Bitte beachten:

Mit deutsch- und volkstümelndem sowie rechtsextremem und faschistischem Gedankengut habe ich nichts am Hut und nichts zu tun!

Mittwoch, 4. Januar 2012

Fundstück zum Thema Wirtschaftskrise

„Die Erhöhung der Staatsverschuldung ist zwar geeignet, Produktion und Konsumtion auch ohne Inflation auszugleichen, führt aber zu einer Einkommensumverteilung zugunsten der oberen Einkommensschichten, die die Masse der staatlichen Schuldpapiere zeichnen. Man kann deshalb die hohe Staatsverschuldung als Unfähigkeit der … Regierungen interpretieren, sich die Finanzmittel definitiv dort zu holen, wo sie sowieso nicht produktiv investiert wurden, nämlich bei den ‚abhängig Beschäftigten‘ mit hohen Einkommen, die keineswegs Risikokapital bilden, sondern Koupons schneiden wollen. ...
Alle westlichen Industrieländer versuchen durch Begrenzung der Reallöhne ihre Wirtschaften wieder anzukurbeln, wobei sie hoffen, Nachfrageimpulse durch Überschüsse im Außenhandel zu erreichen.
Ein solcher Wettlauf um möglichst niedrige Stückkosten hat die gleichen Folgen, wie wenn im Fußballstadion alle den Versuch machten, ihre Sicht durch Mitbringen einer Kiste zu verbessern, auf die sie sich stellen. Alle sehen wiederum gleich gut oder gleich schlecht wie ohne Kiste. … Eine parallele Begrenzung der Endnachfrage und damit ein Wettlauf in die Rezession ist die Folge. Außenhandelsüberschüsse des einen Landes sind aber immer Außenhandelsdefizite anderer Länder. Jeder versucht zusätzliche Nachfrageimpulse zu erhalten, indem er seine Binnennachfrage drosselt. ..."
Elsenhans, Hartmut: „Monetaristische Politik in den Industrieländern: Der beste Weg zur Zerstörung einer liberalen Weltwirtschaft“; in: Birk, Michael; Eggerstedt, Harald; Tegtmeier, Andre P.: „Politik gegen die Krise. Beiträge zu einer alternativen Wirtschaftspolitik“, Marburg, 1985, S. 62ff.