entscheiden, ebenso, ob es sich nur um „Risiken für Einzelne“ handelt, wie im „Donaukurier“ zu lesen ist. Genau mit den Risiken für „Einzelne“ beziehungsweise verhältnismäßig Wenige durch das Virus Sars-Cov-2 wird begründet, dass die gesamte Gesellschaft eingeschränkt und gelähmt wird, mit allen bisher bekannten und noch unbekannten Folgen.

PS: Die Wochenzeitung "Die Zeit" empfahl ihren Abonnenten digital am 17. Januar 2021 das zum Thema: 
"Setzen Sie auf diese Maske
Längst sieht man sie überall, nun werden sie mancherorts Pflicht: FFP2-Masken. Wie sie schützen, wie man sie pflegt und wie man Fälschungen erkennt ..."
Das nennt sich "Qualitätsjournalismus" ...

Montag, 25. Januar 2021

Nachrichtenmosaik Corona – Folge 23

Gesammelte Informationen und Nachrichten zur Corona-Krise
(persönliche Anmerkungen von mir sind kursiv gesetzt)

• Weimar: Amtsgericht hält Corona-Kontaktverbot für verfassungswidrig

Das Amtsgericht Weimar hält das allgemeine Kontaktverbot in der Thüringer Corona-Verordnung vom vergangenen Frühjahr für verfassungswidrig. Das hat das Gericht im Rahmen eines Bußgeldverfahrens entschieden. Hintergrund ist, dass Ende April vergangenen Jahres ein Mann zusammen mit sieben weiteren Personen im Hof eines Wohnhauses in Weimar Geburtstag gefeiert hatte. Nach der kurz zuvor beschlossenen Verordnung war der gemeinsame Aufenthalt nur mit höchstens einer haushaltsfremden Person erlaubt. …
Quelle: https://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/weimar/corona-kontaktverbot-verfassungswidrig-amtsgericht-100.html
Das Urteil ist im Volltext hier online zu finden: https://openjur.de/u/2316798.html

• Weimarer Richter klagte selbst gegen Corona-Auflagen

Das Urteil eines Amtsrichters aus Weimar sorgte für Aufregung: Der Jurist erklärte das Kontaktverbot vom letzten Sommer für nichtig. Nun werden einschlägige Privatklagen des Richters gegen die Corona-Verordnung bekannt.
Quelle: https://www.welt.de/politik/deutschland/article224982063/Kontaktverbot-aufgehoben-Weimarer-Richter-klagte-selbst-gegen-Corona-Auflagen.html

• Staatsanwaltschaft will Urteil zu Corona-Kontaktbeschränkungen überprüfen lassen

Die Staatsanwaltschaft Erfurt geht gegen das vom Amtsgericht Weimar erlassene Urteil zur Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie vor. Die Staatsanwaltschaft habe beim Amtsgericht einen Antrag auf Zulassung einer Rechtsbeschwerde eingelegt, sagte der Sprecher der Behörde, Hannes Grünseisen. …
Quelle: https://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/weimar/corona-urteil-kontaktbeschraenkung-weimar-100.html

• Bundesanstalt hat Warnung vor privatem Gebrauch von FFP2-Masken von Webseite gelöscht

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua) hat nach der von Bund und Landesregierungen vereinbarten FFP2-Maskenpflicht (die inzwischen in eine Pflicht zum Tragen medizinischer Masken, also alternativ von OP-Masken, geändert wurde) auf ihrer Webseite den Hinweis auf Einschätzungen zu Schutz- und Nebenwirkungen unter anderem von FFP2-Masken geändert. Das ist hier zu finden:
https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Coronavirus/pdf/Schutzmasken.pdf
Die entsprechende Tabelle mit den Einschätzungen ist geändert worden. Die in der Fassung vom 30.9.2020 noch zu findende Spalte "Private Nutzung" ist in der neuen Fassung vom 22.1.2021 gelöscht. In der voprherigen Fassung (hier noch zu finden: https://web.archive.org/web/20210113163030/https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Coronavirus/pdf/Schutzmasken.pdf?__blob=publicationFile&v=17) war zu lesen, dass die FFP2-Masken nicht zur privaten Nutzung empfohlen werden. Diese Aussage war vom Robert-Koch-Institut (RKI) zitiert worden, ist aber in der neuen Fassung der Hinweise zu Infektionsschutzmaßnahmen vom 22.1.2021 ebenfalls gelöscht worden
https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste_Infektionsschutz.html

• Wissenschaftler widerlegen Mehrwert von FFP2-Masken

"Ist die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln und Läden sinnvoll?" Diese Frage stellte ein Zuschauer der "Covid-19 Lectures" des Münchener Universitätsklinikums im Anschluss an einen Vortrag der Virologin Ulrike Protzer. Deren Antwort war kurz und hatte es in sich.
"Das müssen Sie Herrn Söder fragen", antwortete Protzer kurz und knapp. Frage und Antwort waren nicht ohne politische Brisanz. Gestellt wurde die Frage von der Gynäkologin Marion Kiechle, die 2018 für kurze sieben Monate Wissenschaftsministerin im Kabinett des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) war. …
Quelle: https://www.nordbayern.de/region/wissenschaftler-widerlegen-mehrwert-von-ffp2-masken-1.10783238
Anmerkung: Das ist interessant, auch wenn die grundlegende Sinnhaftigkeit der Maskenpflicht weiter in Frage steht.

• Corona-Ausbruch in Pflegeheim: Sieben geimpfte Bewohner tot

In einem Pflegeheim im Landkreis Miesbach sind sieben geimpfte und ein nicht geimpfter Bewohner an Corona gestorben. Das Landratsamt möchte aufkeimenden Verschwörungstheorien mit Transparenz begegnen. …
Die Behörde erklärt die Erkrankungen trotz der Impfung damit, dass die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen der Infektion und dem Auftreten der ersten Symptome, zwischen zwei Tagen und zwei Wochen liege.
„Aufgrund des engen zeitlichen Abstands zwischen Impfung und Ausbruch ist davon auszugehen, dass sich die Geimpften bereits zum Zeitpunkt der Impfung angesteckt hatten“, hieß es. Außerdem hätte es den vollen Impfschutz erst nach der zweiten geplanten Impfung gegeben. „Für die Geimpften kam die Impfung also zu spät.“ …
Quelle: https://www.rosenheim24.de/bayern/landkreis-miesbach-sieben-heimbewohner-sterben-trotz-impfung-an-corona-90174352.html
Anmerkung: Aha …

● RKI räumt ein: Geringe Evidenz für eine Wirksamkeit der Impfung bei alten Menschen

Es steht im Kleingedruckten einer 74-seitigen Fachpublikation, die vom Robert Koch-Institut (RKI) am 8. Januar veröffentlicht wurde: Die Wirksamkeit des Biontech-Impfstoffs ist in der Altersgruppe über 75 Jahre „nicht mehr statistisch signifikant“ schätzbar. Aussagen über die Wirksamkeit seien daher „mit hoher Unsicherheit behaftet“, die Evidenzqualität für eine Wirksamkeit bei alten Menschen „gering“. Man darf fragen: Warum empfiehlt das RKI dann die Impfung?
Quelle: https://multipolar-magazin.de/artikel/geringe-evidenz-impfung

● Zweifel an Wirksamkeit des Impfstoffs: Ministerium weicht aus, Medien schweigen

Multipolar berichtete am Dienstag über ein Papier des Robert Koch-Institutes (RKI), wonach die Qualität des Nachweises für eine Wirksamkeit der Impfstoffe von Biontech und Moderna, eine schwere Covid-19-Erkrankung zu verhindern, „sehr gering“ sei. Bei einer telefonischen Nachfrage dazu legte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums mitten im Gespräch auf. Ein anderer Sprecher antwortete kurz darauf schriftlich, allerdings ausweichend.
Quelle: https://multipolar-magazin.de/artikel/zweifel-an-wirksamkeit

● «Pfizer-Impfung ist viel weniger wirksam» – keine Transparenz

Der Impfstoff Comirnaty sei statt 95 bloss 29 Prozent wirksam, erklärt Peter Doshi, Spezialist für Medikamentensicherheit.
Quelle: https://www.infosperber.ch/gesundheit/public-health/die-pfizer-impfung-ist-viel-weniger-wirksam-keine-transparenz/
siehe auch:
Peter Doshi im NEJM: Pfizer and Moderna’s “95% effective” vaccines—we need more details and the raw data.
Peter Doshi im NEJM: Deutsche Übersetzung des Beitrags im NEJM

● Dürfen Geimpfte "Privilegien" erwarten?

Normalisiert sich das Leben direkt nach einer Corona-Impfung? Die Antwort auf diese Frage hängt maßgeblich von der genauen Wirkung der Impfstoffe ab. Dass Ungeimpfte mit Einschränkungen leben müssen, zeichnet sich aber schon ab.
Quelle: https://www.rbb24.de/content/rbb/r24/politik/thema/corona/beitraege/2021/01/impfung-privilegien-grundrechte-einschraenkungen-debatte-corona-sonderrechte.html
Anmerkung: Schon Menschen mit Maskenbefreiungsbescheinigungen müssen Einschränkungen hinnehmen, dürfen nicht überall einkaufen, werden in der Postbank nicht bedient … Wozu gibt es ein Antidiskriminierungsgesetz? QWozu gibt es das Grundgesetz, nach dem alle Menschen gleich sind?

● Forscher: Labor als Coronavirus-Ursprung nicht auszuschließen

Eine internationale Forschergruppe, darunter die Innsbrucker Mikrobiologin Rossana Segreto, kritisiert, dass die Möglichkeit einer Labormanipulation als Ursprung der Coronapandemie zu früh ausgeschlossen und kaum untersucht wurde. Im Fachjournal "BioEssays" liefern sie ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse für den Ursprung des Virus aus einem Labor. Im APA-Interview befürchtete Segreto, dass es ohne schärfere Sicherheitsvorschriften künftig zu weiteren Pandemien kommen könnte. …
Quelle: https://science.apa.at/power-search/7694447660294310648

● Norbert Häring: Die wirtschaftlichen Lockdown-Folgen sind viel gravierender als die offizielle Statistik glauben macht

Um 5% soll die Wirtschaftsleistung Deutschlands 2020 zurückgegangen sein. Ausgerechnet die stabile staatliche Dienstleistungs-Produktion soll einen größeren Rückgang verhindert haben. Wen das wundert, angesichts geschlossener Schulen, Kindertagesstätten, Hochschulen und Theater, wundert sich zu Recht. Hier sind Statistiktricks am Werk. …
Quelle: https://norberthaering.de/news/bip-lockdown/

● Joachim Guilliard: Fortwährender Lockdown und die Evidenz Merkelscher "Wissenschaft"

Die Akademie Leopoldina lag im Dezember mit ihrer Einschätzung falsch und sollte ihre Lockdown-Empfehlungen selbstkritisch zurücknehmen
Der im Dezember verhängte Lockdown droht bis in den Frühling hinein immer weiter verlängert zu werden. In ihren Plädoyers für einen verschärften Lockdown bat Bundeskanzlerin Angela Merkel Anfang Dezember flehentlich, doch auf "die Wissenschaft" zu hören. Für sie bestand diese aus der "Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina", mit deren 7. Ad-hoc-Stellungnahme die Entscheidung maßgeblich begründet wurde. Sie war von den sechs Wissenschaftlern, die als einzige zu den Beratungen der Kanzlerin und der Länderchefs hinzugezogen worden waren, mitverfasst worden. …
Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Fortwaehrender-Lockdown-und-die-Evidenz-Merkelscher-Wissenschaft-5031448.html

● WHO beendet „Epidemische Lage von Nationaler Tragweite“

Manchmal überschlagen sich die Ereignisse. So auch vor zwei Tagen am 20. Januar 2021. An diesem Tag wurde nicht nur ein neuer US-Präsident vereidigt. An diesem Tag verkündete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) darüber hinaus auch Erstaunliches: Der weltweit seit rund einem Jahr exzessiv – „Testen! Testen! Testen!“ – verwendete PCR-Test zum Nachweis einer Infektion mit dem „neuartigen SARS CoV-2“ ist danach überhaupt nicht unbesehen geeignet, eine Infektion zu erkennen: …
Quelle: https://www.achgut.com/artikel/who_beendet_epidemische_lage_von_nationaler_tragweite 

● B. Reitschuster: „Hysterisches Geschnatter“ mit Merkel

Kritischer Journalismus als "Überschreitung von Grenzen"
Es ist surreal. Da tut man als Journalist das, was man als die Pflicht jedes Journalisten sieht: Die Regierung kritisch befragen. Höflich, aber eben doch auf den Punkt. Und was passiert? Der eigene Name landet plötzlich bei Twitter auf Platz eins in den so genannten „Trends“, ist also das am meisten diskutierte Thema. Es gab viel Lob, das mir Freude, Ansporn und Verpflichtung zugleich ist. Aber ich wurde auch von Kollegen heftig beschimpft.
Quelle: https://reitschuster.de/post/hysterisches-geschnatter-mit-merkel/

● Niederlande: «Wir bewegen uns auf einen Bürgerkrieg zu»

Bei Protesten gegen verschärfte Corona-Massnahmen – unter anderen eine nächtliche Ausgangssperre – sind in mehreren niederländischen Städten am Sonntag Krawalle ausgebrochen.
Quelle: https://www.tagesanzeiger.ch/wir-bewegen-uns-auf-einen-buergerkrieg-zu-969633728179

● Folgen der Digitalisierung: Wir alle können ausgeschaltet werden

Die meisten Leute sind sich gar nicht bewusst, wie einfach sie «von oben» stillgelegt werden können – der digitalen Welt sei Dank!
Quelle: https://www.infosperber.ch/freiheit-recht/buergerrechte/wir-alle-koennen-ausgeschaltet-werden/

Montag, 18. Januar 2021

Nachrichtenmosaik Corona – Folge 21

Gesammelte Informationen und Nachrichten zur Corona-Krise
(persönliche Anmerkungen von mir sind kursiv gesetzt)

• Virologe Hendrik Streeck : „Wir tappen im Dunkeln“

Der Virologe Hendrik Streeck hält weder den Inzidenzwert noch die tägliche Zahl der Neuinfektionen für sinnvolle Richtwerte bei der aktuellen Corona-Strategie. Im Interview erklärt er außerdem, warum die zweite Impfdosis nicht herausgezögert werden sollte und warum es angesichts der Mutation aus Großbritannien keinen Grund gebe, in Panik zu geraten.
Streeck: … Wie schon erwähnt ist die Aussagekraft der gemeldeten Neuinfektionen gering, der Wert wird nicht zuverlässig ermittelt. Am 3. November ist die Teststrategie angepasst worden – seitdem werden nur noch symptomatische Fälle getestet, die auch Kontakt zu Infizierten hatten. Dieser Wert ist nicht vergleichbar mit dem im Sommer, wo wir die Dunkelziffer durch massives Testen viel besser ausgeleuchtet haben. Außerdem verzerren die Antigentests, die nicht erfasst werden, das Bild. Die aktuellen Zahlen der Neuinfektionen vermitteln daher ein falsches Bild und sollten aus meiner Sicht daher nicht dem Zweck politischer Entscheidungen dienen. …
Quelle: https://rp-online.de/panorama/coronavirus/corona-in-nrw-virologe-streeck-ueber-impfung-und-mutation_aid-55658505

• BKK-Chef Knieps: „Im Kanzleramt herrscht in Sachen Corona Bunkermentalität“

Der Chef des Betriebskrankenkassen-Verbandes, der viele Jahre mit Kanzlerin Merkel in der Regierung zusammengearbeitet hat, kritisiert die Corona-Politik von Bund und Ländern scharf.
Franz Knieps spricht von gravierenden politischen Fehlentscheidungen, von falschen Zahlen und Zielen.
Er fordert unter anderem, die Schulen umgehend wieder zu öffnen.
Quelle: https://www.rnd.de/politik/bkk-chef-knieps-kritisiert-corona-politik-im-kanzleramt-herrscht-bunkermentalitat-7DRGYYDUJFEIPFUKNT2JN34HOE.html

• Boris Palmer kritisiert "kopflose Lockdown-Debatte"

Eine "kopflose Debatte über härtere Maßnahmen" kritisiert Boris Palmer, Oberbürgermeister der Stadt Tübingen. "Viele Todesfälle werden auch durch den Lockdown nicht verhindert", sagt der Grünen-Politiker bei "19 - die DUB Chefvisite". Palmer findet es "verräterisch, dass nur über schärfere und nicht über wirksamere Maßnahmen" gesprochen werde. Es gebe zum Beispiel "keine Belege" für eine erhöhte Infektionsrate in Deutschland durch die zuerst in England aufgetretene Coronavirus-Mutation. Trotzdem gehe es bereits jetzt um eine Verlängerung des Lockdowns bis März - "nur aufgrund einer Vermutung". …
Quelle: https://www.presseportal.de/pm/102491/4813275 

• Franziska Augstein: „Fortgeworfen vom Staat“

Grundrechte außer Kraft, Alte isoliert, Kinder ohne Bildung: Wie Covid-19 die Werte beschädigt, die das deutsche Gemeinwesen ausmachen.
… Was für die Öffentlich-Rechtlichen gilt, trifft auch auf viele andere Medien zu: Angstmache war und ist Programm. Jene Fachmediziner, die nach Auffassung von Journalisten Covid-19 nicht ernst genug nahmen, bekamen gelegentlich ein wenig Raum, ihre Ansichten darzulegen. Aber prominent wurden jene vorgestellt, die über Covid-19 reden, als befänden wir uns im 14. Jahrhundert und es handele sich um die Pest. So musste beim Publikum der Eindruck entstehen, jedes Opfer sei zu bringen, um dieser tödlichen Krankheit zu entgehen. …
Quelle: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/fortgeworfen-vom-staat-a-1f15a237-154f-4118-a015-e75df6ec633a 

• Panikorchester in der Endlosschlaufe

Es gab selten ein derart dominantes Medienthema wie die Corona-Krise. Die Medien haben mit ihrer Berichterstattung politischen Aktivismus und überzogene Maßnahmen begünstigt.
Das Coronavirus, seine Mutationen, das Drama um die Impfstoffbeschaffung und -verteilung sowie die verlängerten und verschärften Lockdowns halten uns weiter in Atem. Es gibt nur einen blinden Fleck: welche Rolle der Journalismus, zuvörderst die Leitmedien und das öffentlich-rechtliche Fernsehen, im ersten Pandemiejahr gespielt hat. Das wurde zu wenig ausgeleuchtet. Stattdessen wurden wir fast täglich mit Informationen dazu überschüttet, wie sich in den sozialen Netzwerken Desinformation und Verschwörungstheorien ausbreiten.
Zwar hat die Art und Weise, wie Leitmedien über die Corona-Krise berichten, nicht die Pandemie ausgelöst. Sie hat aber ganz gewiss die Erwartung mit erzeugt, eine Pandemie sei durch politische Massnahmen «kontrollierbar», und sie hat damit die angeblich «alternativlosen» politischen Reaktionen auf Covid-19 in den westlichen Demokratien mitgeprägt. …
Wir haben es fraglos mit einem Berichterstattungs-Overkill zu tun. Quantität ist in eine neue Qualität umgeschlagen. Zwar funktioniert so Aufmerksamkeitsökonomie. Aber das Problem dabei ist eben, dass Medienprofis uns über den Weltlauf informieren sollten – und offenbar nicht sehen wollen, was sie mit ihrem Tunnelblick anrichten.
Denn Politik agiert nicht im luftleeren Raum. So wie die Medien liefern, was ihre Nutzer wollen, kümmern sich Politiker um ihre Wähler. Diese wiederum laufen, vom Virus und von den Medien eingeschüchtert, eher dem strammen Markus Söder hinterher als dem vergleichsweise zaudernden Politikertyp eines Armin Laschet. …
Quelle: https://de.ejo-online.eu/qualitaet-ethik/panikorchester-in-der-endlosschlaufe

Doch all die kritischen Stimmen, sach- und fachkundig, und deren Argumente interessieren die Regierenden und ihre Helfershelfer nicht:

• Vize-Kanzler Scholz rechnet mit Lockdown bis Mitte Februar

Längerer Lockdown, nächtliche Ausgangssperre, FFP2-Maskenpflicht: All das will Vize-Kanzler Scholz im rbb-Interview nicht ausschließen. Am Dienstag beraten genau darüber Bund und Länder. Auch das Thema Home-Office wird dabei eine große Rolle spielen.
Quelle: https://www.rbb24.de/content/rbb/r24/politik/thema/corona/beitraege/2021/01/corona-regeln-shutdown-verschaerfung-verlaengerung-ffp2-maskenpflicht.html
Die Begleitmusik kommt unter anderem vom Bundesgesundheitsminister:

• Spahn warnt vor Gefahr von mutierten Viren

Dass sich ein Virus mit der Zeit verändert, sei normal. Doch dass es dabei so viel ansteckender werde, beunruhigt den Bundesgesundheitsminister. Jetzt will er die Labore dazu verpflichten, mehr Proben genetisch zu untersuchen.
Quelle: https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/jens-spahn-warnt-vor-gefahr-von-corona-mutationen-17151850.html
Auch die machtorientierten Medien bieten Begleitmusik und verbreiten faktischen Unsinn entgegen aller Expertenwarnungen:

• Sicherer unterwegs mit FFP2-Masken

In der Corona-Krise schlägt jetzt die Stunde der FFP2-Maske, die nicht nur die Mitmenschen, sondern auch den Träger selbst vor Viren schützt. Apotheker-Preise muss dafür niemand zahlen, und mehrmals verwenden kann man sie auch.
Quelle: https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/wirtschaft/corona-krise-sicherer-unterwegs-mit-ffp2-masken-17151035.html

• Österreich als Vorbild?

"Düsterer Ausblick": Was der bis 7. Februar verlängerte Lockdown bedeutet
Kanzler Kurz rechnet mit "zwei bis drei harten Monaten". Ab 25. Jänner gilt: Zwei Meter Abstand und FFP2-Masken-Pflicht in Handel und Öffis. Schulschichtbetrieb ab 8. bzw. 15. Februar
Quelle: https://www.derstandard.at/story/2000123363091/duesterer-ausblick-was-der-verlaengerte-lockdown-bis-7-februar-bedeutet?ref=article

• Initiative „#ZeroCovid“ fordert auch Shutdown der Wirtschaft

Der aktuelle Lockdown geht Unterstützern der Initiative #ZeroCovid nicht weit genug.
Wissenschaftler, Aktivisten und Gesundheitspersonal fordern, Kontakte auch am Arbeitsplatz einzuschränken.
Für Einkommensschwache plant die Initiative ein soziales Rettungspaket.
Quelle: https://www.rnd.de/gesundheit/zerocovid-initiative-fordert-radikalen-shutdown-auch-fur-die-wirtschaft-EH4IOYUHQD3NWFXKXXON65R7S4.html

• Datenboulevardjournalismus der taz zu Corona

Nach fast einem Jahr Corona-Datenberichterstattung ist weiterhin zu beobachten, dass in zahlreichen Redaktionen viel Halbinformiertheit über Infektionszahlen und Co. verbreitet ist und folglich auch von ihnen verbreitet wird. Zur Klarheit und Beruhigung im Diskurs über die Lage trägt das nicht bei; vielmehr schürt es Aufgeregtheit und Verwirrung.
Jüngst lieferte die “taz” ein anschauliches Beispiel dafür. …
Quelle: https://www.datenjournalist.de/datenboulevardjournalismus-der-taz-zu-corona/


Doch selbst alternative und grundsätzlich kritische Medien folgen oft den offiziellen Sichtweisen auf die Corona-Krise und die Pandemie und diffamieren andere Sichtweisen und Erklärungen dafür. Ein Beispiel lieferte das Schweizer Online-Magazin „Infosperber“ am 17. Januar 2021 mit diesem Beitrag:

• „Schweizer Chefärztin verbreitet Hirngespinste zu Corona“

Darin heißt es unter anderem:
„Für eine Chefärztin einer Schweizer Privatklinik ist die Corona-Pandemie nur ein Ablenkungsmanöver für eine Verschwörung.
… Petra Wiechel stellt die Corona-Pandemie als Weltverschwörung dar. Sie schreibt: «2020 sollten wir als Menschen einer viralen Bedrohung gegenüberstehen, die so nie existiert hat! Sie ist eine politisch inszenierte Pandemie, dessen (sic) Werkzeug heute Covid 19 ist und morgen Covid 21.» Damit nicht genug: «Heute wissen wir um die Ursachen dieser weltweiten Pandemie, doch niemand erklärt sie uns aufrichtig und offen. Norwegen, als einziges nicht verschuldetes Land, schaut entspannt auf die Welt. Alle anderen Staaten sind hoch finanziell (sic) verschuldet und damit erpressbar geworden. Corona ist das grosse geplante Ablenkungsmanöver im Rahmen eines weltweiten wirtschaftlichen Umbruchs.»
Weiter sieht Wiechel einen Zusammenhang zwischen Covid-Erkrankungen und 5G-Mobilfunkstrahlung und bedient damit gleich die nächste Verschwörungs-Fantasterei. …“
Quelle: https://www.infosperber.ch/gesundheit/schweizer-chefaerztin-verbreitet-hirngespinste-zu-corona/
Nein, keinerlei Diskussion oder faktenbasierte Widerlegung ihrer Thesen, sondern Diffamierung folgt dem, auch auf Grund der Sicht der Ärztin auf Krankheiten, die nicht unbedingt der Schul- und Pharma-Medizin folgen. Eine Reihe von Kommentaren unter dem Beitrag sehen das ähnlich. So geht es zu, nicht nur in der Schweiz …

Sind die Corona-Maßnahmen gegen Covid-19 wirkungslos, wenn die gemeldeten Zahlen mal unhinterfragt akzeptiert werden, aber gegen Influenza erfolgreich? Die Frage stellt sich angesichts solcher Meldungen:

• Aktuell kein einziger Influenza-Fall in Österreich

Grund für das Ausbleiben von Ansteckungen seien die Corona-Maßnahmen, sagen Experten. Im letzten Jahr starben 840 Menschen an der Grippe
Quelle: https://www.derstandard.at/story/2000123371774/2021-noch-kein-einziger-influenza-fall-in-oesterreich?ref=article

Sonntag, 17. Januar 2021

Nachrichtenmosaik Corona – Folge 20

Gesammelte Informationen und Nachrichten zur Corona-Krise
(persönliche Anmerkungen von mir sind kursiv gesetzt)

• Dr. Iris Schubert, Amtsärztin und Leiterin des Gesundheitsamtes Landkreis Stendal auf Pressekonferenz am 12.1.2021: Keine Übersterblichkeit trotz Covid-19

"Trotzdem müssen wir auch mal die Zahlen relativieren ... weil es wird ja immer gesagt, es sterben jetzt so viele an Covid-19."
"Wir sind ..., was den Durchschnitt angeht, noch nicht höher in Todesfällen, nur weil wir COVID-19 haben."
"Covid-19 hat dieses Jahr Influenza verdrängt. Wir haben sonst jedes Jahr Influenza-Tote, die haben wir dieses Jahr nicht. Dafür haben wir Covid-19-Tote. Aber wir haben nicht mehr Tote als sonst. Und die, die sterben, sind krank und auch alt."
"Wir denken, dass die Zahlen immer mehr runter gehen, weil die meisten sich schon angesteckt haben, ein paar Symptome hatte und jetzt immun sind."
Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=9p1YzGSb-k0 (ab Minute 08:40)
Anmerkung: Sie sagt und bestätigt das, was alle Experten und sonstige Menschen wachen Geistes, die sich mit der Entwicklung beschäftigen und nicht in Panik verfallen, schon gesagt haben.
Hier gibt es ähnliche Aussagen von Dr. Schubert von Ende Dezember 2020:

... Eine „Insel der Glückseligen“ sei der Landkreis seit November nicht mehr. Die Zahlen seien enorm angestiegen, was sowohl Infektionen als auch Todesfälle angeht. Dabei treffe es überwiegend alte Menschen – solche mit Vorerkrankungen. Nur acht der Verstorbenen seien unter 60 Jahre alt gewesen, berichtet Amtsärztin Dr. Iris Schubert. Diese hätten ihren Angaben nach auch eine „gewöhnliche Grippe“ nicht überlebt. Die Belastung, die mit der großen Zahl an Nachverfolgungen und notwendigen Quarantänebescheinigungen einhergeht, überlaste das Gesundheitsamt. ...
„Wir hätten den Impfstoff vor vier Wochen gebraucht“, sagte Schubert. Jetzt seien die Zahlen so hoch, dass die Verteilung schwierig werde. Denn: Man impfe niemals in einen Infektionsherd hinein. ..."
Quelle: https://www.az-online.de/altmark/stendal/keine-insel-glueckseligkeit-13949759.html

• Nicht nur in der Schweiz: „Schwer Gefährdete lässt man fahrlässig im Stich“

Mit täglich addierten Zahlen von an oder mit Corona Gestorbenen schüren Behörden Angst. Doch ernst nehmen sie die Todesfälle nicht.
Quelle: https://www.infosperber.ch/gesundheit/public-health/corona-schwer-gefaehrdete-laesst-man-fahrlaessig-im-stich/

• Welche Masken nützen gegen das neue Virus?

Bayern erklärt FFP2-Masken für obligatorisch. In der Schweiz äussern Experten Zweifel, dass die Masken mit hoher Filterwirkung tatsächlich besser schützen.
… Noch deutlicher äussert sich der Genfer Epidemiologe Antoine Flahault zu einer allfälligen Pflicht für FFP2-Masken. «Ich persönlich finde das keine gute Idee.» In mehreren randomisierten Studien habe man nicht beweisen können, dass FFP2-Masken besser schützten als die gängigen OP-Masken. «Sogar im Gesundheitsbereich nicht, wo das Personal weiss, wie man diese Masken trägt.» Das habe wohl damit zu tun, vermutet Flahault, dass es schwieriger sei, die FFP2-Masken richtig zu positionieren und zu tragen. «Sie sind auch weniger bequem, und man muss sie alle drei bis vier Stunden auswechseln.» Wenn man FFP2-Masken nicht ganz nach Vorschrift trage und wechsle, dann leide die Qualität. …
Quelle: https://www.tagesanzeiger.ch/neues-virus-welche-masken-nuetzen-noch-228610070801

• Robert-Koch-Institut: FFP2-Masken nicht für privaten Gebrauch zu empfehlen

… Bei der Anwendung durch Laien ist ein Eigenschutz über den Effekt eines korrekt getragenen MNS hinaus daher nicht zwangsläufig gegeben. In den „Empfehlungen der BAuA und des ad-Hoc AK „Covid-19“ des ABAS zum Einsatz von Schutzmasken im Zusammenhang mit SARS-CoV-2“ werden FFP2-Masken nicht zur privaten Nutzung empfohlen.
Gemäß Vorgaben des Arbeitsschutzes ist die durchgehende Tragedauer von FFP2-Masken bei gesunden Menschen begrenzt (siehe Herstellerinformationen, i.d.R. 75 Minuten mit folgender 30-minütiger Pause), um die Belastung des Arbeitnehmers durch den erhöhten Atemwiderstand zu minimieren. Bedingt durch den zweckbestimmten, zielgerichteten Einsatz sind keine Untersuchungen zu den gesundheitlichen, ggf. auch langfristigen Auswirkungen der Anwendung von FFP2-Masken außerhalb des Gesundheitswesens z.B. bei vulnerablen Personengruppen oder Kindern verfügbar. Bei Gesundheitspersonal sind Nebenwirkungen wie z.B. Atembeschwerden oder Gesichtsdermatitis infolge des abschließenden Dichtsitzes beschrieben. Beim Einsatz bei Personen mit z.B. eingeschränkter Lungenfunktion oder älteren Personen sind gesundheitliche Auswirkungen nicht auszuschließen. …
Quelle: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste_Infektionsschutz.html
siehe auch:
Empfehlungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua) und des ad-Hoc-AK "Covid-19" des Ausschuss für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) zum Einsatz von Schutzmasken im Zusammenhang mit SARS-CoV-2
Quelle: https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Coronavirus/pdf/Schutzmasken.pdf

• Virologe über FFP2-Maskenpflicht: "Das ist Populismus und Blödsinn"

Aktionismus, Chaos, schlechte Umsetzung: Die Entscheidung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), ab Montag FFP2-Masken im ÖPNV und beim Einkaufen zur Pflicht zu machen, hat ihm viel Kritik eingebracht.
… Auf AZ-Anfrage heißt es lediglich, das RKI kommentiere generell keine Maßnahmen anderer Behörden oder Länder. Es verweist allerdings auf eine im November herausgegebene Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) zur Infektionsprävention durch das Tragen von Masken, die sich im Wesentlichen mit den Empfehlungen des RKI deckt.
An dieser Stellungnahme mitgewirkt hat Virologe und DGHM-Mitglied Andreas Podbielski, Direktor des Instituts für Medizische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene der Universität Rostock. Und der findet deutliche Worte: "Ich weiß nicht, was Herrn Söder da geritten hat", sagt der Professor der AZ. "Das hört sich für mich nach Aktionismus an."
Das Tragen von FFP2-Masken im privaten Bereich sei "Populismus und Blödsinn", so Podbielski weiter. "Das ist belastend, und ich sehe den Sicherheitsgewinn außerdem nicht, sondern haufenweise Risiken." …
Quelle: https://www.abendzeitung-muenchen.de/bayern/virologe-ueber-ffp2-maskenpflicht-das-ist-populismus-und-bloedsinn-art-698513

• Schweizer Masken-Millionäre machten in Deutschland Kasse

Die Schweizer Firma Emix Trading verkaufte in der ersten Corona-Welle Schutzmasken zu horrenden Preisen. In Bayern hatte sie eine illustre Türöffnerin.
… Türöffnerin für die Emix war eine Frau namens Andrea Tandler. Sie ist die Tochter von Gerold Tandler, ein Urgestein der bayrischen CSU. Vater Gerold Tandler war im Freistaat Innenminister, Wirtschaftsminister, Finanzminister, CSU-Fraktionschef und CSU-Generalsekretär. …
Quelle: https://www.tagesanzeiger.ch/schweizer-masken-millionaere-machten-in-deutschland-kasse-203677959322

• Maskenbefreiungsattest (in Brandenburg): Im Ori­ginal, aber ohne kon­k­rete Diag­nose

Wer sich in Brandenburg von der Maskenpflicht befreien will, braucht ein ärztliches Attest. Dieses muss im Original mitgeführt werden, so das OVG Berlin. Die konkrete Diagnose muss es aber nicht beinhalten.
Quelle: https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/ovg-berlin-11s132-138-20-attest-befreiung-maskenpflicht-anforderungen/

• Sind Schlittenfahrer ein Risikofaktor? Wenn Corona-Regeln irrational werden

Nach Urlaubern werden jetzt Familien auf Tagesausflug zur neuen Zielscheibe der Empörten - und der Behörden. Doch wenn Maßnahmen nicht nur einschränken, sondern logischen Grundlagen entbehren, droht der Regierung Verlust von Unterstützung. Ein Kommentar.
… Wie aber will man Bürger, die brav seit 10 Monaten so ziemlich jede Maßnahme mitgemacht haben, erklären, dass die ersten Kreise jetzt Rodel-Wiesen schließen und mit 25.000 Euro Strafe drohen ? Oder dass jetzt bei bestimmten Inzidenzwerten die "Corona-Leine" kommt, mit der man sich selbst allein im Auto nur 15 Kilometer vom Wohnort wegbewegen darf? Welche reale Reduzierung des Ansteckungsrisikos ergibt sich dadurch, die eine derart massive Einschränkung von Grundrechten rechtfertigen? …
Zahlreiche Wissenschaftler betonen seit Monaten, dass das Ansteckungsrisiko an der frischen Luft gering ist. …
Quelle: https://www.focus.de/gesundheit/politik-im-lockdown-fieber-corona-leine-fuer-schlittenfahrer-wenn-regeln-irrational-werden_id_12849258.html

• B. Reitschuster: SOS – Kanzleramt prüft Riesen-Lockdown – Ein Corona-Hilferuf an meine Leser

… Ist etwas mit meinem Verstand nicht in Ordnung? Weil ich es einfach nicht verstehe, dass es zwar eine wissenschaftlich fundierte Studie gibt, die den Nutzen des Lockdowns widerlegt und sogar dessen Schaden nahelegt, aber die Regierung keine Studie nennen kann, die seinen Nutzen belegt. Dass die Weltgesundheitsorganisation WHO von Lockdowns abrät. Dass der bisherige Lockdown den offiziellen Zahlen zufolge nichts bringt, dass wir keine Übersterblichkeit haben. Aber dass nun eine Verschärfung des Lockdowns kommen soll (eines Begriffes aus der Gefängniswelt, der dafür steht, dass alle Gefangenen in ihre Zellen „abgesondert“ werden)? Wo liegt mein logischer Fehler, dass ich diese geistige Kurve nicht kriege? …
Quelle: https://reitschuster.de/post/sos-kanzleramt-prueft-riesen-lockdown/
Anmerkung: Reitschuster ist nicht allein mit seinen Zweifeln und Fragen, wie auch die zahlreichen Kommentare unter seinem Text zeigen. Die Fragen, die er sich stellt, stelle ich mir auch.

• Intensivmediziner: „Haben den Höhepunkt wohl überschritten“

Angesichts sinkender Patientenzahlen auf den Intensivstationen ist der neue Präsident der Vereinigung der Intensivmediziner vorsichtig optimistisch. Weihnachten und Silvester haben sich demnach nicht negativ ausgewirkt. …
Herr Professor Marx, Sie sind seit wenigen Tagen neuer Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, kurz: „Divi“. Zeichnet sich aus Ihrer Sicht auf den Intensivstationen eine Entspannung ab?
GERNOT MARX Die besten Daten, die wir haben, sind die aus dem DIVI-Intensivregister. Danach liegen wir bundesweit am Mittwoch bei 5187 belegten Intensivbetten, in der Spitze waren es etwa 5700, also rund 500 mehr. Es sieht also so aus, als hätten wir den Höhepunkt bei den intensivpflichtigen Patienten überschritten. Und es scheint momentan so, als ob der befürchtete Zusatz-Peak durch die höhere Besuchsfrequenz an Weihnachten und Silvester ausbleiben würde. Meine Hoffnung ist, dass wir den tatsächlich nicht mehr sehen – es sei denn, die neue Mutation des Virus macht uns einen Strich durch die Rechnung. …
Es ist immer sehr schwer zu sagen, was welche Effekte erzielt. Am Ende des Tages geht es darum, Kontakte zu reduzieren. Wenn sich die Zahlen aber so fortsetzen, ist das ein Indiz dafür, dass sich viele Menschen diszipliniert verhalten haben. Das müssen wir noch ein paar Wochen durchhalten. Das und die Impfung ist dann der Weg aus der Pandemie heraus. Wenn alles gut läuft, können wir vielleicht im Verlauf des dritten Quartals langsam wieder zu einer neuen Normalität zurückkehren. Dazu brauchen wir aber eine erfolgreiche Impfung. …
Quelle: https://rp-online.de/nrw/panorama/corona-divi-praesident-sieht-peak-auf-intensivstationen-ueberschritten_aid-55643433
Anmerkung: Und dennoch will die Politik lieber alles verschärfen. Das scheint die richtige Diagnose dazu:

• Nicht mehr nachvollziehbare Irrationalität

… Epidemiologisch und virologisch hat sich nichts geändert. Was sich geändert hat, ist die von einer nicht mehr nachvollziehbaren Irrationalität bestimmte Politik. Sie ist in den Modus panikartiger Entscheidungen gewechselt, wo wir Bürger alle paar Stunden mit Kurswechseln rechnen müssen, denen es offenkundig an einem Minimum an Logik fehlt. …
Quelle: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik-zu-maybrit-illner-irrationalitaet-als-corona-prinzip-17147110.html

• Wider das Grundgesetz: Minister Maas für Sonderrechte für Geimpfte

Eigentlich ist es die Position der Bundesregierung, dass Menschen ohne Corona-Impfung nicht benachteiligt werden sollen. Der Außenminister sieht das nun anders – und erinnert an die Interessen von Restaurant- und Kinobetreibern.
Quelle: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/corona-maas-bringt-rueckkehr-von-rechten-fuer-geimpfte-ins-spiel-17150174.html
Anmerkung: Da beruft sich der Politikerdarsteller und Jurist Maas bei seinen grundgesetzwidrigen Vorschlägen auch noch auf jene, die durch die Corona-Politik geschädigt werden … So wird die Gesellschaft gespaltet, und wie üblich auch mit Hilfe der Sozialdemokraten … 

• Anmerkung zur Statistik der sogenannten Corona-Toten

Ich hatte in Folge 19 vom 14. Januar 2021 (https://springstein.blogspot.com/2021/01/nachrichtenmosaik-corona-folge-19.html) auf zweifelhafte Statistiken über die Todesfälle „im Zusammenhang mit Covid-19“ hingewiesen. Dazu erreichte mich ein Hinweis eines Lesers, den ich mit seiner Zustimmung hier wiedergebe:
„Man muss bei den Zahlen über Covid-19 Sterbefälle aufpassen. Man darf sie nicht mit den vom RKI gemeldeten Fälle in einen Topf werfen.
IQM hat hier die Krankenhaus interne Kategorisierung wiedergegeben. Ans RKI würden nur die bestätigten Fälle weitergegeben.
IQM hat nun dazu den "Faktencheck" der "Rechercheplattform" Correctiv verlinkt, der genüsslich die erläuternde Antwort des Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirats der IQM, Ralf Kuhlen, zitiert.
Krankenhausdaten: Nein, es werden nicht zwei Drittel der Corona-Toten ohne Virusnachweis gemeldet
Die Aufregung ist natürlich künstlich und unfair, schließlich war das nicht ohne weiteres ersichtlich. Statt "Faktencheck, hätte IQM das ganze einfach in einer Anmerkung genauer erläutern können. …
Ich bin mir aber auch nicht sicher, inwiefern die Angaben des Hr. Kuhlen die ganze Wahrheit ist. Befreundete Ärzte meinen, was bzgl. Todesursache zähle, sei der Totenschein. Das RKI kann aber dennoch nach seinen eigenen Kriterien zählen. Das erklärt vielleicht die Abweichungen zwischen den RKI-Zahlen und denen des Stat. Bundesamtes.
Relevant sind die vielen Fälle, die mit bloßen Verdacht in den Kliniken als Covid-Fälle registriert werden, für ihre Auflistung im DIVI-Register. Dort blähen sie die Corona-Fallzahlen sicherlich auf.
Schwammig ist die Zählweise des RKI eigentlich nicht. Sie entspricht ja auch der Vorgabe des Europäische Zentrum für die Prävention ECDC. Dagegen spricht im Grunde nichts, da eine genaue Zählung nicht möglich wäre. Meist kommen ja mehrere Faktoren zusammen und Corona ist dann vielleicht oft tatsächlich der Trigger oder der Sargnagel bei Menschen, die ohnehin nicht mehr lange zu leben hatten.
Es sollte nur klar kommuniziert werden, dass die RKI-Zahlen nicht die tatsächliche Zahl von an Covid gestorbenen wiedergibt.
Mit Exzess-Mortalität, wie bei Grippewellen kommt man hier nicht weiter, weil Corona ja nicht die einzige Ursache sein muss, sondern auch die Folgen der Maßnahmen rein spielen. Man hätte aber mittlerweile durch genauere Untersuchung von Stichproben sicherlich schätzen können, wie hoch der Anteil der Todesfälle statistisch gesehen ist, den man auf Covid zurückführen kann.
Selbstverständlich müssten die, die nach der Impfung starben ebenfalls als "im Zusammenhang mit der Impfung" verstorben gezählt werden.“