Bitte beachten:

Mit deutsch- und volkstümelndem sowie rechtsextremem und faschistischem Gedankengut habe ich nichts am Hut und nichts zu tun!

Montag, 22. August 2011

Unerträglich ...

ist mir der Jubel deutscher Medien über den von der NATO herbeigebombten Einzug der libyschen "Rebellen" in Tripolis, ob ARD, ZDF oder wer auch immer. Selbst bei arte und 3sat kein Hinweis auf die Zusammenhänge und Ursachen, auf die Rolle der NATO und die massive Ignoranz gegenüber dem Völkerrecht. Nicht einmal ein Zitat eines Beitrages der New York Times über die Rolle der NATO, der wenigstens noch bei Spiegel online zu finden war.
Wieder einmal sticht ein Text von Lutz Herden hier im Freitag dabei heraus, hebt sich ab von der Einseitigkeit und selbstverordneten Stimmungsmache und Propaganda, ob öffentlich-rechtlich oder privat, gedruckt oder gesendet, versucht etwas dagegen zu setzen. Dafür einfach mal Dankeschön.
Wer glaubt, dass Libyen jetzt "befreit" ist, dass jetzt für die Libyer ein Zeitalter der Freiheit, des Wohlstandes und der Demokratie anbricht ... Für wie blöd werden wir eigentlich immer noch gehalten ...
Und welches Land ist als nächstes dran? Oder kuschen andere Länder, die noch nicht auf das hören, was der Westen vorgibt, jetzt von allein angesichts des libyschen Beispiels? Und wer stoppt den westlichen Siegeszug über das Völkerrecht, wo gibt es noch so etwas wie eine Gegenkraft? Ich sehe sie nicht ...
Mir bleibt nur mal wieder die Erinnerung an ein Zitat von Max Liebermann: "Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte."

Nachtrag vom 23.8.2011:
Es gibt inzwischen einen guten Text von Lühr Henken und Peter Strutynski, Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag: "Verlierer ist die UNO", veröffentlicht von der jungen Welt am 23. August 2011.