Bitte beachten:

Mit deutsch- und volkstümelndem sowie rechtsextremem und faschistischem Gedankengut habe ich nichts am Hut und nichts zu tun!

Sonntag, 11. Januar 2015

Eine perfide Kampagne …



… leisten sich derzeit einige Mainstreammedien, die auch den Mord an den „Charlie Hebdo“-Machern nutzen, um sich derzeit als Opfer ihrer Kritiker zu inszenieren.

Ein Beispiel dafür liefert die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) vom 11.1.15 mit einer Grafik von Hinnerk Bodendieck auf der Titelseite:
Scan von mir

Eindeutig wird hier einem maskierten Attentäter à la dem Anschlag auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ vom 7.1.15 der Ausruf „Lügenpresse“ in den Mund gelegt:

Hier wird nicht nur perfide die Trauer um die Opfer des Anschlages instrumentalisiert. Es wird auch der Mord instrumentalisiert. Die mutmaßlichen Attentäter bezogen sich bei ihrer Tat bekanntermaßen auf die islamkritischen Karikaturen in „Charlie Hebdo“. Der Begriff von der „Lügenpresse“ tauchte dagegen in der seit längerer Zeit anhaltenden Debatte um die Medien und ihre Berichterstattung in Konflikten wie u.a. dem der Ukraine auf. Die kritisierten meinungsmachenden Medien, egal ob öffentlich-rechtlich oder privat, rückten ihre Kritiker schon in die Nähe von „Pegida“, worauf u.a. der Blogger Jens Bernert auf freitag.de hinwies, ebenso der Blogger Mopperkopp auf freitag.de. Nun gehen sie  bzw. einige der Kritisierten noch einen Schritt weiter. Es ist widerlich und zeigt, dass jegliche tatsächlich offene Auseinandersetzung nicht gewollt ist.

Es ist perfide nicht nur den Opfern des Mordes von Paris gegenüber, sondern vor allem all jenen, die die meinungsmachenden Medien zu Recht kritisieren. Es ist übelste Stimmungsmache und mentale Aufrüstung. Und bedauerlich niveaulos.

Ich gestehe: Ich bin nicht Pegida! Mit dieser Bewegung habe ich nichts gemein. Aber ich bin auch nicht „Cherlie Hebdo“! Meine Gedanken dazu können hier nachgelesen werden. Ich trauere um alle Menschen, die bei und nach dem Mord vom 7.1.15 ums Leben kamen. Wenn ich sehe, wer sich jetzt alles mit den Opfern der mutmaßlichen Attentäter solidarisiert und auf den Trauerzug aufspringt, vorne weg geht, wird mir leicht übel angesichts dieser versammelten Heuchelei …
z.B. Politiker die sich bei ihren Krieg wie im Fall Libyen und Syrien u.a. Islamisten bedienen, solange die gegen die "Richtigen" kämpfen, oder dafür mit verantwortlich sind, dass auf ihren Befehl in Irak, Afghanistan und anderswo Unschuldige sterben müssen, weil der Westen seine "Freiheit" auch zwischen Euphrat und Tigris am Hindukusch verteidigt, oder in Palästina, im Jemen und anderswo. Wo sind all jene, die heute Paris laut Spiegel online zur "Hauptstadt der Welt" gemacht haben sollen, wenn Unschuldige für die westliche Freiheit sterben, wo sind da die Trauerzüge durch westliche Städte, wer sagte z.B. "Ich bin Ahmad Shah" (eines der Opfer des Bombenmordes von Kunduz am 4.9.09). Auch das ist für mich verlogen und widerlich.

(aktualisiert: 20:30 Uhr)