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Mit deutsch- und volkstümelndem sowie rechtsextremem und faschistischem Gedankengut habe ich nichts am Hut und nichts zu tun!
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Donnerstag, 22. November 2012

Deutsche Angst vor der Palästina-Flagge

Neues aus Absurdistan: "Besorgte Nachbarn" haben Angst, wenn ein Deutscher eine Palästina-Fahne zeigt.
Ein guter Freund entschloß sich kürzlich, seine Solidarität mit den Menschen in Gaza, die unter dem israelischen Krieg gegen die Hamas und die Palästinenser sowie unter der bestzung samt Blockade leiden, u.a. dadurch zum Ausdruck zu bringen, dass er die offizielle Flagge Palästinas an seinem Balkon anbrachte.
Kurz darauf bekam er anonyme Post von einem "besorgten Nachbarn", der ihm per computergeschriebenem Zettel mitteilte, dass es doch wohl "in diesen Zeiten" eine "dreiste Provokation" sei, die palästinensische Flagge zu zeigen. Begründet wurde das u.a. damit, dass zwar nicht alle Muslime Terroristen seien aber alle Terroristen Muslime seien. Der "besorgte Nachbar" hoffe, dass mein Freund nicht mit den Terroristen sympathisiere.
Als ich davon hörte, fragte ich mich, welche absurden Blüten die antipalästinensische und antiislamische Meinungsmache in diesem Land wohl noch hervorbringen mag. Das lässt mich besorgt sein.
Übrigens hat mein Freund auf den anonymen Brief so reagiert, in dem er einen Zettel an seinem Briefkasten anbrachte, auf dem er seinem "besorgten Nachbarn" auf arabisch antwortet. Er zitiert dabei nur Albert Einstein, der mal feststellte: "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."

Freitag, 12. Oktober 2012

Vier Bauern, drei Mädchen, zwei Linke-Politiker und ein Ölmulti

Vier Bauern aus Nigeria verklagen den Ölkonzern Shell wegen der Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen. Erfahren sie Aufmerksamkeit und Solidarität?
Während das PR-Theater um die durchgeknallte Mädchenband "Pussy Riot" in Russland weitergeht, wird gemeldet, dass vier afrikanische Bauern den Ölmulti Shell verklagen. Immerhin ist das auch den deutschen Mainstream-Medien eine Nachricht wert.
Doch wen interessiert das? Erfahren die vier Bauern eine ähnliche internationale Aufmerksamkeit und Solidaritätsbekundungen wie die durchgeknallte Mädchenband, die Präsident Wladimir Putin stürzen will, indem sie sich auf Sokrates beruft? Wird sich gar die Linkspartei-Vorsitzende Katja Kipping ölverschmiert vor der Botschaft Nigerias fotografieren lassen, wie sie es angemalt vor der russischen Botschaft tat? Wird ihr Fraktionskollege Stefan Liebich auch in diesem Fall fordern, es sei "Aufgabe internationaler Politik, sich weiterhin solidarisch für die Unterdrückten einzusetzen", wie er es beim "Pussy Riot"(PR)-Theater machte?
Ich bin gespannt und skeptisch.

Nachtrag vom 12.10.12, 13.56: Stefan Liebich hat am heutigen 12. Oktober mit einer Pressemitteilung reagiert: "Unterstützung für Kampf gegen Shell nötig". Finde ich gut.

Dienstag, 27. März 2012

"Soziale Isolation lässt die Menschen zerbrechen"

SPIEGEL online hat ein Interview mit Günter Wallraff über die Lage der Leiharbeiter hierzulande geführt. Interessant und lesenswert, deshalb hier kurz und knapp der Link zum Text.
Wallraff stellt unter anderem fest, "die Solidarität unter den Kollegen ist abhanden gekommen, weil man sie systematisch gegeneinander ausspielt". Die soziale Isolation führe dazu, dass viele zerbrechen." Die Vereinsamung führt dazu, dass die Menschen resignieren und sich aufgeben. Ich kenne welche, die in wenigen Jahren solcher Fronarbeit um 10 bis 20 Jahre gealtert sind."
Wallraff hofft, "Film und Printveröffentlichung noch in diesem Sommer, werden - darauf hoffe ich - einiges ändern". Diese Hoffnung kann ich leider nicht (mehr) teilen.