Bitte beachten:

Mit deutsch- und volkstümelndem sowie rechtsextremem und faschistischem Gedankengut habe ich nichts am Hut und nichts zu tun!

Sonntag, 15. Juni 2014

Nachrichtenmosaik Ukraine Folge 5

4. Fortsetzung der gesammelten Nachrichten und Informationen zu den Ereignisen in und um die Ukraine, ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit und fast ohne Kommentar

• Merkel und Hollande verlangen von Russland "strenge" Grenzkontrollen
"Nach dem Flugzeugabschuss in der Ostukraine haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatschef François Hollande gemeinsam mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert. Sie verlangten von dem Kreml-Chef effektivere Kontrolle an der russischen Grenze zur Ukraine. Hintergrund sind vermehrte Hinweise auf Lieferungen von schweren Waffen an die Separatisten.
Sprecher der deutschen und der französischen Regierung erklärten am Samstag, Merkel und Hollande hätten in dem Gespräch mit Putin ihre Bestürzung über den Vorfall ausgedrückt. Dieser zeige die Dringlichkeit eines Waffenstillstandes auf, den der ukrainische Präsident Petro Poroschenko angekündigt hatte.
Es sei wichtig, die Voraussetzungen für eine Deeskalation in der Region zu schaffen, hieß es weiter. Vor allem müsse verhindert werden, dass Kämpfer und Waffen über die Grenze in die Ukraine gelangten. ..." (Spiegel online, 14.6.14)
Nein, kein Wort an Poroschenko, den Militäreinsatz zu beenden und keine neuen Truppen in die Ostukraine zu schicken, um so den Waffenstillstand und eine freidliche Lösung möglich zu machen ...

• NATO hat angeblich Beweise für russische Panzer - Eine False Flag-Operation?
"Die Nato erhebt schwere Vorwürfe gegen Russland, die zu einer erheblichen Verschärfung der Ukraine-Krise führen könnten: Russische Panzer und gepanzerte Fahrzeuge sollen die südöstliche Grenze zur Ukraine überschritten haben und dort zur Unterstützung der Aufständischen im Einsatz sein. Die westliche Allianz hat dazu am Samstag Aufnahmen veröffentlicht.
Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hatte am Freitag nur von Berichten über solche Vorgänge gesprochen, aber schon da hinzugefügt, dass es eine „ernsthafte Eskalation der Krise“ darstellen würde, sollten sie sich als wahr herausstellen. Einen Tag später präsentierte die Nato dann selbst Material, das die russische Intervention belegen soll. ..." (FAZ, 14.6.14)
In dem Beitrag heißt es u.a. weiter: "Um deutlich zu machen, dass es sich um einen russischen Panzer handelt, hat die Nato ihrem Material Fotos des Panzertyps T-64 hinzugefügt, den sowohl die russische als auch die ukrainische Armee benutzen. Der russische Panzer hat erkennbar ein anderes Tarnmuster und eine andere Panzerung als die ukrainische Version. Danach wäre der Panzer in Sneschnoje russischer Herkunft. Es handelt sich um ein Modell, das die russischen Streitkräfte selbst schon ausgemustert haben, von denen aber noch gut 2000 vorhanden sein sollen."
Immerhin wird die ukrainische Bahuptung von T-72-Panzern widerlegt und wie von mir auf den Typ T-64 hingewiesen (siehe hier). Der Hinweis der NATO laut FAZ auf das Tarnmuster und die Panzerung ist aber weiter nicht korrekt, denn wer sich die Videos ansieht, auf die ich hingewiesen habe, das von dem angeblichen russischen Panzer und das von der ukrainischen Armee vom gleichen Panzertyp, sieht: gleiche Farbe, gleiche Panzerung. Es bleibt der Verdacht eines Fake, einer False flag-Operation.

Gemeinsame ukrainisch-russiche Bemühungen um Zivilisten zu evakuieren
Die Beauftragten des ukrainischen und des russischen Parlamentes, Lutkovska Valeria und Ella Pamfilowa, wollen mit Hilfe einer gemeinsamen Mission Zivilisten aus den umkämpften Gebieten in den Regionen Donezk und Lugansk evakuieren. Das teilten die beiden Parlamentarierinnen laut Interfax-Ukraine am 14.6.14 in Charkow mit.

Ukrainische Militärs wegen Befehlsverweigerung entlassen
"
212 Offiziere der ukrainischen Weltraumtruppen sind entlassen worden, nachdem sie sich trotz der ausgerufenen teilweisen Mobilmachung nicht an den bestimmten Sammelpunkten eingefunden hatten, wie die staatliche Weltraumagentur am Samstag auf ihrer Webseite mitteilt.
Unter den gekündigten Offizieren sind sechs Obersten, 91 Oberstleutnants, 105 Majore und zehn Hauptleute.
Laut früheren Berichten hatte Alexander Turtschinow, ehemaliger ukrainischer Übergangspräsident, am 1. Mai wegen der zugespitzten Lage  im Südosten des Landes die Einberufung von Bürgern in die Armee angeordnet. Laut dem diesbezüglichen Erlass soll die teilweise Mobilmachung in allen 24 Regionen des Landes durchgeführt werden. ..." (RIA Novosti, 14.6.14)

• Russland warnt Ukraine vor Grenzverletzungen
"Russland wird alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um weitere Verletzungen der russischen Grenze durch die Ukraine zu unterbinden, wie das russische Außenministerium am Samstag mitteilt.
Das Außenamt äußert große Besorgnis über die Situation an mehreren Abschnitten der russisch-ukrainischen Staatsgrenze, die sich in der letzten Zeit wegen provokatorischer Handlungen der ukrainischen Seite merklich verschärft habe.
Laut dem Ministerium hat ein ukrainischer Schützenpanzer mit acht Insassen am Freitag, dem 13. Juni, die Staatsgrenze beim Ort Kamenno-Tuslowka (Russland) verletzt und ist rund 150 Meter weit in das russische Territorium eingedrungen.
Am 5. Juni hatte ein ukrainischer Kampfjet Su-27 den Luftraum über dem Ort Kuibyschewo verletzt und war 1,5 Kilometer weit geflogen.  Am 12. Juni wurde im selben Raum ein Hubschrauber Mi-8 mit ukrainischen Erkennungszeichen in einer Höhe von 50 Meter gesichtet. Die Maschine war bis zu drei Kilometer weit ins Landesinnere geflogen. Ferner wurden Panzermanöver zwischen den Grenzorten Djakowo (Ukraine) und Nowaja Nadeschda (Russland) registriert. ..." (RIA Novosti, 14.6.14)

• Poroschenko droht mit Vergeltung für Flugzeugabschuss
"Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat nach dem Abschuss eines Militärflugzeugs mit Vergeltung gedroht. "Die Terroristen werden die angemessene Antwort erhalten", sagte er am Samstag. Die Tat sei ein "zynischer Akt des Terrors, der bestraft werden wird". ..." (Spiegel online, 14.6.14)

Kampfflugzeuge gegen Aufständische in Horlivka
"Zwei ukrainische Kampfjets haben die von Terroristen besetzte Polizeizentrale in der Stadt Horliwka angegriffen. Darüber berichtet Gorlovka.ua.
„Beim Angriff am heutigen Morgen auf die Polizeizentrale in Horliwka sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Sechs Menschen wurden verletzt“, teilt Gorlovka.ua. unter Berufung auf die Gebietsverwaltung Donezk mit. In zwei Stockwerken der Zentrale brach Feuer aus." (Ukrinform, 14.6.14)

Volkswehr Lugansk bestätigt Abschuss von Flugzeug
"Die Volkswehr des ostukrainischen Gebietes Lugansk hat nach eigenen Angaben ein ukrainisches Militär-Transportflugzeug vom Typ Il-76 abgeschossen. Die Maschine sei auf dem Gelände des Lugansker Flughafens gefallen, hieß es.
Ein Sprecher des Stabs der Bürgerwehr von Lugansk bestätigte am Samstag  gegenüber RIA Novosti, dass „das Flugzeug von einer Rakete abgeschossen wurde. Am Bord hatten sich vermutlich Militärs befunden.“  
Wie Medien früher unter Berufung auf die im Osten der Ukraine eingesetzten Armeeinheiten berichteten, könnten bei dem Absturz einer Il-76 49 Insassen getötet worden sein. ..." (RIA Novosti, 14.6.14)

• Transportflugzeug über Luhansk abgeschossen
"Das ukrainische Militärflugzeug vom Typ Iljuschin IL-76 sei in der Nacht zum Samstag beim Anflug auf den Flughafen in Lugansk von Terroristen abgeschossen worden.
Wie das Verteidigungsministerium mitteilt, hätten die Terroristen „zynisch und heimtückisch“ mit einer Flakkanone und einen großkalibrigen Maschinengewehr die Transportmaschine der ukrainischen Luftstreitkräfte abgeschossen. An Bord der Maschine hätten sich Soldaten, Ausrüstung sowie  Lebensmittel befunden. Die Soldaten sollten die Einheiten vor Ort ablösen.
Nach Angaben der Staatanwaltschaft in der südlichen Region der Ukraine waren an Bord der Maschine 40 Soldaten und 9 Crewmitglieder. Alle seien ums Leben gekommen. ..." (Ukrinform, 14.6.14)

• Russland mit Resolutionsentwurf im UN-Sicherheitsrat
"Russland hat am Donnerstag einen neuen Entwurf einer Resolution des UN-Sicherheitsrates zur Situation in der Ost-Ukraine vorgestellt. Er sieht eine Feuereinstellung zwischen den Kräften der Behörden und der Volkswehr und eine Unterstützung der OSZE-Roadmap vor.
Gemäß dem Resolutionsentwurf fordert der UN-Sicherheitsrat, dass „sich alle Konfliktparteien solcher Handlungen enthalten, die das Leben und die Sicherheit der Zivilbevölkerung, die zivile Infrastruktur und die humanitäre Hilfe gefährden“. 
„Wir rufen entschieden auf, die Gewalt unverzüglich einzustellen und einer anhaltenden Feuereinstellung zuzustimmen“, heißt es im Resolutionsentwurf." (RIA Novosti, 13.6.14)

• Grenze zu Russland soll völlig abgeriegelt werden
"Bis zum kommenden Samstag soll die Grenze zu Russland völlig abgeriegelt werden.
Dies teilte Assistent des Innenministers der Ukraine Anton Heraschtschenko auf einer Pressekonferenz, berichtet Hromadske-TV. ..." (Ukrinform, 13.6.14)

• Oligarchengouverneur fordert Elektrozaun und Minen an der Grenze zu Russland
" ... Der Gouverneur der Region Dnepropetrowsk, Igor Kolomojski, schlug vor, die Grenze zwischen der Ukraine und Russland mit einem Elektrozaun zu sichern. Die mit Stacheldraht verstärkte Absperrung sei nötig, um die Ukraine vor Eindringlingen aus dem Nachbarland zu schützen. Angeblich plant er, vor dem Zaun Gräben auszuheben und ferngesteuerte Minen verlegen zu lassen.
Staatschef Poroschenko äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorhaben. Das Projekt könnte binnen sechs Monaten realisiert werden. Die Kosten in Höhe von hundert Millionen Euro sollen demnach durch Spenden gedeckt werden. Der russland-kritische Oligarch Kolomojski zählt zu den reichsten Männern der Ukraine. Er war im März von der pro-westlichen Führung in Kiew als Gouverneur eingesetzt worden." (ARD, 13.6.14)