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Mittwoch, 25. Juli 2012

Syrien: Die Drohung mit den Chemiewaffen

In den letzten Tagen gerieten die syrischen Chemiewaffen ins Visier des Westens und Israels. Syrien drohte mit dem Einsatz im Fall einer Intervention.
Zu dem medialen Rummel um die syrischen Chemiewaffen im Folgenden einige Informationen und Nachrichten aus einer anderen Perspektive:
"Mit der Androhung eines Einsatzes von Chemiewaffen hat die Führung in Syrien laut dem russischen Militärexperten Igor Korotschenko einen „verzweifelten“ Versuch unternommen, fremde Staaten von einer Intervention abzuhalten.
Der syrische Außenamtssprecher Dschihad Makdisi hatte am Montag gesagt, dass sein Land im Falle eines ausländischen Angriffs Chemiewaffen einsetzen könnte. Eine Anwendung von C-Waffen gegen Zivilisten hatte Makdisi völlig ausgeschlossen.
Diese Erklärung eines syrischen Amtssprechers sei „der äußerste Schritt, um eine mögliche militärische Intervention gegen das Land zu vereiteln“, sagte Korotschenko, Direktor des Moskauer Forschungszentrums für weltweiten Waffenhandel (CAWAT). Syrien sei zu dieser Erklärung gezwungen, weil westliche Staaten, indem sie die syrische Opposition politisch unterstützen und mit Waffen versorgen, schon jetzt Damaskus unter Druck setzten würden.
Eine Intervention passiere de facto bereits, wenn auch in verschleierter Form, sagte Korotschenko. Deshalb habe die syrische Regierung diese verzweifelte Erklärung machen müssen.  ..." (RIA Novosti, 23.7.12)
"Dass das syrische Regime Chemiewaffen einsetzen könnte, hält der Sicherheitspolitik-Experte Markus Kaim für unwahrscheinlich. Drohungen an die Adresse des Auslands seien ein Zeichen wachsender Nervosität. ...
"Man muss sich in Erinnerung rufen, dass die Chemiewaffen, die Syrien erworben hat, für den Einsatz in einem zwischenstaatlichen Konflikt gedacht sind. Für den Einsatz gegen einen Aggressor von aussen, in syrischer Lesart Israel. Die syrischen Chemiewaffen sind ja eine Reaktion auf das israelische Nuklearwaffenprogramm." ..." (Tages-Anzeiger, 24.7.12)
"Syrien wird nie und unter keinen Umständen Chemiewaffen oder andere unkonventionelle Waffen gegen die eigene Bevölkerung und Zivilisten einsetzen.« Das Außenministerium habe dies in einem Brief an die Vereinten Nationen, Israel und die USA deutlich gemacht, erklärte Jihad Makdessi, Sprecher des syrischen Außenministeriums am Montag in Damaskus. Syrien befinde sich »im Krieg, aber nicht gegen Zivilisten«, so Makdessi. Das Land wehre sich gegen eine Kampagne »die von Washington und seinen Verbündeten geführt« werde, doch sei man in der Lage, sich zu verteidigen. Alle Waffen seien unter Kontrolle der Armee, fügte Makdessi hinzu. Sie könnten ausschließlich im Falle einer ausländischen Aggression zum Einsatz kommen, darüber entscheide der Generalstab. ..." (junge Welt, 24.7.12)