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Sonntag, 11. Mai 2014

Nun doch: US-Söldner in der Ostukraine

Nun werden die Informationen über US-Söldner in der Ukraine doch vorsichtig bestätigt

Ich habe ehrlich geglaubt, ich lese nicht richtig, als ich Folgendes vorhin bei Spiegel online sah:
"Einsatz gegen Separatisten: Ukrainische Armee bekommt offenbar Unterstützung von US-Söldnern
400 US-Söldner sollen in der Ostukraine gegen die Separatisten kämpfen. Das berichtet "Bild am Sonntag" und beruft sich dabei auf Geheimdienstinformationen. Die Kämpfer kommen demnach vom Militärdienstleister Academi, früher bekannt als Blackwater.
...
Ein Zeitungsbericht legt nun nahe, dass an der Sache womöglich doch etwas dran sein könnte: Laut "Bild am Sonntag" werden die ukrainischen Sicherheitskräfte von 400 Academi-Elitesoldaten unterstützt. Sie sollen Einsätze gegen prorussische Rebellen rund um die ostukrainische Stadt Slowjansk geführt haben. Demnach setzte der Bundesnachrichtendienst (BND) die Bundesregierung am 29. April darüber in Kenntnis. Wer die Söldner beauftragt habe, sei noch unklar.
Die Informationen sollen vom US-Geheimdienst stammen und seien während der sogenannten Nachrichtendienstlichen Lage, einer regelmäßigen Besprechung unter Leitung von Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU), vorgetragen worden. ..."

Ich hatte am 8. März 2014 Folgendes geschrieben: "Verschiedenen Informationen zufolge halten sich ausländische Söldner in der Ukraine auf. Zudem gibt es Warnungen vor "Operationen unter falscher Flagge"". Mehr kann hier nachgelesen werden.

Hier noch mehr Informationen von März und April zum Nachlesen:

"Die Söldnerfirma, die unter dem Namen "Blackwater" bekannt ist und inzwischen "Academi" heißt, bietet Scharfschützen-Kurse an, für "Basic Sniper" und "Advanced Sniper"" (Kommentar vom 7. März)

Zu den Söldnern gab es in der letzten Zeit verschiedene Meldungen:
"Russlands Außenamt hat seine Besorgnis über die Verlegung zusätzlicher Armeeeinheiten in den Osten der Ukraine geäußert. Zu diesen Einheiten gehören auch Vertreter der US-Organisation Greystone, heißt es in einem Appell des Ministeriums auf der offiziellen Facebook-Webseite.
Nach Angaben des Ministeriums werden in den Südosten der Ukraine, darunter auch nach Donezk, Einheiten der Truppen des Innenministeriums und der Nationalgarde verlegt, aber auch Kämpfer aus der illegalen bewaffneten Formation Rechter Sektor. ..." (RIA Novosti, 8.4.14)
Später wurde die Firma Greystone von RIA Novosti zitiert, die bestritt, Mitarbeiter nach Kiew geschickt oder einen Auftrag dazu bekommen zu haben. ...

RIA Novosti, 9.4.14: "Die Präsenz ausländischer Söldner in der Ukraine ist unzulässig. Mitarbeiter von privaten Militärunternehmen können Kampfhandlungen provozieren, wie Dennis Kucinich, Ex-Kongressabgeordneter und ehemaliger Anwärter auf das Amt des US-Präsidenten, in einem Interview für RIA Novosti sagte.
Früher hatte das russische Außenministerium Beunruhigung darüber zum Ausdruck gebracht, dass zusätzliche Kräfte der ukrainischen Armee im Osten der Ukraine zusammengezogen werden. In ihrem Bestand gibt es Vertreter des Unternehmens Greystone Ltd., Einheiten der Einsatztruppen und der Nationalgarde der Ukraine sowie Kämpfer der illegitimen bewaffneten Formation „Rechter Sektor“."

Russia Today, 15.4.14: 15:24 GMT: There are currently no Ukrainian army vehicles inside the Donetsk region city of Slavyansk, say live reports on anti-government channels set up by eastern Ukrainian activists.

RIA Novosti, 10.4.14: "Private US-Sicherheitsfirmen haben Informationen zurückgewiesen, an den Ereignissen in der Ukraine beteiligt zu sein, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Donnerstag.
Russlands Außenministerium hatte der Regierung in Kiew vorgeworfen, rund 150 Spezialisten der US-Sicherheitsfirma Greystone angeheuert zu haben, um die Unruhen in der Ostukraine zu unterdrücken.
„Unsere Mitarbeiter arbeiten nicht in der Ukraine und wir haben nicht vor, sie dorthin zu schicken“, hieß es in einer Mitteilung der US-Sicherheitsfirma.
Nach der Besetzung des Verwaltungsgebäudes in Donezk berichteten Vertreter der Organisation „Selbstverteidigung des Donezkbeckens“, ausländische Söldner bei ihrer Ankunft am Donezker Flughafen gesehen zu haben. Am Dienstagmorgen seien 200 ausländische „Legionäre“ am Flughafen eingetroffen."

RIA Novosti, 8.4.14: "Mit dem Entsenden von Kämpfern der privaten US-Militärfirma Greystone in die Ukraine setzen die Vereinigten Staaten nach der Einschätzung des russischen Experten Igor Korotschenko ihre gewaltsame Einmischung in die inneren Angelegenheiten dieser ehemaligen Sowjetrepublik fort.
„Weil die ukrainischen Sicherheitsstrukturen faktisch versagen, sollen die ausländischen Söldner die Proteste im Osten und Süden niederschlagen“, kommentierte Korotschenko, Chefredakteur des Magazins „National Defence“, die Mitteilung des russischen Außenministeriums, dass mindestens 150 Spezialisten aus der privaten US-Militärorganisation Greystone in die Ost-Ukraine geschickt worden seien. Die Amerikaner seien in die Uniform der ukrainischen Spezialeinheit „Sokol“ gekleidet worden."

Hier ein Video, aufgenommen am 11.4.14 am Flughafen Donezk, das Uniformierte zeigt, die nicht nach ukrainischen Soldaten o.ä. aussehen, sondern eher wie Söldner, z.B. von der Blackwater-Nachfolgefirma Academi/Greystone ... aber davon gibt es sicher mehr als eine.

Hier weitere Informationen dazu: "Nach Angaben aus Donezk ist eine weitere Gruppe der amerikanischen Söldner am Flughafen der Stadt eingetroffen. Die Maidan-Regierung plant, diese Söldner bei Säuberungsaktionen im Gebiet einzusetzen. Sergej Zyplakow, stellvertretender Leiter der Volkswehr vom Gebiet Donbass behauptet, die Landtruppe zähle 100 Söldner. Amerikanischen und britischen Presseberichten zufolge beträgt die Zahl der Söldner, die die Kiewer Führung im Südosten der Ukraine einsetzen will, bis zu 1.800 Menschen." (Stimme Russlands, 10.4.14)

ITAR TASS, 25.3.14: Die Entscheidung ausländische Söldner zu engagieren, stammt von dem Oligarchen Ihor Kolomoyskyi, Miteigentümer der ukrainischen Privatbank, und Serhiy Taruta, Chef der Industrievereinigung von Donbass, einem Kohlebecken im Osten der Ukraine, die von den neuen Machthabern in Kiew als Statthalter in der Region Dnepropetrovsk und östlichen Region Donetsk ernannt wurden. Den offiziellen ukrainischen Strafverfolgungsbehörden werde nicht zugetraut, gegen die Widerständigen in der Ostukraine vorgehen zu können. Die Entscheidung sei dem sogenannten Interimspräsidenten Turtschinow mitgeteilt worden.
Hier ein Bericht von Russia Today vom 9.4.14, der ebenfalls sagt, dass Kiew ausländische Södner engagierte, um gegen die Widerständigen vorzugehen.  Dass die Söldnerfirma Greystone dementiert, gehöre zum Geschäft, sagt in dem Bericht David Becker von der Anti-War Answer Coalition in den USA

Hier wird ein Video gezeigt, eingestellt am 10.4.14, in dem Widerständige in Charkow einen vermutlichen Söldner überwinden, der englisch spricht und erkennbar eine "Sokol"-Uniform trägt

Nachtrag: In dem Zusammenhang muss an die unheilvolle Tradition der US-Einmischung in der Ukraine erinnert werden, das u.a. dieser von Willy Wimmer schon 2001 beschriebenen Linie folgt: "4. Der Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien sei geführt worden, um eine Fehlentscheidung von General Eisenhower aus dem 2. Weltkrieg zu revidieren. Eine Stationierung von US-Soldaten habe aus strategischen Gründen dort nachgeholt werden müssen." Es geht generell um die Korrektur der Geschichte nach dem 2. Weltkrieg, unter dem Stchwort "Neue Weltordnung".

Da gibt es eine unheilvolle Verbindung in die Geschichte: "Ab Ende der 40er Jahre begannen US-Dienststellen gezielt mit der Anwerbung von ehemaligen Nazi-Kollaborateuren und SS-Veteranen für den Widerstand in der Ukraine und im Baltikum. Denn aus Sicht der Amerikaner waren es genau die Leute, die man dort brauchte. Die Aufständischen vor Ort wurden mit Waffen und Sprengstoff versorgt und von Radio Free Europe zum Durchhalten ermuntert. Dazu wurden immer wieder kleine Teams von Spezialisten mit Fallschirmen abgesetzt, die für Propaganda, Sabotage und Attentate ausgebildet waren. Ein Oberst erzählte später noch mit einer gewissen Begeisterung: "Einige dieser Männer waren die besten Berufskiller, die ich je kennengelernt habe." Man sollte wie gesagt nicht denken, dass es sich bei diesem vergessenen Krieg um eine Kleinigkeit gehandelt hat. Der CIA-Leiter für Geheimoperationen Frank Wisner schätzte, dass allein in der Ukraine bis 1960 etwa 35.000 sowjetische Kader durch Guerillas ermordet wurden. Dass die Zahl derer, die durch die Unterdrückung des Aufstandes ums Leben kamen, um ein Vielfaches höher lag, versteht sich von selbst."

Aus einem Kommentar aus dem März von mir: Der Westen führte auch einen Untergrundkrieg gegen die UdSSR nach 1945, auch auf dem Boden der Ukrainischen Sowjetrepublik: "Bandera, dessen Milizen im Zweiten Weltkrieg zahlreiche Massaker begingen, darunter Massaker an Juden, erhielt nach Kriegsende Zuflucht in der Bundesrepublik - wie zahlreiche andere ukrainische NS-Kollaborateure auch. Andere wurden von der CIA in die Vereinigten Staaten verbracht, um dort für die Unterstützung verdeckter Operationen auf sowjetischem Territorium zur Verfügung zu stehen. Gemeinsames Ziel der Bundesrepublik und der USA war es, durch Unterstützung der ukrainischen Nationalisten die Sowjetunion zu schwächen und einen Sieg im Systemkampf herbeizuführen." (Quelle) In der TV-Doku "Hinter den feindlichen Linien - Geheimoperationen im Kalten Krieg" gibt es ebenfalls Infos dazu, u.a. hier nachschaubar

aktualisiert: 16:56 Uhr

Samstag, 8. März 2014

„False flag“-Operationen in der Ukraine?

Verschiedenen Informationen zufolge halten sich ausländische Söldner in der Ukraine auf. Zudem gibt es Warnungen vor "Operationen unter falscher Flagge"

„Auf der Halbinsel Krim haben offenbar Russen einen Militärstandort der ukrainischen Streitkräfte übernommen“ hieß es am Abend des 7. März u.a. bei dem Onlineportal Österreich.at. „Bewaffnete Männer seien mit einem Lastwagen in die Raketenabwehrstation gefahren, berichtete ein Reuters-Reporter am Freitag vor Ort. Es seien keine Schüsse gefallen. Das Tor des Luftwaffen-Stützpunkts sei nicht beschädigt.
In anderslautenden Berichten hatte es geheißen, der Standort sei gestürmt worden, der Lastwagen habe das Eingangstor durchbrochen. Ein Vertreter des ukrainischen Militärs sagte am Telefon, niemand sei verletzt. Ein anderer ukrainischer Vertreter sagte, er vermittle zwischen den Streitkräften und der bewaffneten Gruppe. Diese hätten keine Waffen erbeutet.“ Bei Spiegel online hieß es gleich: „Russische Einheiten haben eine Basis der ukrainischen Armee gestürmt. Auch Journalisten wurden angegriffen und verletzt.“ RTL-Reporter Dirk Emmerich meldete per Twitter: „Am Abend ca. 40 russische Soldaten eingedrungen, Basis besetzt… Verhandlungen, Abzug, Kosaken patrouillieren“. Zumindest Emmerich scheint nicht verletzt zu sein.

Was da genau geschah, weiß ich nicht. Mich schreckte diese Nachricht allerdings auf, weil sie nach Eskalation klingt. Und weil am 3. März der russische Journalist Alexander Zhilin, der nach meinen Informationen für die Zeitung Moskowskaja Prawda arbeitet, Folgendes in seinem Blog schrieb:  „WARNUNG! Aus zuverlässigen Quellen in Kiew wurde bekannt, dass ausländische Militärberater und die neuen Behörden Provokationen gegen ukrainischen Truppen vorbereiten. Das Ziel ist es, einen nächtlichen Angriff auf eine Militäreinheit zu organisieren und dann die Russen zu beschuldigen. Die Behörden gaben ihre Zustimmung!“ Sind die Ereignisse auf der Krim vom 7. März die ersten Zeichen einer "Operation unter falscher Flagge", einer "False flag"-Operation? Wobei wahrscheinlich eher von einer "friendly fire"-Operation zu sprechen ist, also einer Aktion einer Seite gegen die eigenen Kräfte, um diese jemand anderen in die Schuhe zu schieben. Beides wird im Allgemeinen oft vermischt. Der Unterschied: "False Flag"-Operationen lassen sich meist früher oder später nachweisen, bei "Friendly Fire" gibt es nur Vermutungen.

In dem Blog Phantom Report wurde am 4. März Informationen wiedergegeben, dass bis zu 300 Mitarbeiter einer „Blackwater“-Nachfolgefirma, der Greystone Limited, in der Ukraine angekommen seien. Diese speziell für die Ukraine geschulten Söldner sollen danach Einrichtungen der neuen selbsternannten ukrainischen Regierung in der Südost- und Ostukraine schützen. Die Frage sei, wie viele private Sicherheitskräfte fremder Länder in der Ukraine wirklich  aktiv seien und wer sie bezahlt. Für die ukrainische Regierung sei es zu teuer, eine solche private Sicherheitsfirma zu mieten. Es gebe Informationen, so der Bericht, dass es  Absprachen zwischen den per Staatsstreich an die Macht Gekommenen in Kiew und der US-Botschaft gebe, Söldnerfirmen einzusetzen. Diese könnten eingesetzt werden, um die Lage im zu destabilisieren, heißt es weiter, „wie in Afrika und anderswo“. Der Beitrag stützt sich u.a. auf entsprechende Informationen der Website Politikus.ru vom 3. März. Dort wurden Videos veröffentlicht, die unbekannte Söldner in Donezk zeigen, siehe auch hier und hier. Auch bei anderen Quellen sind entsprechende Informationen zu finden, so beim Netzwerk Voltaire. Die Website War Resisters' International berichtete 2007, dass bei "Blackwater" auch ukrainische Söldner in Diensten seien: "… They are hiring military veterans for jobs previously assigned to the military. 15,000 private security agents from the United States, Britain and countries as varied as Nepal, Chile, Ukraine, Israel, South Africa and Fiji were employed in Iraq during the time of the attack. …"

In den westlichen Regionen der Ukraine  würden „Tausende von Kämpfern der verschiedenen Nationalitäten und Religionen“ zusammengezogen, darunter auch Islamisten, die in Libyen und Syrien kämpften, meldete die russische Website Argumenty.ru am 3. März. Unter ihnen sind ausländische Söldner von privaten Militärfirmen wie die 300 der Firma Greystone Limited. Es könnte zu Provokationen von Militanten in den vorrangig russischsprachigen Regionen der Ukraine kommen, so eine Quelle gegenüber Argumenty.ru.

Schon unter den Aktivisten und Militanten auf dem Kiewer Maidan-Platz seien eine Reihe ausländischer Söldner zu finden gewesen, aus den USA, Deutschland, der Türkei, Polen und anderen Ländern. So jedenfalls der Sender Voice of Russia am 2. März, der sich auf Aussagen eines von russischen Grenzbehörden festgenommenen „Aktivisten“ berief. Die Söldner seien in Militäruniformen gekommen und hätten mit den Kommandanten der Selbstverteidigungsgruppen auf dem Maidan Papiere unterzeichnet. Die russische Polizei untersuche nun die Aussagen des Verhafteten, der selber aus Russland stammt und nach eigenen Angaben als „Abenteuertourist“ nach Kiew fuhr, um bei den Protesten dabei zu sein. In einem Beitrag der Tageszeitung Die Welt vom 6. März über die unbekannten Scharfschützen in Kiew war u.a. Folgendes zu lesen: "'Die Scharfschützen waren ausländische Söldner, Amerikaner, Deutsche', sagte ein ehemaliger Berkut-Polizist im Gespräch auf der Krim, noch bevor das Telefonat von Ashton veröffentlicht wurde."

Am 28. Februar hatte u.a. die israelische Zeitung Haaretz in ihrer Online-Ausgabe einen Bericht über ehemalige israelische Soldaten unter den „Demonstranten“ in Kiew veröffentlicht. Der vorgestellte Israeli ukrainischer herkunft wollte angeblich nach eigenen Worten nur helfen, die "Revolution" zu verteidigen. Über die Präsenz israelischer Einheiten war während der “Revolution der Rosen” in Georgien 2003 und während des Krieges gegen Südossetien 2008 berichtet worden, so ein Beitrag des Netzwerk Voltaire vom 3. März.

Angesichts der anscheinend von wem auch immer bewußt provozierten Eskalation der Vorgänge in der Ukraine und auf der Krim sowie der fortgesetzten Drohungen, bin ich der Meinung, dass auf diese Informationen hingewiesen werden muss. Sie endgültig auf den Wahrheitsgehalt überprüfen, ist mir leider nicht möglich. All die Schuldzuweisungen an die russische Seite bis hin zu vermeintlichen Invasionsplänen Russlands gegen die Ukraine sind alle bei den meisten Mainstream-Medien nachlesbar, weshalb ich sie hier nicht wiederhole. Ich will und kann nichts ausschließen, nicht in die eine wie in die andere Richtung, verweise aber auf historische Beispiele für Aktionen „unter falscher Flagge“, „False flag-Operations“, auf die u.a. Daniel Ganser aufmerksam gemacht hat.

Dabei muss aber auch auf eine Meldung von RIA Novosti vom 11. April 2012 verwiesen werden: „Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin hat die Idee zur Schaffung eines Systems privater Militärunternehmen unterstützt, die Dienstleistungen beim Objektschutz sowie Trainings für ausländische Militärs im Ausland anbieten könnten.“ Ein Abgeordneter habe zudem den Einsatz von privaten Militärunternehmen als ein mögliches Beeinflussungsinstrument im Ausland bezeichnet. Putin sagte damals laut RIA Novosti dazu, dass „man darüber nachdenken kann“. „Russian ‘Blackwater’ Takes Over Ukraine Airport“ hatte anscheinend passend das Onlinenachrichtenportal The Daily Beast am 28. Februar gemeldet. Die Uniformierten ohne Kennzeichen auf der Krim könnten von privaten Sicherheitsfirmen stammen und im russischen Auftrag eingesetzt seien, so der Bericht. Quellen aus Moskau hätten ihren US-Gesprächspartnern gesagt, die Uniformierten gehörten zur Firma "Vnevedomstvenaya Ochrana", die im Auftrag des russischen Innenministeriums russische Marine-Anlagen und Vermögenswerte auf der Krim schützen soll. Das Portal zitierte Dimitri K. Simes, Präsident des „Center for the National Interest“ und ehemaliger Berater von Richard Nixon, der meinte, die Uniformierten sollten u.a. verhindern, dass über die Flughäfen prowestliche Demonstranten auf die Krim kommen. Sollten diese Informationen zutreffen, deuten sie zumindest nicht auf eine „False Flag“-Operation der russischen Seite hin.

aktualisiert: 13.3.14; 1:09 Uhr