Bitte beachten:

Mit deutsch- und volkstümelndem sowie rechtsextremem und faschistischem Gedankengut habe ich nichts am Hut und nichts zu tun!

Freitag, 18. April 2014

Propagandakrieger enttarnen sich selbst

Deutsche Medien, egal ob öffentlich-rechtlich oder privates Konzernmedium, liefern derzeit zum Thema Ukraine ein Propagandaschauspiel, das nur als übel bezeichnen werden kann. 

Die Ereignisse in und um die Ukraine wirken wie ein Anstoß, wie ein Katalysator für die deutsche Medienmeute, sich verbal auf Russland, den „russischen Bären“, zu stürzen. Sie beißen sich daran fest, versuchen ihn zu zerreißen und machen sich schon Gedanken, was sie mit der Beute anstellen: Die einen wollen ihn zum Tanzbären zähmen, der sich nach ihren Melodien bewegt. Die anderen wollen ihn zerlegen und sein Fleisch und Fell aufteilen. Deutsche Journalistendarsteller gehen dabei oftmals auch forscher zu Werke als eine Vielzahl deutscher Politiker, die, ihre wirtschaftlichen Auftraggeber im Hintergrund, noch etwas vorsichtiger sind, weil sie wissen, dass auch deutsche Interessen betroffen sind.

Dafür gibt es inzwischen unzählige Beispiele, so dass der Versuch, sie aufzuzählen, schon am nicht vorhandenen Platz scheitern muss. Der Blog Die Propagandaschau weist auf die prägnantesten hin, insbesondere auch in der letzten Zeit auf Ausfälle öffentlich-rechtlicher Medien bei der Ukraine-Berichterstattung mit Blick auf Russland. Auch in der Reihe „Machtergreifung“des Bloggers "MopperKopp" auf freitag.de werden notwendiger- und dankenswerterweise zahlreiche Fälle für deutsche Medienpropaganda und auch Kriegshetze aufgelistet.

Ich will an dieser Stelle auf ein kleines, aber sehr bezeichnendes Beispiel vom 17. April 2014 hinweisen. Es ist nur ein kleiner, aber dennoch bezeichnender und ebenso besonders peinlicher Fall des Propagandakrieges deutscher Journalistendarsteller. Der russische Präsident berichtete an dem Tag in der regelmäßigen TV-Fragestunde für Bürger von einem Erlebnis mit dem heutigen NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen: „Als er noch Dänemarks Premier war, hat er mich um ein Treffen gebeten, das nicht eingeplant war. … Wie sich herausstellte, hatte er ein Diktiergerät mitgenommen, das Gespräch heimlich mitgeschnitten und später in der Presse veröffentlicht. Ich traute meinen Ohren und meinen Augen nicht!“ (Quelle) Rasmussen habe behauptet, er hätte das Gespräch „für die Geschichte“ aufgezeichnet. „Ich fühle mich natürlich zwar geehrt, man hätte mir aber zumindest Bescheid sagen oder zumindest um Zustimmung für die Veröffentlichung dieses Gespräch bitten sollen. Welches Vertrauen kann es nach solchen Vorfällen geben?“

Für die Redaktion von Spiegel online waren die Äußerungen Putins ein Fall, an dem sie beweisen wollte, dass in Russland und der Ukraine „Propaganda-Krieger in Aktion“ seien. Dazu wurde auch der russische Präsident gezählt: „Russlands Präsident Wladimir Putin nutzte seine TV-Fragestunde am Donnerstag, um schwere Vorwürfe gegen Nato-Chef Anders Fogh Rasmussen zu erheben. Als der noch dänischer Premier war, habe er ein Gespräch mit Putin heimlich mitgeschnitten und die Aufnahme den Medien zugespielt. Die Nato dementierte umgehend. ‚Diese Vorwürfe sind absoluter Unsinn.‘ Rasmussen habe nie ein Diktiergerät zu Treffen mit Putin mitgebracht.“ Abgesehen davon, dass das zeigt, dass erwartungsgemäß die NATO lügt, zeigt dieses Beispiel, wie in deutschen Medien gelogen und Fakten weggelassen werden.

Rasmussen hat tatsächlich wahrscheinlich nie ein Diktiergerät bei einem Gespräch mit Putin dabei gehabt. Das ist aber schon das einzig Wahre an der Geschichte. Die ist viel besser oder schärfer und reicht mehr als zehn Jahre zurück: Rasmussen hatte ein verstecktes Mikrofon bei sich, als er mit Putin sprach, und nicht nur bei diesem Gespräch. Es war 2002, als er dänischer Ministerpräsident sich vom Filmemacher Christoffer Guldbransen für dessen Dokumentation über europäische Politiker "Alles Banditen - Wenn Politiker unter sich sind" verkabeln ließ.  Auf der Website Rewash TV ist Folgendes dazu zu lesen: "Der Ministerpräsident Dänemarks Fogh Rasmussen führt als EU-Ratspräsident im Jahr 2002 die Verhandlungen über die Osterweiterung Europas. Dabei wird er stets von einer Kamera begleitet und trägt – oft ohne das Wissen seiner Gesprächspartner – ein Mikrophon am Körper. Nach erfolgreichem Abschluss der Gespräche entscheidet er sich Guldbransens Film freizugeben um so für mehr Offenheit in der der Politik zu sorgen.“ Bei Youtube kann der Film nachgeschaut werden.

2003, als die Dokumentation vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) gezeigt wurde, berichtete die taz darüber. Die FAZ schrieb vor elf Jahren über den Film, in dem „der dänische Ministerpräsident halb Europa bloßstellt“, dass dieser sich selbst damit in Erklärungsnot brachte. Und selbst Spiegel online war damals dabei: "Anders Fogh Rasmussen macht seinen Job großartig. Er bestellt den polnischen Ministerpräsidenten Leszek Miller in sein Büro (‚Das Gespräch darf nicht länger als 30 Minuten dauern‘), er bietet Putin wegen Kaliningrad die Stirn (‚Ich will ein ordentliches Ergebnis oder gar keins‘) ..." Das zeigt auch, wie (un)gründlich längst oder vielleicht schon immer bei dem angeblichen Nachrichtenmagazin aus Hamburg gearbeitet wird, nach dem Prinzip: Hauptsache, es ist die richtige Meinung. Dieser wird dann die Wahrheit samt Fakten untergeordnet und dabei selbst der Blick ins eigene Archiv unterlassen.

Das Beste kommt wie immer zum Schluß: „Inzwischen hat der dänische Journalist Christopher Guldbrandsen gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau erklärt, dass während er eine Dokumentation mit dem Titel "Fogh hinter den Kulissen" machte, er bei einer Presskonferenz ein Mikrofon auf der Kleidung des dänischen Premierministers befestigt habe. Nach der Pressekonferenz ging Rasmussen zu dem Treffen mit dem russischen Präsidenten und nahm nicht das Aufnahmegerät ab. Das Gespräch wurde aufgezeichnet und im Film verwendet, erklärte Guldbrandsen.“ Das berichtete das Schweiz Magazin online am 18. April 2014. Bei deutschen Medien herrscht (bisher) Funkstille zu dem Thema. Dafür führen sie ihren Propagandakrieg gegen Russland ungehindert weiter, lügen, verschweigen, verdrehen Fakten, Zusammenhänge und die Wahrheit weiter. Zum Glück gibt es auch bei dieser Regel Ausnahmen, leider nur seltene.