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Sonntag, 14. April 2013

Wird gegen Syrien eine Kriegslüge wiederholt?

Nun soll es Beweise für den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien geben, ausgerechnet aus Großbritannien. "Britische Militärexperten haben einem Zeitungsbericht zufolge forensische Beweise dafür, dass in Syrien chemische Waffen eingesetzt wurden", meldet u.a. die Onlineausgabe des österreichischen Standard vom 13. April 2013 und beruft sich auf die Times. Danach wurde eine Bodenprobe, die aus der Nähe von Damaskus stammen soll, heimlich nach Großbritannien gebracht und dort im Zentrum für chemische und biologische Waffen des Ministeriums untersucht. Dabei seien Beweise für den Einsatz "von einer Art von Chemiewaffen" entdeckt worden, so die Zeitung. Es sei aber "unmöglich zu sagen", wer die Waffen eingesetzt haben könnte, die syrische Armee oder die "Rebellen". Das britische Außenministerium erklärte schon mal vorsorglich, sollte sich die Nachricht bewahrheiten, wäre es ein "schreckliches Verbrechen".
Dem Bericht zufolge hatten UN-Diplomaten am Donnerstag erklärt, westliche Staaten hätten "harte Beweise" dafür, dass mindestens einmal chemische Waffen in Syrien eingesetzt worden seien. Auch die Jerusalem Post berichtete darüber am 12. April 2013.
Zur Erinnerung: Großbritannien und Frankreich begründen ihren Plan, die "Rebellen" in Syrien mit Waffen beliefern zu wollen, "unter anderem mit dem Argument, dass das Assad-Regime zunehmend bereit sei, Chemiewaffen einzusetzen", wie u.a. die FAZ am 22. März 2013 meldete. Der britische Außenminister William Hagua hatte zuvor schon angekündigt: "Wir wollen auch Geräte liefern, mit denen die Rebellen, falls nötig, nachweisen können, dass das Regime Chemiewaffen einsetzt." (Quelle)
Das erinnert insgesamt wiederum an die britischen Lügen, die halfen, den Krieg gegen den Irak vor zehn Jahren zu begründen. Der damalige britische Premier Tony Blair verkündete: "Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass wir den Beweis für Saddam Hussein Husseins Massenvernichtungswaffen finden werden.“ (Quelle) Er stützte sich auf ein Geheimdienstdossier, das behauptete, der Irak sei fähig, einen Teil seiner biologischen und chemischen Massenvernichtungswaffen innerhalb von 45 Minuten einzusetzen. George W. Bush stütze seine Kriegslügen wiederum auch auf die britischen "Erkenntnisse". Der Krieg wurde geführt, die Lügen widerlegt, doch Tony Blair würde wieder so lügen und entscheiden, auch ohne die angeblichen Massenvernichtungswaffen: ""Ich hätte es dann immer noch für richtig gehalten, ihn zu entfernen, Saddam Hussein zu stürzen. Natürlich hätte man dann andere Argumente vorbringen müssen über die Art der Bedrohung." (Quelle)
Angesichts der neuen Chemiewaffen-Meldungen fragt u.a. schon die Welt : "Hat Assad jetzt Obamas 'rote Linie' überschritten?" Der Einsatz solcher Waffen wurde mehrfach vom Westen und Israel als Anlass für eine mögliche Intervention beschrieben. Wird nun in Syrien wieder so gelogen wie einst für den Irak-Krieg, damit der Westen und seine arabischen Verbündeten sowie die von ihnen unterstützten und ausgerüsteten und von den Medien fälschlicherweise als "Rebellen" bezeichneten Terroristen endlich ans Ziel kommen? Das haben sie nach zwei Jahren immer noch nicht erreicht: Der Sturz des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad und die Unterordnung und Aufteilung Syriens. Dafür sind sie zu allem bereit, was sie bisher schon bewiesen. Das haben sie auch vor zehn Jahren beim Irak-Krieg bewiesen. Auch deshalb sind die Zweifel an ihren heutigen Behauptungen und "Geheimdiensterkenntnissen" vorhanden und angebracht.