Bitte beachten:

Mit deutsch- und volkstümelndem sowie rechtsextremem und faschistischem Gedankengut habe ich nichts am Hut und nichts zu tun!

Sonntag, 9. März 2014

Kriegstreiber beim Namen nennen - Folge V

Von deutschem Boden soll nie wieder ein Krieg ausgehen! Das gilt auch für Kriegshetze. Ich setze die Liste von aktuellen deutschen und deutschsprachigen Kriegstreibern und -hetzern fort. Hier ist Folge I zu lesen, und hier Folge II, hier Folge III, hier Folge IV.

• Die Ausgabe 11/2014 des Nachrichtenmagazins Der Spiegel vom 10. März 2014 mit dem Titel: "Der Brandstifter – Wer stoppt Putin?"

• Die Ausgabe 11/14 des Magazins Focus vom 10. März 2014 mit dem Titelbanner "Kalter Krieger – Warum Putin Russland wieder so gefährlich macht" und dem Radiospot "Der neue Focus: Wie Putin den Frieden gefährdet"


Es ist kein Journalismus, sondern übelste Propaganda, die leider nicht einfach mal so ignoriert werden kann: "Die verkaufte Auflage des Focus lag laut IVW bei knapp 510.000 Exemplaren. Mit mehr als 842.000 Exemplaren erzielte der Spiegel die höchste Auflage unter den Nachrichtenmagazinen." (Zahlen für das IV. Quartal 2013) (Quelle)

Nach all dem, was bisher passiert ist und nach all den Aufrufen zu Besonnenheit und zur Suche nach Lösung via Dialog, nach all den Hinweisen, dass Russland reagiert und nicht agiert, taucht mit dem Spiegel eines der meinungsführenden und auflagenstärksten deutschen Medien mit solch einem Titelbild auf, dass mindestens als Stimmungsmache bezeichnet werden muss.

Es ist aber leider nicht überraschend, wie der Blick auf die Rolle deutscher Journalisten im politischen Gefüge zeigt: Vermeintliche Spitzenjournalisten und Sender- und Verlagsfunktionäre sind "ganz auf Linie mit den Eliten". Sie widerlegen damit die Legende von den Medien als "vierter Gewalt" und deren Kontrollfunktion in einer demokratischen Gesellschaft. Telepolis berichtete am 11. Februar 2013 über eine entsprechende Studie des Medienwissenschaftler Uwe Krüger. Die Daten seiner Analyse von Netzwerken 'deuten darauf hin, dass sich Journalisten vielerorts in vertraulichen Runden mit den Mächtigen treffen'. Krüger sieht das zu Recht 'in einem klaren Gegensatz zu der demokratietheoretisch begründeten Erwartung, Journalisten sollten Distanz zu den Mächtigen halten, um sie kritisieren und kontrollieren zu können'. Am auffälligsten sei der Befund, 'dass vier leitende Journalisten der Süddeutschen Zeitung, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Welt und der Zeit stark in US- und Nato-affinen Strukturen eingebunden waren.'"

Dazu noch ein Blick auf die Medienlandschaft hierzulande und ihre vermeintliche Vielfalt und Freiheit: "Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten. Frei ist, wer reich ist. Das Verhängnis besteht darin, daß die Besitzer der Zeitungen den Redakteuren immer weniger Freiheit lassen, daß sie ihnen immer mehr ihren Willen aufzwingen." (Der Hamburger Publizist Paul Sethe in einem Leserbrief an den Spiegel vom 5. März 1965 - Quelle)