Bitte beachten:

Mit deutsch- und volkstümelndem sowie rechtsextremem und faschistischem Gedankengut habe ich nichts am Hut und nichts zu tun!

Sonntag, 19. Februar 2012

Jetzt wird uns etwas vorgegauckelt

Nun soll es also doch Joachim Gauck werden. Er bekommt die neue Hauptrolle in dem Film "Aus dem Leben eines Unwichtigen", gedreht im Berliner Schloss Bellevue, mit Außenaufnahmen im Ausland. Ich muss eingestehen, dass ich mich geirrt habe, als ich kürzlich annahm, dass Joschka Fischer aus dem Zauberhut von Angela Merkel gezaubert wird. Vielleicht passt Gauck ja doch besser zu dieser Regierung und ihrer Politik sowie zu den tatsächlich herrschenden Kreisen in diesem Land. Denn als pastoraler Prediger des Sozialabbaus und des Krieges spielt er schon eine wichtige Rolle für sie, weil er hilft, die Bürger einzulullen und ihren Widerspruchs- und Widerstandsgeist einzuschläfern. Für mich war ja Christian Wulff schon deshalb der falsche Bundespräsidenten-Darsteller, weil er zu den asozialen Politikern gehörte, die den Sozialabbau als notwendig verkaufen. Das Selbe gilt aus meiner Sicht auch für Gauck. Dieser Prediger der Freiheit hat zu oft so gesprochen, dass er wie der doch noch bessere Kandidat dieser Sozialabbau-Koalition wirkt. Nicht überraschend ist, dass SPD und Grüne bei dem Schauspiel mitmachen. Erschreckend finde ich, wie sich die Bürger dieses Landes in ihrer Mehrheit mit Hilfe der Medien ein weiteres Mal einlullen lassen und Gauck für einen guten Bundespräsidenten-Darsteller halten. Sie merken nicht, wie er ihnen ihre sozialen Rechte klaut und klauen lässt, während sie seinem pastoralen Geschwafel lauschen.
Gauck hat die Bürgerrechtsbewegung der DDR wie viele andere verraten, indem er und andere von ihnen die sozialen Bürgerrechte verkauften. Ich darf sowas sagen, ich war 1989/90 dabei und habe aktiv mitgewirkt. Auch deshalb finde ich diese Wahl, die stattfinden wird, nicht gut.
Albrecht Müller hatte am 18. Oktober 2011 auf den NachDenkSeiten eine gute Analyse zu Gaucks neuer Rolle veröffentlicht. Lesenswert auch, was schon im Juni 2010 ein Greifswalder Grüner zu dem pastoralen Seelenverkäufer schrieb: "Gauck vertritt die reine Lehre des (Neo)liberalismus ohne sozialen Ausgleich. Verteilungsgerechtigkeit dürfte ein Fremdwort für ihn sein." Wolfgang Lieb hat ebenfalls im Juni 2010 auf den NachDenkSeiten einen guten Beitrag dazu beigesteuert: "Es hätte eine Persönlichkeit sein müssen, die eine klare Haltung zur etwa Auseinanderentwicklung zwischen Arm und Reich, zur Entwicklung in Europa, zur Chancengleichheit oder zu Krieg und Frieden bezieht und in solchen Grundfragen Orientierung geben könnte. Diese Persönlichkeit ist Joachim Gauck gewiss nicht." Deshalb finde ich, dass der neue Bundespräsidenten-Darsteller auf der Homepage der Initiative gegen-hartz.de zu Recht als "Theologe der Herzlosigkeit" bezeichnet wird. Das hat er sich verdient.
Als Fazit bleibt: Er ist wahrscheinlich doch der bessere Kandidat für diese Große Koalition des Sozialabbaus und der Kriegstreiberei aus CDU/CSU, FDP, SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Er passt auch prima zu meiner These, dass das ganze Theater inszeniert wurde, um die Wiederwahl von Angela Merkel 2013 zu sichern: Warum denn dann SPD oder die Bündnisgrünen als vermeintliche Alternative wählen, wenn die jetzt schon wieder mit Merkel & Co. kungeln und so offensichtlich mit ihnen gemeinsame Sache machen? Die freuen sich noch und glauben, sie hätten der Merkel ihren Kandidaten aufgezwungen ...